Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrmex etc..]

Hier können Fragen rund um das Thema Ameisenhaltung gestellt werden.

Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Reber » Donnerstag 7. April 2016, 23:36

Danke für den Hinweis. Bisher gings ganz ohne zusätzliche Wärmequelle. Ich habe aber eh vor, einen Teil des Formicariums mit einer Heizmatte zu unterlegen um es für einige Stunden am Tag zu beheizen. Jetzt wird es ja auch in Südspanien/Nordafrika wieder deutlich wärmer.

Für die Gyne ist das ohne Gefahr machbar: Da das Reagenzglas für den Transport nur mit wenig Wasser aufgefüllt war, habe ich es über ein Schlauchstück von 10 cm Länge mit einem zweiten RG mit vollem Wassertank verbunden. In der Mittte habe ich ein Loch in den Schlauch geschnitten, der Zugang zur Arena ermöglichen würde. Davon macht das Insekt aber keinen Gebrauch. Bisher verharrt es im alten RG mit ausgetroknetem Wassertank...
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Reber » Sonntag 24. April 2016, 12:15

Oben habe ich ja bereits geschrieben, dass ich, um die Luftfeuchtigkeit trotz leerem Wassertank zu erhalten ein zweites Reagenzglas über eine Schlauchverbindung angehängt habe. Das Nest steht nun auf dem Aquarium und wird tagsüber auf 25-27 C° erwärmt.
Nest mit leerem und neu angeschlossenem Wassertank.JPG

Wie ernst es der Gyne mit der claustralen Gründung ist, hat sie mir gleich eindrücklich demonstriert: Die Ausgangsöffnung im Schlauch hat sie mit Watte aus dem Wassertank verschlossen. Eine von mir vor den Eingang gelegte tote Fruchtflige hat sie nicht gefressen, sondern ebenfalls in den Verschluss eingearbeitet... Es gibt bereits zwei mini Puppen
Nesteingang verschlossen.JPG
Messor barbarus mit erster Larve.JPG
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Sonntag 24. April 2016, 21:14

Ich hab bei meinen damals einfach die RG nebeneinander gelegt und einfach einen kleinen Karton drüberhelgt, dass dise beschattet waren. Da haben sie dann darunter beide genutzt, bzw mit dem Sand und den Körnern dann zugebaut, als die Kolonie größer wurde.


LG Franz
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Reber » Mittwoch 4. Mai 2016, 11:42

Die erste Pygmäe ist geschlüpft und damit beginnt - wie ich einigen Haltungsberichetn entnehmen konnte - die eigentlich schwierige Phase der Gründung bei Messor barbarus.
Messor barbarus Pygmäe.JPG

Ich habe jetzt kleinste Körner angeboten und werde auch täglich eine frisch überbrühte Fruchtfliege in der Nähe des Ausganges ablegen. Gibt es sonst Tipps für mich?
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 4. Mai 2016, 14:15

Ich hab mit Löwenzahnsamen gute Erfahrungen gemacht. Die sind anscheinend nicht zu hart und werden gern genommen. Proteine wurden anfangs nur schleppend angenommen. Wenn's mal ein paar mehr sind, dann finde ich, nehmen sie auch gern mal was eiweißhaltiges.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon ratti » Donnerstag 5. Mai 2016, 15:39

Hatte am Anfang Grassamen und zerdrückte andere Körner jeglicher Art.

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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Samstag 21. Mai 2016, 21:48

ich hab jetzt mal irgendwas von Apfelkernen aufgeschnappt. Hat das auch schon jemand probiert?
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Dienstag 31. Mai 2016, 11:38

Wenn ich so meine Messor beobachte, muss ich feststellen, dass hauptsächlich die kleinen Minor-Arbeiterinnen auf Körnersuche gehen. Währenddessen sind die Media und Majorarbeiterinnen damit beschäftigt, die Körner zu zerkauen oder manchmal auch einen erbeuteten Mehlwurm.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 14. Juli 2016, 14:57

Es wird ja gemeinhin behauptet, dass Messor nicht wirklich jagen. Gut, eine flügellahme Fliege oder ein Heimchen würden meine auch nicht erwischen, aber die Mehlwürmer, die noch mit an den Körnern knabbern, die erbeuten sie schon. Liegt wohl am Futterneid.
Während der Wurm meist von einer größeren Media "am Genick" gepackt wird, beteiligen sich dann eigentlich nur noch ein paar kleinere Arbeiterinnen dran.
Wenn das so weitergeht, wird die Population in dem Becken bald der Vergangenheit angehören.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Colophonius » Donnerstag 14. Juli 2016, 15:27

Greifen die Messor die Mehlwürmer nur in ihren Kornkammern oder auch außerhalb im "Fütterungsbereich" an?
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 14. Juli 2016, 22:42

Bisher hatte ich die nur dabei erwischt, wie sie kleinere, also ca 1cm lange Exemplare im Bereich des Nestes erlegt hatten.
Der letzte war aber schon gut 2cm lang und wurde an der Tränke, also eigentlich mitten in der Arena erledigt.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Colophonius » Sonntag 17. Juli 2016, 16:50

Schon interessant, ich glaube, meine Messor würden das nicht tun. Allerdings habe ich auch keine "langsamen" Futtertiere hier.

Wo wir schon bei Messor sind, würde vermutlich auch ins BdT passen, aber meine produzieren gerade einige Geschlechttiere. Sehen schon ein wenig wie Aliens aus.

Gyne.JPG
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 28. Oktober 2016, 09:01

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass auch Apfelkerne an Messor verfüttert wurden. Mir ist aber bekannt, dass diese Zyanide enthalten.
Jetzt konnte ich aber nichts finden, woraus hervorgeht, wo sich dieses befindet, denn allem Anschein nach befnidet es sich nur in der Schale des Kernes und nicht im Mehlkörper (wenn der beim Obst auch so heißt???)
Hat irgendwer sonst noch Erfahrung damit?
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Antkönig » Freitag 28. Oktober 2016, 10:34

Hallo Leute,
ich habe mal eine kurze Frage. Wo holt ihr eure Samen für die Messor Kolonien? Denn ich habe das Problem das bei meinem Vogelfutter solche Futtermilben drin sind und ich deswegen diese Samen nicht verfüttern will und Samen aus dem gängigen Shop sind mir aber viel zu teuer.

Grüße Melvin!
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 28. Oktober 2016, 13:14

Ich hab bis jetzt kein Vogelfutter verfüttert, sondern hauptsächlich Samen aus dem Lebensmittelbereich.
Quioa, Chia, Hirse (ok, das war Vogelfutter!) und auch Rasensaat und Löwenzahnsamen.
Flohsamen sollten auch ganz gut sein, hab ich aber selbst noch nicht getestet.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Reber » Freitag 28. Oktober 2016, 14:09

Bei meiner kleinen Messor barbarus Gründerkolonie habe ich bisher das vom Händler mitglelieferte Futter vermischt mit selber gesammelten Samen (Löwenzahn und Wegwarte) sowie Taubenfutter aus dem Handel angeboten. Viele Körner im Taubenfutter scheinen für die Kleinen noch etwas gross, allerdings können sie auch diese verwerten:
Samen Messor.JPG
Messor barbarus.JPG
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Antkönig » Freitag 28. Oktober 2016, 21:34

Hey,
Danke euch beiden. Dann werde ich einfach mal morgen in den nächsten Bio-Supermarkt fahren und ein bisschen Samen einkaufen gehen.

Allen ein schönes Wochenende,
Melvin
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrmex etc..]

Beitragvon Reber » Freitag 4. November 2016, 12:24

In den Foren habe ich oft gelesen, dass Messor barbarus nicht besonders gerne klettern und dass sie Mühe hätten, an glatten Flächen hoch zu kommen. Meine scheinen das jedenfalls nicht zu wissen. Die Ameisen können problemlos auf glattem Kunststoff klettern und finden auch am Deckel überhängend Halt...
Messor barbarus klettert.JPG
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrmex etc..]

Beitragvon Colophonius » Freitag 4. November 2016, 17:28

Hallo Reber!

Eine sehr interessante Beobachtung, von einem befreundeten Messor barbarus-Haltern habe ich ähnliches gehört. Bei meinen M. minor hesperius ist es anders. Trotz der großen Kolonie sehe ich aktuell nur eine Ameise an einer Scheibe. Ich konnte sogar schon beobachten, wie die Ameisen im YTONG-Nest "abstürzen."

Schon sehr spannend, wie sich Arten innerhalb einer Gattung unterscheiden!
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrmex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Sonntag 6. November 2016, 13:00

Ein paar kleinere meiner M barbarus sehe ich auch ab und zu an den Scheiben. Manchmal sogar bis unter den Paraffinölrand (den ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr erneuert hab, hält sich aber mit Vaseline gemischt auch länger)
Im Ytongnest hängen sie aber auch gern kopfüber, egal ob beim Ameisenbrotkauen oder um Puppen von Majoren zu halten etc.
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