Gedankensplitter

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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Rekram » Dienstag 23. Februar 2021, 14:34

Auf jeden Fall. :) ich würde auch beides nehmen.
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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Kingel » Samstag 27. Februar 2021, 16:27

Klingt erstmal traumhaft aber wird das Leben dadurch einfacher?
Ich denke mit so viel Kohle hat man ganz andere Probleme zu händeln.
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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Bealeabi » Sonntag 28. Februar 2021, 14:03

Merkur hat geschrieben:Was sagt man zu einer Taufliege am Schnapsglas? - "Geh weg, Kleines, für Alkohol bist du noch zu jung!" :D


cool:-) Wenn die das dann auch mal verstehen würden:-)
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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Merkur » Samstag 27. März 2021, 18:12

Es tut schon weh…
… solche Diskussionen in einem viel genutzten sozialen Medium zum Thema Ameisen zu lesen!

Xxx— 26.03.2021 um 17:24 Uhr
wir scheinen alle zu vergessen das lange vor der letzten glätscher periode hier in europa viel mehr tiere und pflanzen hier lebten
aber dann alles durch die kälte verdrängt wurde

Yyy— 26.03.2021 um 17:26 Uhr
Echt schade wie ich finde

Xxx — 26.03.2021 um 17:26 Uhr
vor ca 10 -5 mio jahren gabs zb "riesen" Termiten in südlichen österreich
starben dann aber am anfang der Eiszeit aus

Yyy— 26.03.2021 um 17:26 Uhr
Jetzt könnte es wieder rückgängig gemacht werden durch die Globale Erwärmung

Xxx — gestern um 17:26 Uhr
nun wird wärmer und Termiten aus Italien wandern wieder nach norden
und alle machen panik und geschiss
obwohls einfach wieder dahin geht wo alles war lange vor der Eiszeit

usw.

Na wunderbar, und vielleicht nicht mal ganz unrealistisch:
Vor 10-5 Millionen Jahren gab es jedenfalls keine Menschen auf der Erde. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in 5-10 Mio Jahren noch Menschen auf der Erde gibt, ist ähnlich gering, bedenkt man, dass es die Spezies Homo sapiens erst seit 2 Mio Jahren gibt, und dass „wir“ die derzeitigen Probleme in weniger als 200 Jahren geschaffen haben!

Es macht traurig, in Medien wie dem AAM-Discord solche Äußerungen zu lesen, ohne Korrekturen durch User mit wirklichem Wissen.
Warum lese ich so etwas, weshalb tu ich mir das überhaupt hin und wieder an?

Leider geht es um Ameisen, um Biologie, um Allgemeinwissen. Die User in den sozialen Medien sind im Altersdurchschnitt recht jung, doch sind einige auch im Erwachsenenalter. So kann man aus den Medieninhalten gewisse Rückschlüsse auf den Kenntnisstand in der Bevölkerung ziehen. Und der scheint doch nicht gerade erfreulich hoch zu sein. :roll:
Potenziell können die > 1.400 User so etwas lesen. Und viel zu oft wird solcher Unsinn dann weiter vermittelt („ich hab‘ gelesen, dass….“).

„Schuster, bleib bei Deinen Leisten“ heißt ein gutes, altes Sprichwort. Wo man nichts Genaues weiß, sollte man sich an geeigneten Stellen informieren. Oder mal lieber nichts schreiben.
Sich an diese Empfehlung zu halten, könnte die Verbreitung von partiell oder gänzlich falschen Vorstellungen unter unerfahrenen Usern doch deutlich einschränken.
Tendenziell halbiert sich der Wahrheitsgehalt von Halbwissen bei jedem weiteren „Teilen“. - Gut zu beobachten auch bei brandaktuellen Themen wie Covid-19, wo die Stimmen der Wissenschaftler fast untergehen im Chor derer, die es angeblich und lauthals verkündet alles besser wissen wollen. :roll:

MfG,
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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Unbeliver » Sonntag 28. März 2021, 01:53

Merkur hat geschrieben: So kann man aus den Medieninhalten gewisse Rückschlüsse auf den Kenntnisstand in der Bevölkerung ziehen.


Tröste dich lieber Merkur, dies ist in fast allen Bereichen so, wobei mir schon klar ist, dass du dies schon generell gemeint hast.
Es gibt aber auch immer wieder die Lichtblicke und unter dem Aspekt der immer schon spärlich gesäten Gelehrten, ist es auch fast schon wieder normal. ;)

Merkur hat geschrieben:Gut zu beobachten auch bei brandaktuellen Themen wie Covid-19, wo die Stimmen der Wissenschaftler fast untergehen im Chor derer, die es angeblich und lauthals verkündet alles besser wissen wollen. :roll:


Das ist bei dem Thema nochmal ein ganz spezielles Kaliber. Die Politik ist mehr an Umfragen und am versilbern interessiert als an einem ordentlichen Krisenmanagement. Viele Experten melden sich zu Wort, die von Viren und Pandemien so gar keine Ahnung aber viel zum mitteilen haben. Dann gibt es noch die alternative Wissenschaft, mit sagen wir mal zweifelhaften Erkenntnissen. Da haben es die seriösen Wissenschaftler sehr schwer, auch unter erschwerten Bedingungen mit den Medien, sich Publikumswirksam in Szene zu setzten. Eigentlich Schade, denn gerade in Deutschland und Österreich haben wir einige der weltbesten Leute auf den Gebieten die jetzt noch mehr als sonst gefragt sind.

Grüße Unbeliver
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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Merkur » Sonntag 28. März 2021, 19:45

Ein gut lesbarer Artikel zum Thema, aus dem Spektrum:
Invasive Arten: Exotische Ameisen bedrohen die Artenvielfalt
https://www.spektrum.de/news/invasive-a ... lt/1850440

Im ACafé äußert ice_trey lesenswerte Gedanken dazu.

MfG,
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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Merkur » Dienstag 30. März 2021, 16:16

Etwas Wortspielerei, mit ernstem Hintergrund

Da ist mein Blick bei Twitter über ein Bild gehuscht, Demonstranten mit Plakaten, und liest „AUTOTOMY“.

Autonomy.jpg
Aus dem Scientific American - Artikel
Huch? Autotomie, Selbstverstümmelung? Ein gut bekannter Begriff in der Zoologie: Wenn etwa eine Eidechse in Bedrängnis den Schwanz abwirft, oder eine Seegurke
Dir beim Zugreifen ihren gesamten Darmtrakt entgegen schleudert (beides kann nachwachsen), so werden diese Körperteile durch die Tiere selbst abgetrennt, autotomiert.
Der zweite Blick dann klärt auf: Da steht ja „AUTONOMY“, „bodily autonomy“, also Selbstbestimmung über den eigenen Körper, die durch Impfempfehlungen verletzt wird.
Und es geht um eine Demo von Impfgegnern, mit üblichen fake news, und ohne Masken.
Ob da nicht doch auch eine Art Autotomie vorliegt? Abwerfen von Vernunft z. B.? Nur fraglich, ob die später nachwächst…. :roll:

Neugierig geworden habe ich den Artikel im Scientific American etwas weiter gelesen:
Behavior & Society | Opinion / The Antiscience Movement Is Escalating, Going Global and Killing Thousands
Rejection of mainstream science and medicine has become a key feature of the political right in the U.S. and increasingly around the world
By Peter J. Hotez on March 29, 2021

Es geht also ganz allgemein um Wissenschaftsfeindlichkeit, die global zunimmt, und Tausende tötet.
„Antiscience“ hat sich zu einer dominanten und hoch letalen Kraft entwickelt, welche die globale Sicherheit ebenso bedroht wie Terrorismus und Weiterverbreitung von Kernwaffen. Wir müssen eine Gegenoffensive starten und eine neue Infrastruktur aufbauen um gegen die Wissenschaftsfeindlichkeit anzukämpfen, so wie wir es für diese anderen mehr besser bekannten und etablierten Bedrohungen getan haben." Usw…

Nun, hier geht es mehr um die Auflehnung gegen Einschränkungen der persönlichen Freiheit, die aufgrund wissenschaftlicher, medizinischer und epidemiologischer Erkenntnisse angebracht sind.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Diese „Querdenker“, Corona-Leugner usw. gefährden ihre eigene Gesundheit. So weit in Ordnung. Doch sie „autotomieren“ den Teil ihrer Vernunft,
der sagen müsste, dass sie auch andere gefährden. Und diese anderen haben gleichfalls ein Recht, nämlich auf körperliche Unversehrtheit zu bestehen. -
„Wissenschaftsfeindlichkeit“ begegnet man vielerorts, zunehmend, sogar im Zusammenhang mit der Ameisenhaltung und ihren Risiken. Aber das will ich hier nicht weiter ausführen. :roll:
-

Für Interessenten noch etwas mehr Text aus dem Artikel:
Antiscience has emerged as a dominant and highly lethal force, and one that threatens global security, as much as do terrorism and nuclear proliferation. We must mount a counteroffensive and build new infrastructure to combat antiscience, just as we have for these other more widely recognized and established threats.
Antiscience is the rejection of mainstream scientific views and methods or their replacement with unproven or deliberately misleading theories, often for nefarious and political gains. It targets prominent scientists and attempts to discredit them. The destructive potential of antiscience was fully realized in the U.S.S.R. under Joseph Stalin. Millions of Russian peasants died from starvation and famine during the 1930s and 1940s because Stalin embraced the pseudoscientific views of Trofim Lysenko that promoted catastrophic wheat and other harvest failures. Soviet scientists who did not share Lysenko’s “vernalization” theories lost their positions or, like the plant geneticist, Nikolai Vavilov, starved to death in a gulag.
Now antiscience is causing mass deaths once again in this COVID-19 pandemic. Beginning in the spring of 2020, the Trump White House launched a coordinated disinformation campaign that dismissed the severity of the epidemic in the United States, attributed COVID deaths to other causes, claimed hospital admissions were due to a catch-up in elective surgeries, and asserted that ultimately that the epidemic would spontaneously evaporate. It also promoted hydroxychloroquine as a spectacular cure, while downplaying the importance of masks. Other authoritarian or populist regimes in Brazil, Mexico, Nicaragua, Philippines and Tanzania adopted some or all of these elements.

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Re: Gedankensplitter

Beitragvon Merkur » Samstag 3. April 2021, 20:15

Was mir heute bei den Bildern der Demo in Stuttgart durch den Kopf ging:
Quo vadis, Deutschland?

Was wurde aus unserem „Volk der Dichter und Denker“? :?:
Zeitweilig
ein Volk der Richter und Henker, :(
heute eher
ein Haufen Fake-Dichter und Querdenker? :crazy:

Frohe Ostern auf der Intensivstation!
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