Messor und Ytong zerfressen.

Alle Arten von Berichten und Beobachtungen, egal ob in der Haltung oder in der Natur.

Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon marcloker » Mittwoch 10. Februar 2016, 21:50

Guten Tag

Ich habe eine Frage bezüglich der Messor Arten.
Ich habe jetzt des öfteren gelesen und gehört das diese das Ytong Nest zerfressen sollen.

Ist das nur wenn das Nest zu klein wird, oder machen sie das auch einfach so? Ist das wirklich so gravierend?
Gibt es vielleicht eine Messorart die das nicht so extrem macht?

Grüße, Marc
  • 0

marcloker
Mitglied
 
Beiträge: 30
Registriert: Samstag 9. Januar 2016, 14:50
Bewertung: 10

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon Colophonius » Mittwoch 10. Februar 2016, 21:54

Hallo,

ich habe es hier ein wenig näher beschrieben. Platzmangel würde ich hier eher ausschließen.
  • 0

Colophonius
 

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon Boro » Donnerstag 11. Februar 2016, 06:52

Hallo marcloker!
Gut möglich, dass Platzmangel bzw. das starke Ansteigen der Populationsgröße eine Rolle spielen. Ich kann nur aus der eigenen Erfahrung sprechen, die Nagetätigkeit hat jedenfalls ein größeres Ausmaß erreicht, zuletzt wurde der Wassertank angenagt, wodurch die Möglichkeit zur Befeuchtung großer Nestteile wegen Überschwemmungsgfahr ausfiel. Das Nest blieb dann staubtrocken, es wurde nur mehr Feuchtigkeit von außen gesprüht. M. barbarus hat die Trockenheit auch vertragen und die Bevölkerungsexplosion nahm ihren Lauf. Derzeit haben wir M. structor, da fällt die "Beißaktivität" offensichtlich geringer aus.
Ich weiß es nicht, aber vielleicht hält ein Gipsnest mehr aus.....
L.G.
  • 0

Boro
Moderator
 
Beiträge: 1106
Registriert: Mittwoch 9. April 2014, 08:13
Bewertung: 2172

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon Reber » Donnerstag 11. Februar 2016, 08:45

Gipsnester halten - zumindest wenn sie dauernd feucht gehalten werden nicht mehr aus als Ytong. Bei mir haben sogar Myrmica cf. rubra Gänge in Gipsnester genagt (Richtung Wassertank).

Sowohl Gips als auch Ytong werden mit der Zeit porös bzw. weich.

Der unter anderem im Ameisenforum angekündigte versuch, die Kammern im Ytong mit Fugenkleber auszustreichen, klingt für mich sehr überzeugend. Der Kleber bleibt auch bei Feuchtigkeit "steinhart" - auch nach langer Zeit! Ich verwende ihn zwar erst kürzlich bei Ameisen und nur um für den Arenaboden. Aber in den ständig feuchten Pfeilgiftfroschterrarien tat und tut er gute Dienste als Rückwand!
  • 0

"Obgleich die Welt ja, so zu sagen,
Wohl manchmal etwas mangelhaft,
Wird sie doch in den nächsten Tagen
Vermutlich noch nicht abgeschafft."
Benutzeravatar
Reber
Moderator
 
Beiträge: 1125
Registriert: Mittwoch 9. April 2014, 15:31
Wohnort: Bern
Bewertung: 2402

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 11. Februar 2016, 09:01

Die Amis und Kanadier zB bauen gerne ganze Nester aus Fliesen-Fugenmasse. Dort ist offenbar die Gips- und Ytongtaktik nicht so verbreitet.
Der Vollständigkeit halber muss ich noch sagen, dass das Nest meiner Messor noch innen mit Gips ausgestrichen ist. Zum einen, um die Poren etwas zu minimieren und zum andern, um eine etwas härtere Schicht darüber zu legen.
  • 0

Benutzeravatar
Trailandstreet
Mitglied
 
Beiträge: 1046
Registriert: Mittwoch 9. April 2014, 21:02
Wohnort: Ho'mbua
Bewertung: 1379

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon fehlfarbe » Donnerstag 11. Februar 2016, 12:42

Bei mir haben sie auch recht früh angefangen, sich durch den Ytong in den Wassertank zu knabbern. Als ich den Wassertank mit Gips ausgegossen habe, wurde der auch sehr schnell wieder zerfressen. Gipsnester wurden bei mir sogar von Lasius flavus und Lasius niger zerfressen. Als ich die Messor dann in ein neues Nest aus Dentalgips umgesiedelt habe, wurde komischerweise nichts mehr angeknabbert, aber eventuell lag es auch nur an der Größe des Nests. Fugenmasse / Fließenkleber haben sie, so weit ich mich erinnere, aber nie zerknabbert.
  • 1

Benutzeravatar
fehlfarbe
Mitglied
 
Beiträge: 120
Registriert: Donnerstag 10. April 2014, 10:02
Wohnort: Dresden
Bewertung: 279

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon marcloker » Donnerstag 11. Februar 2016, 19:03

Hallo

Mein geplantes Ytong Nest sieht so aus.

Ein 60x30x30 Aquarium mit 3 Seiten mit Ytong. Jede Seite einzeln anschließbar über einen Schlauch.
Auf dem Aquarium wollte ich nachher einfach eine Glasscheibe mit Gazelöchern legen. So sollte ein möglicher Ausbruch verhindert werden falls sich die Ameinsen durch den Ytong beißen.

Kann man das eigentlich irgendwie abschätzen wie lange so ein Nest "leben" würde? Würden die nur Löcher hier und da reinbeißen, oder es zu Staub zerbröseln bis sie nicht mehr drin leben können?
Wenn man z.B. sagen könnte, von der Größe her und dem zu erwarteten Beißverhalten hätte ich die nächsten 3 oder 4 Jahre ruhe, dann könnte ich damit gut leben.
  • 1

Dateianhänge
12666495_534681046693141_695877937_n.jpg
12659856_534681073359805_1677626390_n.jpg
marcloker
Mitglied
 
Beiträge: 30
Registriert: Samstag 9. Januar 2016, 14:50
Bewertung: 10

Re: Messor und Ytong zerfressen.

Beitragvon Colophonius » Freitag 12. Februar 2016, 13:15

Hallo,

dass sie es "zu Staub zerbröseln" halte ich für eher unwahrscheinlich. Die Ameisen wollen das Nest erweitern und nicht zerstören. Ein oft beobachtetes (von verschiedenen Haltern so berichtet) Phänomen ist, dass die Ameisen sich bis zur Glasscheibe durchbeißen und dann dort selbst Kammern anlegen.

Je nach Art sollte das Nest wohl drei Jahre reichen können.
  • 0

Colophonius
 


Zurück zu Haltungserfahrungen, Naturbeobachtungen, Reiseberichte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron
Reputation System ©'