Prototyp Reagenzglasnest

Hier können Fragen rund um Formicarienbau, Einrichtung und Zubehör gestellt werden.

Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Xeras » Dienstag 24. März 2015, 11:34

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Grüße Euch,

Wollte hier meine Experimente mit Nestern aus Schläuchen, Schlauchverbindern und Reagenzgläsern posten.
Momentan sieht es noch recht "arm" aus.

Prototyp Reagenzglassystem.jpg


Mit einem Nest kann es dann so aussehen :

Lasius cf. flavus.jpg


Und so kann es aussehen wenn man es erweitert.

Lasius flavus im RG-Nest.jpg


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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Hoffer » Dienstag 24. März 2015, 13:26

Hallo!
Das Problem bei deinem Experiment ist meiner Meinung nach die fehlende Luftzufuhr...

LG
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Trailandstreet » Dienstag 24. März 2015, 13:56

Was ist das Endprodukt denn jetzt? Ein RG-Nest mit Ytong-Nest oder sollte der Ytongbereich eine Arena darstellen?
Oder ist es etwa nur für L flavus gedacht, die befinden sich eh sozusagen nur im Nest.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Xeras » Mittwoch 25. März 2015, 11:03

Grüße Euch ,

das untere Foto ist zur Zeit das Endprodukt.Ich wende es beabsichtigt bei Lasius flavus an ,da sie ( wie Trailandstreet schon vermerkt hat) meist unter der Erde leben. Es soll ein "unterirdisches" Nest nachahmen.Die Luftzufuhr reguliere ich durch regelmäßigen RG Wechsel und das Nest an sich ist auch nicht 100 %-ig "Wasserdicht" wodurch Luft auch durchgehen müsste.Die kleinen entwickeln sich bis jetzt auch super.Leider habe ich Probleme in diesen RG-System Springschwänze anzusiedeln.Bei mir im Garten sind meist silbernde anzutreffen( in den L. flavus Nestern).Zwei konnte ich zufügen die auch lange überlebt haben aber keine Nachkommen gebildet haben. :(

MfG Xeras
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Reber » Mittwoch 25. März 2015, 13:00

Du könntest auch für Luftzufuhr sorgen, in dem du an einem Schlauchende statt eines Reagenzgalses einfach (Aquarienfilter-)Watte anbringst. Oder mit einer dünnen Nadel Löcher in einen der Schläuche bohrst.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 25. März 2015, 14:12

man könnte ja ab und zu ein T-Stück bzw ein Kreuz mit einem offenen Ende einbauen. Das dann mit Gaze oder Watte verschließen.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Xeras » Mittwoch 25. März 2015, 14:44

... beides interessante Ideen, allerdings, wie ist es dann mit den Springschwänzen und Wurzelläusen die noch auf den Plan stehen? Kellerasseln hätte ich auch gerne mit dabei.

MfG
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon NIPIAN » Mittwoch 25. März 2015, 19:22

Hoi,

ich halte die stabile Besiedlung von deinen genannten Mitbewohnern in einer derartigen Konstruktion für nicht möglich, schon alleine wegen des mangelnden Platzes. Worauf basierend bist Du auf diesen doch recht verwegen klingenden Plan gekommen? Wie wirst Du z.B. die Zufuhr von pflanzlichen Material bewerkstelligen, ohne dass das Schimmelproblem überhand nimmt? Bist Du der Meinung, dass sich da ein Gleichgewicht einstellen wird? Hast Du mit einem derartigen Projekt bereits Erfahrung, oder irgendwo etwas darüber gelesen?
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 25. März 2015, 20:46

Wenn ich mir das Ganze so ansehe, komme ich mehr und mehr zu der Ansicht, dass die vielen RGer gar nicht nötig sind. Evtl zusätzlich als Tränken, aber sonst haben sie ja das Ytongnest. Vielleicht ließe sich da eher an der Form der Gänge etc verbessern, dann müsste doch das evtl besser laufen.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Xeras » Mittwoch 25. März 2015, 22:53

@ Nipian ,

wo befürchtest Du die Schimmel Entwicklung? Ich hatte bis jetzt nur einmal den Fall und zwar im RG das ich dann ausgetauscht habe.In den Schläuchen schimmelt es bis jetzt noch nicht.Springschwänze kann man so zuführen, bei den Wurzelläusen komm ich im Moment nicht weiter. Muss mich da noch mehr durchlesen. Platz ist eine Frage der Schlauchlänge.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Reber » Donnerstag 26. März 2015, 02:16

Ich halte das Wurzellausprojekt auch für sehr schwierig bis unmöglich. Springschwänze sind aber sicher kein Problem.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 26. März 2015, 09:21

Ich hab heuer eine meiner Lasius niger Kolonien, die letztes Jahr gegründet hatten in einen Topf, bzw eine Schale auf dem Balkon verfrachtet. Es ist die Gyne, der ich die restlichen Arbeiterinnen der verstorbenen und gefressenen Königinnen untergejubelt hatte.
Ich bin schon gespannt, ob sie dort auch Blattläuse pflegen werden. Es müsste normal gehen, da das ja die Formica im Kräutertopf auch gemacht haben.
Bepflanzt ist die Schale mit drei kleinen Ahornbäumen. Da wüsste ich auch, wo ich ggf Blattläuse her bekomme.
Bei Wurzelläusen würde ich auch sagen, dass das wohl nur mit naturnaher Umgebung, also im Boden funktioniert. Ob sich das so nachstellen läßt, bezweifle ich auch.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Xeras » Donnerstag 26. März 2015, 11:27

Da sich das mit den Wurzelläusen so kompliziert anhört wäre nur noch eine Alternative ein durchsichtigen Blumentopf aus Glas zu wählen.Allerdings besteht da nun die Gefahr dass die kleinen in den Topf umziehen und es wäre dann kein reines RG-Schlauch System mehr.Der Topf ist dann ja die Arena.Achja... die RGläser dienen der Fütterung von daher sind sie nicht ganz unnütz. :D
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 26. März 2015, 12:12

Zur Fütterung, klar! Das ist sicher praktischer als jedes mal das Nest zu öffnen.
Was den glädernen Blumentopf angeht, diese Überlegung habe ich schon lange. Etwa so einen, wie es für Orchideen zB gibt. diese langen, fast röhrenförmigen "Vasen".
Die hätte ich einfach mal in der unteren Hälfte befüllt und bepflanzt. Am oberen Rand ließe sich noch gut Paraffin anbringen und fertig.
Eine Möglichkeit wäre noch, evtl einen Kern aus Ytong oder anderem Material einzubringen, um sie etwas dazu zu zwingen, am Glas zu graben.
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Re: Prototyp Reagenzglasnest

Beitragvon Reber » Donnerstag 26. März 2015, 15:41

Schon die oberirdische Haltung von Blatläusen, ist im Zusammenhang mit Ameisen extrem schwierig. Öfters im Gespräch war in letzter Zeit z.B. die Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum?), die auch als Futter für Pfeilgeiftfrösche und Vögel gezüchtet wird. Hier gibts eine Zuchtanleitung: http://www.vogelzucht.hoeniges.eu/erbsenblattlaus.html
Wichtig und anspruchsvoll ist hier vorallem, dass die Tiere an Pflanzen saugend gereicht werden. Dafür benötigt man aber genügend Platz, gutes Substrat (wo die Ameisen nicht einziehen?) und vorallem sehr viel und lange Licht und Pflanzennachschub. Aber auch damit ist nicht entschieden, ob die Ameisen die Erbsenläuse nicht einfach fressen.

Auf dem Balkon funktioniert das Zusammenspiel aber tadellos, weil sich die Blattläuse selber ansiedeln, wenn man nichts dagegen unternimmt (bei mir z.B. an Rotem Klee und an Wegwarten). Wurzelläuse sind, soviel ich weiss, Blatt-, Woll- und Schildlausarten, die je nach Jahreszeit in den Untergrund wechseln. Sie benötigen wohl auch entsprechende Wirtspflanzen-Wurzeln...
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