Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Teleutotje » Sonntag 5. Januar 2020, 23:43

There are more problems. Managing an area for birds isn't good for pollinating insects and maybe one or both aren't good for ants….

https://www.naturetoday.com/intl/nl/nat ... ?msg=25766
or
https://www.sciencedirect.com/science/a ... 9119303081
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Teleutotje » Montag 6. Januar 2020, 11:53

In the last 10 years, 2/3 of Dutch butterflies did diminish, only a few became better off.

https://www.naturetoday.com/intl/nl/nat ... ?msg=25762
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Emse » Mittwoch 8. Januar 2020, 14:36

Lesetipp: Der BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung haben soeben den Insektenatlas 2020 veröffentlicht:


insektenatlas2020_titel_rgb.png


Inhaltsangabe: Der Insektenatlas liefert Daten und Fakten über Nütz- und Schädlinge in der Landwirtschaft, formuliert die Kritik an der zu zögerlichen Politik und benennt die dringend notwendigen Schritte zum Schutz der Insekten.

Hier zum Anschauen, Runterladen (pdf) und Bestellen (Druckwerk):

Insektenatlas 2020 / Daten und Fakten über Nütz- und Schädlinge in der Landwirtschaft

Der Atlas beinhaltet 50 Seiten, enthält mehr als 80 gut gemachte Grafiken und ist sogar kostenlos (Print incl. Postversand). :)
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Zuletzt geändert von Emse am Mittwoch 8. Januar 2020, 16:03, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Teleutotje » Mittwoch 8. Januar 2020, 14:55

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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Emse » Freitag 24. Januar 2020, 21:07

Keine große Sache, aber der Ordnung halber und zur Info: In meinem letzten Post (siehe weiter oben) zum Insektenatlas 2020 habe ich gesagt, dass man sich die Printversion kostenlos bestellen kann. Das ist nicht ganz richtig. Das Heft ist zwar wirklich umsonst, die Versandkosten betragen aber (innerhalb Deutschlands) 2,- €.
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Merkur » Donnerstag 13. Februar 2020, 09:06

"Car splatometer"
(splat = platschen)

Etwas spät kommt diese Erkenntnis aus den USA: Man findet kaum noch zerschellte Fluginsekten an Windschutzscheiben und z. B. Kennzeichenschildern.
Der Artikel beruft sich auf zwei Studien aus Dänemark und England.

Scheibe-4896.jpg
Windschutzscheibe mit Insektenresten
640.jpg
"Splatometer"
Die Bilder sind aus dem folgenden Artikel. The Guardian, 12. Feb. 2020.
MfG,
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Reber » Donnerstag 13. Februar 2020, 11:52

In einer Langzeitstudie be­legen kanadische und britische Forscher um Peter Soroye von der Universität Ottawa einen flächendeckenden und massiven Rückgang zahlreicher Hummelarten in Europa und Nordamerika. Dieser sei noch grösser als bislang bereits angenommen, schreiben sie im Fachjournal «Science». Schuld seien häufigere und länger andauernde ex­treme Wärmeperioden.

Das Ausmass des Hummelschwundes könne als Vorbote einer Aussterbewelle gedeutet werden, warnen die Biologen. «Wenn der Rückgang in diesem Tempo weitergeht, könnten viele dieser Arten innerhalb weniger Jahr­zehnte für immer verschwinden», sagt Erstautor Soroye.


https://www.bernerzeitung.ch/wissen/nat ... y/10753357

https://www.eurekalert.org/pub_releases ... 013120.php
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Teleutotje » Samstag 29. Februar 2020, 14:36

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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Emse » Donnerstag 12. März 2020, 23:06

Origineller Werbespot einer Baumarktkette (mit bitterem Hintergrund):



;)
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Teleutotje » Samstag 4. April 2020, 11:49

A very good review about insects is given here: https://www.annualreviews.org/doi/abs/1 ... 019-025151
(P.S. I hope the pdf-link still works...)
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Boro » Mittwoch 27. Mai 2020, 17:04

Schon im Vorjahr ist es mir aufgefallen, heuer noch deutlicher: Wo bitte sind die Mauersegler geblieben? Bei uns erscheinen sie pünktlich am letzten April- od. 1. Mai-Tag und erfreuen dann morgens und vor allem am Abend mit ihren atemberaubenden Flugkünsten und den "sri, sri"- Rufen. Ich hab mir jetzt die Mühe gemacht und den abendlichen Himmel länger beobachtet: Mehr als 4 Mauersegler zur gleichen Zeit habe ich in den letzten Tagen nicht gesehen..........zuerst sterben die Insekten, dann vor allem die reinen Insektenfresser! Das Verschwinden der Mauersegler ist bei uns dramatisch, vor 10 Jahren konnte man jeden Abend Dutzende dieser Vögel am Himmel sehen......................
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Emse » Mittwoch 27. Mai 2020, 17:23

Hallo Boro,

nicht nur der Insektenmangel ist ursächlich, sondern manchmal (u.a.) auch das Wetter: "Es ist eine Katastrophe": Tausende Zugvögel verenden durch starke Winde / 10. April 2020 / https://weather.com/de-DE/wetter/auslan ... rch-starke

Bei uns in Palma kamen sie (die Mauersegler) übrigens "pünktlich" in der ersten Aprilwoche an. Und das immer noch recht zahlreich.
.
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon di4pr » Donnerstag 24. September 2020, 12:05

Hier ein vielleicht etwas anderer Blickwinkel, der aufzeigt, welche wirtschäftlichen Zwänge ursächlich sein können für manchen... Irrsinn..., der passiert:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/zerstoeren-und-gleich-wieder-aussaeen-der-irrsinn-um-gruenland,SBCgkQ6

Das erinnert mich an ein Studienprojekt in den 90ern, an dem ich als Studierender teilnahm. Da ging es konkret um Konflikte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft bei der Flächennutzung. Wir interviewten verschiedene Landwirte (konventionell, Bio usw.), um eben herauszufinden, wo so deren Problemfelder liegen. Da gab es natürlich viele Allgemeinplätze a la "Ja, wir finden es auch schöner, wenn das Vieh draußen auf der Weide stehen kann..." usw.. Am interessantesten war es aber beim Bio-Landwirt. Da gab es keinerlei Ideologie und er hat ganz offen gesagt, dass er alle Möglichkeiten der Intensivierung, die er im Rahmen seiner Zertifizierung habe, auch ausnutze (also in punkto Futterzusammensetzung, Platzangebot, Weidestandzeiten usw.), weil er anders nicht wirtschaften könne. Und dieser erzählte eben auch, dass z.B. das extensiv genutzte Weideland für ihn quasi nicht nutzbar sei, weil das Heu einen zu hohen Gerbstoffanteil (später Mahdzeitpunkt) habe und die Bio-Molkerei, die dadurch für die Käseproduktion nicht verwertbare Milch nicht abnähme Nun gut, es gibt Kompensationen und er kann dadurch eben seine Produkte (also die Milch der glücklichen Kuh, deren Futter gar nicht von der schönen biodiversen Weide nebenan kommt) als Bio-Produkte verkaufen. Auch kann ich nicht beurteilen, was da dran ist oder ob ich das nur als Anekdote verbuchen sollte (also wenn mich jemand dazu aufklären könnte, wäre ich natürlich dankbar, um nicht zu einer Legendenbildung beizutragen).

Ich wollte nur verdeutlichen, dass es Zusammenhänge gibt, die man nicht kennt und einen manchmal die Kinnlade runterklappen lassen... "Irrsinn" trifft es wahrscheinlich am besten!
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Boro » Sonntag 1. November 2020, 10:04

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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Merkur » Montag 2. November 2020, 17:05

Rückgang von Schwebfliegen auf der Schwäbischen Alb

In diesem von Boro verlinkten Bericht der FAZ zum dramatischen Rückgang der Schwebfliegen steht eine Bemerkung, die ich etwas beleuchten möchte:
„Eine Schwäche der mit mehr als 500 ehrenamtlichen Helfern erstellten Studie ist die fehlende zeitliche Kontinuität, auch gab es kein Kreuzgutachten (Peer-Review).“

Es geht darum, dass die meisten wiss. Zeitschriften von Forschern eingereichte Manuskripte zwei oder drei Gutachtern vorlegen, die prüfen sollen, ob die Arbeit wiss. Standards genügt, und die ggf. auch Änderungsvorschläge machen. Erst nach deren Zustimmung, evtl. Änderung, wird die Arbeit in der Zeitschrift gedruckt. In Mainstream-Forschungsbereichen funktioniert das weitgehend. Doch in Randgebieten, wo es nur ganz wenige für das Fachgebiet kompetente Forscher gibt, muss man gelegentlich auf das Peer-Reviewing verzichten.
Ich kann dies beurteilen, wurden doch viele meiner Arbeiten auf solche Weise begutachtet, und auf der anderen Seite hatte ich Manuskripte von Kollegen und Kolleginnen zu begutachten. Mehrfach musste ich das ablehnen, wenn die Arbeiten zu weit außerhalb dessen lagen, was ich im Rahmen meiner Arbeitsgebiete überblicken konnte.
Auch falsche Gutachten kommen vor, wenn Gutachter überfordert sind.

Ein Beispiel aus der Zeit um 1970: Die kleine Gastameise Formicoxenus nitidulus die in Nestern von Waldameisen lebt, gewinnt ihre Nahrung, indem sie die großen Waldameisen direkt um Futter anbettelt, manchmal indem sie sich zwischen zwei mit Trophallaxis beschäftigten Ameisen aufrichtet und an dem Futtertropfen zwischen deren Mandibeln nascht, oder auch einfach von unten die Mundwerkzeuge einer Formica betastet und Regurgitation auslöst.
Ein Gutachter meinte zu meiner Beschreibung dieses Verhaltens, dass „er sich das nicht vorstellen könne“, ich solle das besser streichen. - Ich konnte ihn zum Glück überzeugen. ;)

Persönlich gesehen hatte ich das Verhalten ja bereits 1966 in Saas Fee: Dort hat der Schweizer Naturfilmer Hans A. Traber einen Ameisenfilm für das Fernsehen gedreht, und meine Aufgabe war es, möglichst viele Sozialparasiten im Gelände zu sammeln und vor die Kamera zu bringen. Hier hatte ich bereits einmal darüber berichtet.
Im AntWiki ist es inzwischen nachzulesen: "Workers and sexuals are able to solicit food from wood ants, either directly, or the guest ant climbs up the legs and thorax to the head of a host ant that is engaged in food exchange with another Formica, then steals a little food from the droplet the two ants have between their mandibles", - wenngleich ohne direktes Zitat.
Zuvor gab es recht abenteuerliche Vorstellungen über die Ernährung dieser Gastameisen.
Der Film ist allerdings nicht mehr aufzufinden, und ich kenne auch weder Fotos noch gar Videos von dem Verhalten, das man in einer kleinen Arena eigentlich leicht nachstellen könnte.

Fx nit. Kopula Feb 08.JPG
F. nitidulus, geflügelte Gyne und ergatoides Männchen in Kopula.
(aus meinen späteren Arbeiten zum Paarungsverhalten und der Zucht der Gastameise)

Zurück zum Thema: Erhebungen über den Rückgang von Tierarten sind zeitaufwendig, und man kann anders als bei Laborexperimenten kaum etwas genau planen. Die Aufsammlungen werden von verschiedenen Personen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Jahren gemacht. Dennoch bestätigen die in dem Artikel wiedergegebenen Ergebnisse das, was man als häufiger im Freiland tätiger Biologe intuitiv wahrnimmt, auch ohne exakte Zählungen. Dafür dann geeignete und erfahrene Gutachter zu finden, ist sicher schwierig, und so sollte man die Veröffentlichung nehmen, wie sie ist. Das „Insektensterben“ findet statt, JETZT! :(

MfG,
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon Phil » Dienstag 3. November 2020, 11:24

Kleiner Kommentar dazu: Das Insektensterben ist ein hochaktuelles Thema, und es gibt zahlreiche Wissenschaftler die daran arbeiten und sich sicher gerne als Reviewer tätigen. Meine Vermutung (!) geht eher in die Richtung, dass die in der Studie gesammelten Daten unbrauchbar sind, und kein Fachjournal das veröffentlichen wollte. Oder vielleicht sind sie noch dabei, die Daten zu veröffentlichen? (hoffentlich!) Dann sollte aber die FAZ darüber keine Berichte schreiben. Es ließt sich, als gäbe es die Studie irgendwo, aber ich finde leider keinen Link dazu (vllt. kann mir jemand aushelfen?).

Ich sehe das sehr kritisch; so wie es aussieht, wurden nur zwei kleinere Zeiträume miteinander verglichen. Es ist zumindest vom FAZ Artikel unklar, an wie vielen Stellen im Naturschutzgebiet die Zählung durchgeführt wurde (räumliche Replikate!) und nicht erwähnt, wie statistisch ausgewertet wurde. Es könnte sein, dass an ein paar hundert Meter weiter an einer anderen Stelle die Zahlen anders aussehen. Insektenpopulationen sind großen Schwankungen unterworfen, meist durch klimatische Faktoren. Was wenn zum Zeitpunkt der Messung gerade ein paar sehr gute Schwebfliegen-Jahre waren, aber wenn z.B. 10 Jahre früher gemessen worden wäre, die Zahlen viel ähnlicher zu dem letzten Zeitraum sind? Das ist alles möglich und tatsächlich nicht selten solchen in Datensätzen, weshalb es sehr wichtig ist, dass man über einen größeren, regelmäßigeren Zeitraum Daten aufnimmt!
Es gibt gute Studien, die das Insektensterben in D zeigen und auf einem guten, robusten Datensatz basieren und eine ausführliche statistische Auswertung haben (z.B.: https://www.nature.com/articles/s41586-019-1684-3). Aber solche Studien wie diese Schwebfliegenstudie hat meiner Meinung nach nichts in den großen Medien verloren. Nur weil das Ergebnis zu unseren Erwartungen passt, macht es die Studie nicht legitim nach wissenschaftlichen Mindestanforderungen.

Grüße, Phil
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Re: Wo sind Igel, Fluginsekten und Schnecken geblieben?

Beitragvon di4pr » Dienstag 3. November 2020, 12:35

Phil hat geschrieben:Es ließt sich, als gäbe es die Studie irgendwo, aber ich finde leider keinen Link dazu (vllt. kann mir jemand aushelfen?).

https://randecker-maar.de/wp-content/uploads/2020/10/2020_50-j%C3%A4hr.-Untersuchungen-an-Schwebfliegen-belegen-extreme-R%C3%BCckg%C3%A4nge.pdf

PS: Nachträglich noch eine kurze Ergänzung damit der Link nicht so allein ist. Mir ist nicht bekannt, dass die Medien die Objekte, über die sie berichten "dürfen", nach wissenschaftlichen Kriterien auswählen. Entscheidend ist wohl eher das öffentliche Interesse. Zudem wird im Artikel auf die Schwächen der Studie hingewiesen und es werden weitere Studien/Meinungen erwähnt. Der journalistischen Sorgfaltspflicht ist damit vermutlich Genüge getan. Dennoch ist eine kritische Auseinandersetzung natürlich wichtig und gut - inhaltlich, ohne die Studie zu kennen, allerdings schwierig. Aber nun liegt sie ja vor...
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