Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Interessante und neue Themen aus "Wissenschaft und Medien"

Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Diffeomorphismus » Samstag 10. Mai 2014, 19:12

Hallo,

anbei ein paar Links zu neuen wissenschaftliche Erkenntnissen bezüglich Ameisen:

Spatiotemporal resource distribution and foraging strategies of ants

Ant runners: an analysis of running speed of Leptogenys processionalis

Ants are less aggressive when overwhelmed by strong odour

Abschließend der Link zu einem Vorschlag für ein einfaches Experiment mit Ameisen:

Do Ants Dig Better In Light Or Dark Science Fair Project

Viel Freude beim Lesen,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Diffeomorphismus » Dienstag 13. Mai 2014, 14:45

Hallo,

um nicht für jeden Hinweis auf eine neue Veröffentlichung ein eigenes Thema erstellen zu müssen, werde ich für diesbezügliche Hinweise in Zukunft diesen Thread verwenden. Natürlich ist jeder dazu eingeladen, uns mit Hinweise auf Neuigkeiten aus der Welt der Myrmekologie zu erfreuen! Bei Bedarf kann ja auch noch eine Diskussion eröffnet werden.

Zum Thema:

Dopamine turns worker ants into warrior queens

Grüße,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Diffeomorphismus » Mittwoch 14. Mai 2014, 21:45

Hallo,

was kann man in Bezug auf eine Massenpanik in einem Stadion von Ameisen lernen? Die Antwort gibt es hier:

Want to Get Out Alive? Follow the Ants (Ants show that emergency exits can work better when they’re obstructed)

Grüße,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Diffeomorphismus » Montag 19. Mai 2014, 17:05

Hallo,

da man bei dem momentanen warmen Wetter eher etwas träge wird, gibt es heute zwei Videos. Also zurücklehnen und zuschauen/zuhören. ;)

What Ants Can Tell Us About the Internet



Grüße,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 9. Juli 2014, 22:43

Hygiene im Nest erhöht die Überlerbensrate der Kolonie

In einer belgischen Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Hygiene in der Kolonie und die damit verbunden Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere ermittelt.
Hierbei wurde vor allem der Abtransport toter Tiere aus der Kolonie in Betracht gezogen

http://www.wissenschaft-aktuell.de/arti ... 89596.html
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Entfernen von Leichen erhöht Überleben von Ameisen

Beitragvon JoeLePaul » Freitag 11. Juli 2014, 10:37

Hallo zusammen,

folgende Publikation ist neu rausgekommen: http://rsbl.royalsocietypublishing.org/ ... hort?rss=1

Keep the nest clean: survival advantages of corpse removal in ants
Sociality increases exposure to pathogens. Therefore, social insects have developed a wide range of behavioural defences, known as ‘social immunity’. However, the benefits of these behaviours in terms of colony survival have been scarcely investigated. We tested the survival advantage of prophylaxis, i.e. corpse removal, in ants. Over 50 days, we compared the survival of ants in colonies that were free to remove corpses with those that were restricted in their corpse removal. From Day 8 onwards, the survival of adult workers was significantly higher in colonies that were allowed to remove corpses normally. Overall, larvae survived better than adults, but were slightly affected by the presence of corpses in the nest. When removal was restricted, ants removed as many corpses as they could and moved the remaining corpses away from brood, typically to the nest corners. These results show the importance of nest maintenance and prophylactic behaviour in social insects.


Daher denke ich, ist es immer gut, den Ameisen mehr Platz zur Verfügung zu stellen - was zum Beispiel auch ein offenes gegenüber einem geschlossenen RG bevorzugen sollte.

Gruss
Joe
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 3. Dezember 2014, 16:31

Ameisen spielen eine nicht unwichtige Rolle, unsere Städte sauber zu halten, wie diese Studie aus NY zeigt.

Ich hab diesen Artikel im englischsprachigen formiculture -forum aufgeschnappt. Weitere Links gibts auch hier
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Merkur » Freitag 19. Dezember 2014, 17:16

„Ameisen stehen auf die neue 3D-Miniaturkraftmessplattform der Universität Jena“
http://www.hbm.com/de/menu/anwendungen/ ... taet-jena/

Kommt mir als Nachricht interessant vor. Das erste Bild zeigt zwar Oecophylla sp. , aber gearbeitet wird mit Formica polyctena.

MfG,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Reber » Samstag 27. Dezember 2014, 02:12

Ameisen mit Linksdrall

Wissenschaftler der University of Bristol haben herausgefunden, dass zumindest Einzelexemplare von Temnothorax albipennis in einem ihnen unbekannten Labyrinth überwiegend nach links abbiegen. Die Forscher vermuten, [quote]der Linksdrall habe damit zu tun, dass das Hirn der Ameisen die Informationen von beiden Augen unterschiedlich verarbeitet. So nutzen sie das rechte Auge zur Navigation, während sie mit dem linken nach Feinden Ausschau halten.[/quote

https://www.wired.de/collection/latest/ ... linksdrall
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"Obgleich die Welt ja, so zu sagen,
Wohl manchmal etwas mangelhaft,
Wird sie doch in den nächsten Tagen
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Reber » Samstag 27. Dezember 2014, 12:59

Bei bestimmten invasiven Ameisen scheinen sogenannte „springende Gene“ (TE, Transposable Elements) eine wichtige Rolle für die Entwicklung von genetischen Veränderungen zu spielen. Zu diesem Schluss sind jetzt Forscher der Universität Regensburg gekommen. Die Zoologen um Lukas Schrader, Dr. Jan Oettler und Prof. Dr. Jürgen Heinze haben zwei invasive Populationen der Art Cardiocondyla obscurior untersucht. Ihre Forschungsergebnisse sind vor Kurzem in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen.


Pressemitteilung der Uni

Artikel in PDF
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"Obgleich die Welt ja, so zu sagen,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Merkur » Samstag 27. Dezember 2014, 16:07

Vielen Dank, Reber, für den Hinweis auf diese sehr wichtige Arbeit!
Schrader, L. et al. (2014) :Transposable element islands facilitate adaptation to novel environments in an invasive species.- Nat. Commun.5:5495
doi: 10.1038/ncomms6495.

„Springende Gene“ (Transposons) wurden erstmals bereits 1948 von Barbara McClintock bei der Maispflanze entdeckt. Es dauerte bis 1983, bis man die Bedeutung der Entdeckung erkannte und ihr den Nobelpreis dafür verlieh!
Inzwischen weiß man, dass diese Genom-Elemente sehr weit verbreitet sind, und dass sie entgegen einer lange Zeit vertretenen Meinung doch eine Menge diverser Effekte bewirken können: http://de.wikipedia.org/wiki/Transposon

Nun also auch bei einer Ameisenart, Cardiocondyla obscurior, wo es bisher schwer erklärlich war, wie die zwangsläufig genetisch verarmten, kleinen Gründerpopulationen dennoch invasives Verhalten entwickeln können. Da werden mit Sicherheit weitere Arbeiten folgen und vielleicht auch eine Erklärung z. B. für die explosive Ausbreitung von Linepithema humile im Mittelmeerraum liefern können.

Es lohnt sich, das PDF der Originalarbeit aufzuschlagen, auch wenn man nicht alle Einzelheiten versteht (es würde auch mich viel Zeit kosten, die Untersuchung einigermaßen vollständig nachzuvollziehen): Schon die große Zahl von 16 (!) Mitautoren von verschiedenen Universitäten aus USA, Deutschland, England und Finnland zeigt, welch enormer Aufwand getrieben werden musste.- Auch die Diskussion ist lesenswert und relativ leicht verständlich.

MfG,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Emse » Montag 29. Dezember 2014, 10:46

Reber hat schon über den beobachteten "Linksdrall" bei Temnothorax albipennis berichtet.

Hier ein dazu passender Artikel in SPON:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 10570.html

und hier der Link zur Original-Studie, erschienen in Biology Letters:

http://rsbl.royalsocietypublishing.org/ ... 2/20140945
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Merkur » Montag 29. Dezember 2014, 12:12

Danke an Ameisenfreund für den Link zu SPON! - Nur geht es nicht um das Eindringen in "fremde Nester", sondern um das Erkunden unbekannten Terrains, resp. möglicher Nistgelegenheiten. :roll:
Auch ich habe mich aus Neugier etwas näher mit der Sache befasst. ;)

Aus WIRED: „Jetzt veröffentlichte der Ameisenforscher Edmund Hull von der Universität Bristol eine Studie im Journal Biological Letters, nach der auch Ameisen eine Neigung haben, im Kreise zu laufen.“
Mit „Edmund Hull“ kommt man im Internet nicht weit: Der Autor der Studie heißt Edmund Hunt.
http://www.bris.ac.uk/biology/people/pe ... rview.html

Auf die Spur brachten mich die Ameisenart Temnothorax albipennis und die Uni Bristol:
Dort arbeiten Wissenschaftler um Prof. Nigel Franks seit Jahrzehnten über Orientierung und Nistplatzwahl dieser meist in Felsspalten lebenden Schmalbrustameise. Hunt forscht dort für seine Doktorarbeit.
„24 Dec 2014 My first paper shows that ants have a leftward bias when exploring unknown nest sites. This may have adaptive value rather than being incidental. The ants' eusocial organisation may bring additional benefits to coordinating a bias.
There was a range of media coverage, including: NPR Radio, BBC Radio Bristol, Science News, AFP News”


Die Ergebnisse der Gruppenarbeit von sechs Autoren wurden also gleich wieder von den Medien aufgegriffen, z. B.:
https://www.sciencenews.org/article/roc ... r-crevices, oder nun auch von Spiegel online.

Original-Veröffentlichung: Hunt, ER, O'Shea-Wheller, TA, Albery, GF, Bridger, TH, Gumn, M & Franks, NR 2014, ‘Ants show a leftward turning bias when exploring unknown nest sites’.- Biology Letters, vol 10. Published online December 24, 2014. doi: 10.1098/rsbl.2014.0845.
http://rsbl.royalsocietypublishing.org/ ... 5.full.pdf (oder unter dem von Ameisenfreund geposteten Link).

So läuft das heute in der Wissenschaft!
MfG Merkur (Mit leichtem Kopfschütteln, :crazy: )


Noch etwas zum Thema:
Die Bevorzugung einer Richtung bei Abzweigungen erinnert mich an einen Vortrag von Prof. Rudolf Jander auf irgendeinem Kongress. Es ging darum, mit welcher Strategie eine Ameise möglichst effektiv eine Pflanze nach Beute oder Blattläusen absucht: Sie bevorzugt, stets nach derselben Richtung abzubiegen. Also etwa „links ab“ auf einen Blattstiel; davon links ab auf den Blattrand, im Uhrzeigersinn um das Blatt herum, wieder am Stiel angelangt kommt sie mit einer Linkswendung auf den Stiel, an dessen Basis links ab auf den Stängel, dort bis zum nächsten Blattstiel, links ab, usw., bis sie am Ende wieder am Stängelgrund landet und auf die Spur zum Nest gelangt. (Ich fand nichts dazu bei der Internet-Suche).

Etwas ausführlicher ist das in der folgenden Arbeit dargestellt:
Rudolf Jander (1990): Arboreal search in ants: Search on branches (Hymenoptera: Formicidae). - Journal of Insect Behavior 06/1990; 3(4):515-527. DOI: 10.1007/BF01052015
ABSTRACT Ants (Formicidae) perform two distinct search behaviors for resources: on the ground they use irregular, almost random alternating looping, and on branches and leaves they resort to outline-tracing (arboreal systematic search), whereby [i]the individual systematically turns to one side at bifurcations and to the opposite side when turning about at end points. Experiments with searching Formica pallidefulva and Crematogaster cerasion artificial stick mazes under seminatural conditions demonstrated that bifurcations and end points only trigger turn decisions, whereas an intrinsic mechanism specifies the handedness of such turns. Arboreal homing differs from arboreal searching by a much stronger tendency to rectify paths by counterturning. The theory is advanced that searching on branches by outline-tracing is evolutionarily derived from ranging search by superposing a sustained intrinsic turn bias and by suppressing random turns.[/i]

Ameisenforschung kann schon ganz lustige Wendungen nehmen! :D
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Merkur » Dienstag 20. Januar 2015, 21:11

Temnothorax crassispinus bevorzugt größere Nester

http://link.springer.com/article/10.100 ... 014-0372-4 Hier "Download PDF" anklicken.
February 2015, Volume 62, Issue 1, pp 43-49.

S. Mitrus: The cavity-nest ant Temnothorax crassispinus prefers larger nests.
(Die Hohlräume bewohnende Ameise Temnothorax crassispinus bevorzugt größere Nester.)

Ganz lustig sind die für diese Arbeit im Freiland benutzten künstlichen Objektträger-Nester, die wir in den 1970er Jahren in unserem Labor in Darmstadt entwickelt hatten.
Solche flachen Nester mit einer inneren Höhe von 2.5 bis 3 mm werden von Temnothorax und Leptothorax sehr gerne benutzt. Im Freiland in einer Dichte von 4 pro qm ausgelegt wurden verschieden große solche Nester innerhalb eines Jahres unterschiedlich „gerne“ bezogen.

Objektträgernest.jpg
Objektträger-Nest, hier mit Temnothorax unifasciatus, Foto Buschinger

MfG,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Merkur » Donnerstag 19. Februar 2015, 15:41

Wie verhindern Ameisen bakterielle Infektionen?

Antimikrobielle Peptide bei Ameisen. Camponotus floridanus
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/m ... ues-aus-5/

MfG,
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon NIPIAN » Donnerstag 19. Februar 2015, 17:58

Hoi,

die dazugehörige Publikation findet sich hier zum freien download: http://www.plosone.org/article/fetchObj ... tation=PDF [1]
Recht interessant, wie ich finde. Auch wird kurz angerissen, dass das Immunsystem von Ameisen aus mehreren Komponenten besteht, die auf jeweils unterschiedliche Angriffspunkte der invasiven Mikroben abzielen.

Btw. gibt es auch im menschlichen Körper solche antimikrobiologischen Peptide (z.B. ebenfalls Defensine). Peptide sind kurze Proteinketten und kommen unter anderem in Honig vor - auch als Defensine (z.B. Bee Defensin-1). Nachzulesen hier: http://www.fasebj.org/content/24/7/2576.full.pdf+html [2].
Vielleicht ist Honig unter anderem deshalb besser für die Fütterung geeignet als Zuckerwasser, zumindest was die bakterielle Kontamination im Laufe der Zeit anbelangt, wer weiß^^.


[1] Molecular Characterization of Antimicrobial Peptide Genes of the Carpenter Ant Camponotus floridanus - Carolin Ratzka, Frank Forster, Chunguang Liang, Maria Kupper, Thomas Dandekar, Heike Feldhaar, Roy Gross, PLoS ONE 7(8): e43036. doi:10.1371/journal.pone.0043036
[2] How honey kills bacteria - Paulus H. S. Kwakman,* Anje A. te Velde, Leonie de Boer,* Dave Speijer, Christina M. J. E. Vandenbroucke-Grauls,and Sebastian A. J. Zaat, Published online before print March 12, 2010, doi: 10.1096/fj.09-150789 July 2010 The FASEB Journal vol. 24 no. 7 2576-2582
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Wissen ist Macht und Macht ist Kraft und Kraft ist Energie und Energie ist Materie und Materie ist Masse und deshalb krümmen große Ansammlungen von Wissen Raum und Zeit (Die Gelehrten der Scheibenwelt - Pratchett/Stewart/Cohen)
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Trailandstreet » Montag 6. April 2015, 18:58

Ich hab diesen Artikel zwar schon in englisch gesehen. Heute ist er mir aber noch in deutsch untergekommen
http://www.spektrum.de/news/feuerameise ... er/1340702
Hierbei wird die verminderte Brutpflege des Breitschnauzenkaimans bei Einwirkung von Solenopsis invicta behandelt. Im weiteren werden auch die Eier und Jungtiere angegriffen.
Hier der englische Artikel http://www.bioone.org/doi/10.1670/12-279
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Reber » Donnerstag 23. April 2015, 08:43

Wer krank ist, sollte sich selbst gut pflegen und Kontakte möglichst meiden, um niemanden anzustecken. Mit Krankheitserregern infizierte Ameisen praktizieren diesen guten Rat, wie Forscher herausgefunden haben.


Artikel aus der Tierwelt
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Reber » Montag 27. Juli 2015, 12:45

Zoologen der Universität Regensburg haben in Kooperation mit Forschern aus Jena, Spanien, den USA und Neuseeland eine neue Bakterien-Art entdeckt, die in den Zellen der invasiven Ameise Cardiocondyla obscurior lebt. Die Bakterien tragen demnach zur Gesundheit und Entwicklung der Ameisen bei.


http://www.mittelbayerische.de/wissen-n ... 61988.html
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Re: Ameisen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Merkur » Montag 27. Juli 2015, 13:40

Anmerkung zu dem neu entdeckten Bakterium bei Cardiocondyla obscurior:

Die Original-Pressemitteilung der Uni Regensburg:
http://www.uni-regensburg.de/pressearch ... 17056.html

Abstract der Publikation:
http://www.nature.com/ismej/journal/vao ... 5119a.html

Etwas merkwürdig erscheint uns der dreigliedrige Name „Candidatus Westeberhardia cardiocondylae“:
An mehreren Stellen erscheint er in der gewohnten binominalen Form mit Gattungsnamen Westeberhardia und Epithet cardiocondylae.

Die Erklärung findet sich in den Regeln zur Nomenklatur der Bakterien: Da das Bakterium bisher nicht außerhalb des Wirtsorganismus kultiviert werden kann, wird es nicht einer Art zugeordnet, sondern als „Candidatus“ beschrieben, sinngemäß "Anwärter" auf den angegebenen Namen.
Beispiel: https://de.wikipedia.org/wiki/Candidatu ... mikurensis

MfG,
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