Lasius niger: Diskussionsthread

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Re: Lasius niger

Beitragvon camponotus » Dienstag 25. Oktober 2016, 17:59

Grüezi Merkur!

Mit Interesse las ich Ihren Beitrag, in welchem doch recht eindrückliche Bilder enthalten sind! Dies vor allem auch, wenn man die Situation von damals noch leibhaftig vor den eigenen Augen hat, zumal meine ersten Fotos (auch s-w!) von Ameisen im Freiland um 1954 entstanden waren !! :P

Darum finde ich Ihren Beitrag auch aus dieser Perspektive von grossem Interesse!! Danke!

Herzliche Grüsse

Ryk
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Re: Lasius niger: Diskussionsthread

Beitragvon Merkur » Mittwoch 26. Oktober 2016, 16:08

Hallo Ryk,

Ja, es hat etwas von Nostalgie, wenn man die alten Bilder ansieht und sich erinnert, unter welchen Umständen sie entstanden sind. :)
Ich hatte damals eine Exakta, dazu habe ich mit der Zeit Zwischenringe gekauft um Nahaufnahmen machen zu können. Negativfilme gab’s als Meterware; in der Dunkelkammer hat man sie in die üblichen Spulen für je 36 Aufnahmen gewickelt.
Bereits als Doktorand konnte ich mich in die Dunkelkammer-Geheimnisse einarbeiten lassen und mit Filmentwickeln sowie dem Herstellen von Dias und Papierabzügen für den Chef, Prof. Gößwald, vertraut machen. Dafür gab’s ein paar Mark auf die Hand.
Später, auf einer Assistentenstelle in Bonn, konnte ich dann bereits einige Diplomanden und Doktoranden betreuen, die ich ebenfalls in diese „Kunst“ eingeweiht habe. Nach meinem Wechsel nach Darmstadt wurde das fortgesetzt, und es wurden mehr Kandidaten. Nicht alle ihre Arbeiten wurden veröffentlicht, davor haben sich viele Kandidaten. Der Verfasser der Lasius-niger-Arbeit hat es vorgezogen, in die Gymnasiallehrer-Laufbahn einzuschwenken. Ich hätte ihn gerne als Doktoranden mit nach Darmstadt genommen.

Nun blättere ich gelegentlich in solchen Arbeiten. Für gute wiss. Zeitschriften kann man die Ergebnisse heute kaum noch gebrauchen. Aber sie enthalten sehr viel Wissenswertes, was ich nun wenigstens im Forum noch einigen Ameisenhaltern vermitteln kann. Ich denke, dass manche ganz netten Anregungen dabei sind. Man musste viel improvisieren, denn die Finanzmittel waren knapp, aber das trifft ja wohl auch auf manchen privaten Halter zu.
Zu bedenken ist natürlich, dass es damals noch keinen Computer gab, entsprechend keine schicken Zeichenprogramme, Excel-Tabellen und Statistik. Man hat alles mit der Hand gemacht, z.B. Zeichnungen mit Hilfe einiger kleiner Gerätschaften wie Kurvenlineal und Schraffierapparat, mit Tusche! :roll:

Im Ameisenforum hatte ich schon mal so einen Thread begonnen, „Ameisenhaltung in den 1960er Jahren“. S. a. den Diskussionsthread dazu:
https://www.ameisenforum.de/ameisenhalt ... 51387.html
https://www.ameisenforum.de/ameisenhalt ... 51388.html
Es fand dann 2014 ein jähes Ende, als das AF an den Antstore verkauft wurde. Heute ist der Thread nur noch teilweise erhalten, aber doch noch informativ.

MfG,
Merkur
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Re: Lasius niger: Diskussionsthread

Beitragvon camponotus » Freitag 28. Oktober 2016, 11:33

Grüezi Merkur !

Vielen Dank für Ihre Ergänzungen aus "vergangener Zeiten"! Ihr Beitrag über "Lasius niger" hat tatsächlich auch bei mir Erinnerungen geweckt, an die ich mich immer mal wieder gerne erinnere, wenn ich Fotos von damals in die Hände bekomme!

Auch ich hatte damals als erste Kamera eine Exakta mit Baujahr 1937, die ich damals von meinen Eltern geschenkt bekam, als ich die Aufnahmeprüfung ins Gymnasium geschafft hatte. Mit dieser Kamera mit den damals üblichen Zusätzen wie Zwischenringe usw. kroch ich dann auch anno 1954 auf dem Boden herum, um die ersten Ameisenaufnahmen im Freiland ""zu schiessen"". - Eines dieser Bilder von damals wählte ich jetzt als Avatar!

Ja, die Dunkelkammer im zweckentfremdeten Badezimmer ist mir auch noch gut in Erinnerung, was damals gelegentlich auch oft zu Probleme mit der übrigen Familie zeitigte . . .alles Dinge, die man heute wohl kaum noch kennen dürfte, weil man jetzt ja einfach den Chips aus der Kamera nimmt und über den PC die Fotos hochladen kann - - -

Die Exakta von damals steht bei mir übrigens noch heute als Andenken an die Zeit von damals in einer Vitrine! Später wählte ich dann die Marke Canon, weil zu dieser als einige Spiegelreflexkamera auch Zusatzadapter für Exakta-Objektive angeboten wurden, und die ich dann auch als Mikroskopaufsatz benutzen konnte. - Damit entstand ja dann u.a. auch die Aufnahme eines Proventriculus, die ich im alten Ameisenforum eingestellt und die Sie damals ins "AmeisenWicki" übernommen hatten.

Na ja, so vergeht eben die Zeit!

Herzliche Grüsse

Ryk
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