Ameisenshops: Kritik und Diskussion

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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Emse » Dienstag 13. Dezember 2016, 22:43

Merkur hat geschrieben:Wie man einen Fütterungskäfig mit lebenden Insekten für Ameisen als "Mausoleum" bezeichnen kann, erschließt sich mir nicht.

Ich nehme an, Du meintest diesen ("Fütterungskäfig") hier: https://www.gamergate.com.au/new-blog/2 ... -prototype

Die Überschrift des von Dir zitiertem Wikipedia-Artikels beschreibt es schon ganz gut: "Ein Mausoleum ist ein monumentales Grabmal in Gebäudeform." Obwohl mich der Gegenstand eher an Schneewittchens gläsernen Sarg erinnert, in diesem Fall aber wohl für einen "flotten Käfer" konstruiert. ;) (Und damit auch gut in diesen Thread passen könnte: viewtopic.php?f=31&t=692 :D )

Btw: Der Shop scheint gut zu laufen, vermeldet derzeit ein fast vollständiges "SOLD OUT": https://www.gamergate.com.au/ants/
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Teleutotje » Mittwoch 14. Dezember 2016, 08:23

Two days ago, an Australian shop, Gamergate, posted a message that they got the official permits from the Australian goverment to export Australian ants. This under strict regulations, in close cooperation with official instances, with regular inspections,.... And they are only permitted to collect ants on their own properties. Nowhere is there any remark about importation rules in other countries.......

Yesterday I could still see their homepage but not today.......

Edit: Just seen: Emse posted it already yesterday.....
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Merkur » Mittwoch 14. Dezember 2016, 09:52

Die Fachkenntnis der Betreiber lässt sich rasch testen:

Rhytidoponera sp.
Colonies can be large with several queens or gamergates….
Unter Auswahl: Polygamous queen only x 2


"Rhytidoponera sp.": Es gibt recht gute Bestimmungsliteratur für australische Ameisen. Viele Rhytidoponera sind im AntWiki abgebildet.

"Queens (also entflügelte Gynomorphe) oder Gamergate, oder beides?" – Kommt alles vor bei Rhytidoponera. Wenn man sie als unbestimmte Art anbietet, ist man natürlich auf der sicheren Seite. Aber woher weiß der Händler, ob seine Rhytidoponera sp. nun monogyn oder polygyn ist?
Laut AntWiki vermehren sich die Kolonien mit Gamergaten nur über Koloniespaltung. Einzelne Gamergate dürften nicht leicht zur Koloniegründung zu bewegen sein.

"Polygamous queen x2": Die ist also von mehreren Männchen begattet? – Gemeint ist sicher, dass man mit 2 oder 3 queens eine polygyne Kolonie gründen kann.

Es ist bestimmt eine „Herausforderung“, so etwas zu halten. ;)

MfG,
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 14. Dezember 2016, 15:05

So etwas, wie dieses Mausoleum wollte ich mr auch schon mal basteln, allerdings für meine Balkonkolonie, um zu verhuindern, dass ihnen die Mehlwürmer von den Vögeln weggefressen werden.
Vielleicht komm ich ja noch dazu bis nächstes jahr ;)

Hm? Eine meiner Myrmica Gynen ist wohl auch polygam, bei der finde ich jedes Jahr, immer wieder einige Männchen.
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Merkur » Mittwoch 14. Dezember 2016, 15:31

Die Idee hat man gerne umgesetzt, wenn es galt, kleinere Tierleichen von Waldameisen vorsichtig skelettieren zu lassen. Richtig durchgeführt, wurde damit verhindert, dass die Ameisen die abgenagten Knöchelchen als Nestmaterial verwendet haben. Zusammensetzen musste man das Skelett dann allerdings auch noch. Ein Holzkistchen mit passenden, nicht zu großen Löchern, nahe beim Nest unter Reisig versteckt, hat funktioniert. Manche haben den "Sarkophag" auch im Nesthügel vergraben, was aber heute verboten ist. ;)

(Sarkophag ist übrigens griechisch für "Fleischfresser". Auch bei den antiken Sarkophagen war unten ein Loch, durch das die Brühe ablaufen und die Maden rauskriechen konnten; das Skelett blieb zurück. Das Gamergate - "Mausoleum" soll eben diesem Zweck dienen, die Chitinteile zurückhalten und den Ameisen erlauben, das Fressbare wegzutragen. Somit wäre "Sarkophag" die treffendere Bezeichnung. :D )

MfG,
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Emse » Sonntag 18. Dezember 2016, 20:46

Herstellung und Verkauf von "Gelfarmen" scheinen auf dem Weltmarkt noch immer eine gute Einnahmequelle zu sein.
Hier ein "ganz besonders schönes" Produkt: https://m.de.aliexpress.com/item/32674569899.html :(
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Trailandstreet » Montag 19. Dezember 2016, 09:43

Aber auch die klassischen Gelfarmen werden immer "ausgeklügelter.
Jetzt schon als "Live Ant Habitat" angeboten!
Da finde ich diese Arena mit der Tränke schon besser.
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Reber » Montag 19. Dezember 2016, 12:37

ebd.
Wie ameisen tunnel direkt vor deinen augen. Es ist lustig, faszinierend und große bildungs - spielzeug für kinder.
:(

Der "Gipfel" ist allerdings der Anhänger mit Einzelhaft bei Licht und Erschütterung. Für mich nichts anderes als Tierquälerei. Leider wird das mit anderen Arten noch übertroffen. In einigen Ländern werden (wurden?) sogar lebende Goldfische, Wasserschildkröten, Molche, Frösche etc. in Minibehältern als Schlüsselanhänger angeboten.

Da bleibt noch einiges zu tun bei der Bildung...
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Wird sie doch in den nächsten Tagen
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Merkur » Montag 19. Dezember 2016, 17:53

zur „Gamergate“-Exportlizenz für Ameisen aus Australien ( viewtopic.php?f=31&t=1068&p=13314#p13292 )

Unter dem folgenden Link ist der Antrag („proposal“) von „Mr Brendon Cameron of the company Fluyt“ auf Exportlizenz für australische Ameisen nachzulesen:
http://www.environment.gov.au/system/fi ... l-2016.pdf

Ameisen, ausschließlich Königinnen nach dem Hochzeitsflug, sollen auf zwei der Firma gehörenden Flächen von je 4000 acre gesammelt werden (das sind zusammen ca. 32 qkm oder 3200 ha).
Anhang A listet 18 Gattungen auf, ohne Artangaben. Jede beliebige Art aus diesen zum Teil artenreichen Gattungen soll zum Sammeln und Versand freigegeben werden. Unter den Gattungen sind Aphaenogaster, Camponotus, Cerapachys, Iridomyrmex, Meranoplus, Monomorium, Myrmecia, Oecophylla, Polyrhachis, Rhytidoponera u. a..
Ich weiß nicht, welche Arten aus diesen Gattungen in Victoria, dem südlichsten Staat Australiens, vorkommen, doch die Gattung Oecophylla mit der einzigen australischen Art O. viridis ist dort mit Sicherheit nicht vertreten! (S.O. Shattuck, Australian Ants, 1999).

Aus jeder Gattung und beliebigen darin enthaltenen Arten werden jährlich insgesamt maximal 100 Königinnen gesammelt und versandt, zumeist in den wärmeren Monaten von September bis April, je nach Schwarmzeiten. (Da dies missverstanden wurde: Bei 18 Gattungen könnte der Händler insgesamt 1.800 Königinnen exportieren, minus der in Victoria nicht vorhandenen Gattung Oecophylla: Bleiben 1.700 Königinnen).
Wenn die Artzugehörigkeit eines Exemplares dem Antragsteller unbekannt ist, wird er es vor dem Export bestimmen lassen.

Die Lizenz durch das austral. Umweltministerium entspricht dem Antrag. Sie kann hier aufgerufen werden:
https://www.legislation.gov.au/Details/ ... 4/Download

Unter den Bedingungen der Genehmigung finden sich folgende:
- Nur Exemplare von solchen Arten können exportiert werden, die in einer wiss. Veröffentlichung beschrieben und benannt sind. (Es sollten also keine „Genus sp.“- Tiere gehandelt werden, unter denen sich ja noch unbeschriebene Arten verbergen könnten).
- Zu Beginn dürfen nur Exemplare aus der unter WTO genehmigten Artenliste exportiert werden. (Nota bene: Der Antrag umfasst eine Liste von Gattungen und nennt keine einzige Art!). – Zusätzliche Arten und Familien (sic!) können nur nach vorheriger Genehmigung des Department of the Environment and Energy exportiert werden.
- Exakte Aufzeichnungen müssen erstellt und aktuell gehalten werden und sie müssen alle für die Berichte notwendigen Informationen umfassen.
- Außer den jährlichen Berichten wird Fluyt auf Anforderung Berichte zu anderen Terminen erstellen.
- Die Genehmigung gilt für drei Jahre.

Abgesehen von den Unklarheiten bzw. faktischen Fehlern, die ich im obigen Text rot markiert habe, möchte ich bemerken, dass aus meiner Sicht der australischen Ameisenfauna durch die Entnahme der Tiere im vorgesehenen Umfang keine Schäden entstehen dürften.

Unberücksichtigt sind eventuelle Folgen der Importe in den Zielländern. Es ist deren Sache, Importlizenzen zu vergeben (in der EU meines Wissens nicht erforderlich; ein Import in die USA dürfte nicht genehmigt werden).

Bei den Importen ist neben möglichen Schäden durch die importierten Ameisen selbst auch zu berücksichtigen, dass Ameisen (wie andere Tiere und Pflanzen) Endoparasiten und Krankheitserreger enthalten können, die unter Umständen auf die im Zielland einheimischen Arten überspringen können. Ameisen sind dahingehend kaum untersucht, doch sei an die in australischen Myrmecia sp. nachgewiesenen Gregarinen (Mattesia sp.) erinnert:
http://www.ameisenwiki.de/index.php/Mattesia_geminata
sowie: http://www.ameisenwiki.de/index.php/Kra ... on_Ameisen
Leider gibt es seit jener Zeit keine weiteren Untersuchungen über Gregarinen, und nur wenige über sonstige Parasiten in Ameisen, was jedoch nicht heißt, dass es solche nicht mehr gibt! :roll:

(OT: Unterzeichnet ist die Lizenz von einem "Paul Murphy, Assistant Secretary, Wildlife Trade and Biosecurity”. Man sollte dabei nicht an Murphy’s law denken! :D )

MfG,
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Merkur » Freitag 23. Dezember 2016, 15:50

Es scheint Unklarheiten über die Verbreitung von Oecophylla smaragdina in Australien zu geben. Hier ist ein Link zu einer Verbreitungskarte der Art in SE-Asien und Australien. In Victoria fehlt sie definitiv, aus klimatischen Gründen: Es ist eine Art der feuchten Tropen!

Allerdings könnte der Händler aus Victoria, der ja bereits seit Jahren mit australischen Ameisen im Land handelt, sich Oecophylla aus dem Norden zusenden lassen und dann vom Firmensitz aus exportieren: Seine Lizenz lautet auf „Oecophylla“, und ob Zollbeamte deren Verbreitungsgebiet kennen, also wissen, dass die Art nicht aus Victoria stammen kann, darf bezweifelt werden, wenn diese Tatsache nicht einmal der für die Ausstellung der Lizenz zuständigen Behörde bekannt ist. (Beantragt und bewilligt sind ja Sammeln und Export der Tiere ausschließlich vom Privatgelände der Firma in Victoria).

Einschränkend muss man allerdings sagen, dass O. smaragdina nach meinen eigenen Beobachtungen in Thailand 2001 sehr schnell mit der Koloniegründung beginnt: Nachdem ich um Mittag eine noch geflügelte Gyne auf den Stufen zu einem Tempel gefunden hatte, war sie bis zum Abend entflügelt und hatte bereits 10 Eier gelegt!
Ob solche „Schnellstarter“ dann mit ihrer ersten Brut zwei oder drei Transporte bis zum Endabnehmer unbeschadet überstehen, möchte ich bezweifeln. (Bei mir lief alles im Sammel- und Transportröhrchen ab, bis ich es im Labor in einen Brutschrank legen konnte). Mit den ersten Arbeiterinnen mag ein Versand besser gehen; es gibt Berichte über erfolgreiche Haltung der Art in D. Aber die Lizenz erlaubt ausschließlich den Export von Königinnen, nicht von jungen Kolonien.

MfG,
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Teleutotje » Samstag 24. Dezember 2016, 00:53

Now, that Oecophylla problem was also the first thing that bothered me from the moment I saw they have the licence. Maybe somebody like Shattuck should be send to the goverment to point out the problems with the list of species/genera....
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Emse » Montag 26. Dezember 2016, 19:02

Schon wieder ein neuer Ameisenshop in der Schweiz?

Neuerdings sind bei manchen Ameisenshops Zweignestbildungen zu beobachten! ;)

Hier schlummert (nach antshop.ch und ameisenshop.ch) ein weiterer Schweizer Ameisenshop in der Schublade: https://www.ameisenhaltung.ch/

Sieht aus, als wäre er mit ameisenshop.ch und MyAnts Deutschland verbandelt: https://www.ameisen.shop/
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Emse » Mittwoch 28. Dezember 2016, 18:23

Der Shop hat seine Pforten eröffnet!

Und Reber hatte in seinem Kommentar zu meinem letzten Beitrag Recht, es werden hauptsächlich bereits eingewöhnte "funktionierende" Kolonien samt ihres Habitats angeboten, zur Selbstabholung.

Aus einem Werbetext der Seite:
Etwa 90% der gekauften Ameisenkolonien sterben im ersten Haltungsjahr!
Die Ameisenarten entwickeln und vermehren sich kaum und überleben wegen Überbehütung, falschem und eventuellem, unnötigen Zubehör oder Unsicherheiten der Ameisenhalter kaum.

Ein unserer KomplettSet ist genau auf die Bedürfnisse der einzelnen Ameisenkolonie abgestimmt.
Die enthaltene Ameisenkönigin und Arbeiterinnen Ameisen fühlen sich darin sehr wohl und deshalb entwickeln sie sich prächtig. Es handelt sich bei jedem einzelnen Set um ein aus unserer Erfahrung zusammengestelltes, eingerichtetes KomplettSet und eine sehr stabile Ameisenkolonie, die dem Ameisenfreund einige Jahre Freude bereiten kann. Sie schonen damit schon im vornherein, beim Kauf eines unserer Komplett NestSets Ihr Geld und Ihre Nerven. Des weiteren haben die Ameisenkolonien nicht mehr eine hohe Sterberate von 90% - sondern eine nachhaltige Überlebensrate von 90%


Die Preise der einzelnen "Sets" sind erst nach einer Anmeldung im Shop ersichtlich.
Viel Spaß beim stöbern! :)
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Merkur » Mittwoch 1. März 2017, 12:18

Um die Liste mal zu verlängern, anscheinend neu:
Die Ameisen-Boutique, erster Shop in Norddeutschland.

Bsp.: Zuckerlösung gelb - 10ml, € 1,99. - Mit Lebensmittelfarbe eingefärbte Invertzuckerlösung, als optischen Anreiz in der Arena oder zum experimentieren. Helle Arten, wie z.B. Lasius flavus, haben nach der Aufnahme der Lösung ein gefärbtes Gaster:). Abgefüllt in praktischer 10ml Tropfflasche.
Auch diverse Honige gibt es je 10 ml zum gleichen Preis.
MfG,
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Reber » Mittwoch 1. März 2017, 12:53

Stolze Preise, wenn man bedenkt, dass man das Kilo Honig, also 1000 g in der teuren Schweiz für etwa 25.- Euro kriegt. Ohne Lebensmittelfarbe natürlich...

Ich habe die Liste ergänzt. Es gibt inzwischen fast doppelt soviele Ameisenshops im deutschen Sprachraum, wie Ameisenforen. :fettgrins:

Edit: Nach guter Absicht klingt jedenfalls der Hinweis:
Wir möchten Euch weder unnötige Produkte verkaufen, noch falsche oder fehlerhafte Informationen verbreiten. Wir sind der Meinung, das man als verantwortungsbewusster Mensch sich vor dem Anschaffen einer neuen Tierart im Vorfeld über dessen Bedürfnisse und Eigenheiten informieren sollte. Weiter unten nennen wir Euch einige gute Seiten zum Thema Haltung auf denen Ihr euch belesen könnt. Selbstverständlich könnt Ihr uns bei Problemen oder Sorgen kontaktieren oder uns Fragen zu einzelnen Produkten stellen, wir werden versuchen sie zeitnah zu beantworten.
(...)
Wir möchten Euch an dieser Stelle auf die unterschiedlichen Foren oder Facebookgruppen hinweisen. Dort findet ihr nützliche Tips und auch viele Haltungsberichte der einzelnen Arten. Viele Informationen findet Ihr in den großen Foren wie http://www.eusozial.de, http://www.ameisenforum.de oder http://www.ameisenportal.de

Ebenso gut sind die großen Facebookgruppen "Ameisenhaltung" und "AntStarter". Es sind zwar geschlossene Gruppe, die Aufnahme geht aber schnell. Dort bekommt Ihr zeitnah Hilfe und könnt Euch reichlich informieren.
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Merkur » Dienstag 21. März 2017, 21:02

Australische Ameisenköniginnen mit Exportlizenz?

Es ist nun ein Vierteljahr her, dass hier die Exportlizenz für einen australischen Ameisenhändler (aus dem südlichen Staat Victoria) vorgestellt wurde. Der australische Sommer geht in den Herbst über; Schwarmflüge sollte es bereits gegeben haben, und damit die Möglichkeit, Königinnen zu exportieren.
Frage: Sind irgendwo bereits solche Königinnen aufgetaucht/ angeboten worden?

MfG,
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 23. März 2017, 15:46

Eine etwas eigenartige internetpräsenz hat der Shop von Ameisenpapst.de. Da kommt man nämlich nur auf eine Facebookseite.
Man sollte ihm mal sagen, dass es einen Unteschied gibt, zwischen Facebookseite und Internetshop.

Wer die Bilder des bekannten Shops in Berlin kennt, wird dort auch einige Parallelen finden.
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Reber » Sonntag 23. April 2017, 17:59

Es ist schon krass, was es alles gibt in der kleinen Welt der Ameisenhaltung bzw. des Ameisenhandels: Dem Betreiber von "myants" wurden über 300 Gynen/Völker im Wert von rund 3500 Euro gestohlen. Der Dieb wollte die Tiere unter der Hand verkaufen und hat sie im Internet (ebay) angeboten. Der Täter - ein Angestellter - wurde offenbar überführt.
Der Händler will nun auch die bereits verkauften Ameisen von den ahnungslosen Käufern zurück bzw. das Geld erstattet bekommen... Nach deutschem Recht geht das in Ordnung, wenn sich der rechtmässige Eigentümer einer Hehlerware meldet, muss man sie ihm herausgeben - ohne eine Entschädigung zu erhalten.

Auch in der Schweiz kann der rechtsmässige Besitzer eine Hehlerware innert fünf Jahren jederzeit zurückfordern. Wenn der ahnungslose Käufer die Ware allerdings von einem "üblichen" (Ameisen-)Händler bezogen hätte, müsste der rechtsmässige Besitzer den gezahlten Preis berappen. Bei "unüblichen Verkäufern" (Privaten etc.) - wie in diesem Fall - gäbe es auch keine Entschädigung. Der Käufer hätte den Schaden!

http://www.focus.de/regional/bayern/kri ... 11741.html
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon fink2 » Sonntag 23. April 2017, 19:53

Was mich sehr wundert, wie diese Ameisen bei Ebay angeboten wurden?
Tiere dürfen meines Wissens auf Ebay gar nicht angeboten werden.
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Re: Ameisenshops: Kritik und Diskussion

Beitragvon Steffen Kraus » Sonntag 23. April 2017, 20:05

Hi Ihr alle,
bei Ebay nicht, aber bei Ebay-Kleinanzeigen dürfen Tiere angeboten werden.
Warum das so ist, habe ich keine Ahnung!
Aber Sachen gibts..............
Gruß, Steffen
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