Herzlichen Glückwunsch, Phil!

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Herzlichen Glückwunsch, Phil!

Beitragvon Merkur » Mittwoch 13. April 2016, 09:38

Auch in diesem Forum soll Deine Leistung, der Abschluss des Bachelor-Studiums, gebührend gewürdigt werden!
Siehe Eusozial, http://eusozial.de/viewtopic.php?f=26&t=3553&p=38130&sid=5e69dc7ab12380dd92756f67a951c244#p38126
Meines Wissens bist Du der Erste aus der Foren-community der Ameisenhalter, der erkennbar die ersten Schritte einer wissenschaftlichen Laufbahn mit Erfolg absolviert hat.
Es mag weitere Kandidaten geben, vielleicht auch mit Abschluss, aber wenn man nichts darüber erfährt, hat Seifert mit der eingangs in Deinem Beitrag zitierten Bemerkung wohl doch Recht (gehabt). Ich teile jedenfalls seinen Eindruck: Auch ich hatte ursprünglich (in den ersten Jahren der organisierten Ameisen-Privathaltung) gehofft, dass auf diesem Wege wissenschaftlicher Nachwuchs entstehen könnte. Vielleicht wird’s noch was.

Jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute für die Fortsetzung der Wissenschaftler-Laufbahn. Es ist ein dorniger Weg, ich habe ihn dennoch als sehr lohnend und befriedigend empfunden!

Zum Fehler im Titel Deiner Thesis: Richtig wäre Megaponera analis (Latreille, 1802).

MfG,
Merkur
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Re: Herzlichen Glückwunsch, Phil!

Beitragvon Maddio » Mittwoch 13. April 2016, 16:48

Den Glückwünschen an Phil schließe ich mich natürlich gerne an :-)

Aber ich muss sagen ich sehe die ganze Aussage von Herr Dr. Seifert, vorrausgesetzt sie wurde tatsächlich in der Form getätigt, etwas skeptisch.

Vlt sind die Vergleiche zu weit her geholt, aber erwartet man den z.B. von einem Hundehalter, dass er sich mit Tiermedizin beschäftigt? Oder, dass jemand der Motorrad fährt, Antriebstechnik studiert?

Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber ich habe schon meine eigenen Haltungsversuche gestartet, als ich noch kein Internet hatte, bzw. nicht wusste, dass es eine Online-Community zur Ameisenhaltung gibt.

Heute ist selbstverständlich alles leichter zugänglich, vor allem hat sich die Mediennutzung junger Menschen massiv geändert. Inhalte werden aus Eigenintiative als erstes online gesucht.

Jedenfalls schätze ich die Fachliteratur, die von Koryphäen wie Herr Dr. Seifert mühsam erarbeitet wurde, in dem gleichen Maße, wie Informationen von privaten Haltern, die mit Fotos und Beobachtungen ihr Interesse an demselben Organismus, den Ameisen, ausdrücken. Daher ist meine Meinung, dass eine Bewertung hier fehl am Platze ist.
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Re: Herzlichen Glückwunsch, Phil!

Beitragvon Phil » Mittwoch 13. April 2016, 19:10

Vielen Dank auch hier für die Glückwünsche, ich weiß es zu schätzen. Im Eusozial habe ich weiterhin von anderen Leuten berichtet, die auch Biologie studieren oder studiert haben, und aus der Ameisenhaltung kommen. Ich halte die "Dunkelziffer" für wesentlich höher! Nur ein kleiner Bruchteil schreibt eben in Foren. Aber auch ein laienhaftes Interesse sollte nicht unterschätzt werden - in vielen Bereichen der "klassischen" Biologie (v.a. Insektentaxonomie, Herpetologie etc.) haben oft Forscher, die nicht über eine Universität angestellt sind oder gar studiert haben, sehr wichtige Rollen in der Forschung gespielt bzw. tun dies noch heute. Viele der absoluten Experten sind dies nur aus reinem Freizeitvergnügen, das sollte man nicht vergessen; und jemand der mit der Ameisenhaltung anfängt, hat schon mal ein großes Interesse an den Tieren, dass sich schnell zu mehr weiterentwickeln kann. Gerade Taxonomen sind am Aussterben, und werden nicht mal mehr richtig an den Universitäten ausgebildet. Unter meinen Studienkollegen gibt es ein paar "Profis", ein Käfer & ein Schreckenspezialist, deren Wissen weitaus größer ist als das der Profs über ihre Tiergruppen; sie haben damit eben schon hobbyhaft vor dem Studium angefangen, und genau so etwas gilt es zu unterstützen. Respekt sollte einem nicht erst dann zukommen, wenn man bereits eine hohe Rangordnung in der Wissenschaft hat, sondern idealerweise bereits im Kindergarten :)

Grüße, Phil
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Re: Herzlichen Glückwunsch, Phil!

Beitragvon Merkur » Mittwoch 13. April 2016, 21:12

Hallo Phil,

Ich hoffe, mich nicht falsch ausgedrückt zu haben! - Forschung von „Laien“, oder von „Quereinsteigern“, die keine spezielle Ausbildung in ihrem Interessensbereich haben, sondern sich ihr Wissen selbst angeeignet haben, sollte man niemals unterschätzen. Mein Lieblingsbeispiel ist Heinrich Kutter, der als (promovierter) Apotheker nicht in Entomologie ausgebildet wurde und dennoch bis heute große Anerkennung für seine Ameisenforschung genießt.

Mir ist durchaus bekannt, dass es viele Hobby-Biologen mit enormen Kenntnissen im einen oder anderen Spezialgebiet gibt. Ich staune oft über das Wissen von Käfer- oder Schmetterlingssammlern, oder von Hobby-Ornithologen usw..
Wichtig ist aber, dass diese Leute ihr Wissen an die Öffentlichkeit bringen, und das geht immer noch am besten in Form von Veröffentlichungen in Fachjournalen.
Wissen, das der Betreffende für sich behält und dereinst ins Grab mitnimmt, ist verloren.

Leider gilt das auch für Wissen und Informationen, die in Foren oder Blogs etc. „veröffentlicht“ werden: Wir erleben es ja immer wieder, dass Blogs plötzlich nicht fortgesetzt werden oder ganz verschwinden. Dasselbe gilt für Foren, die ganz oder teilweise gelöscht werden, oder für Wikis, die nicht weiter gepflegt und entwickelt werden. Zu den jeweiligen Ursachen sage ich lieber nichts…

Doch auch den anderen Fall gibt es nicht selten: Diplombiologen, ja promovierte Biologen (in die der jeweilige Betreuer oft sehr viel Arbeit
investiert hat! :roll: ) ziehen sich mit ihrem Titel zurück und machen etwas ganz Anderes. Manchmal gelingt es dann, solche Leute wenigstens zur Publikation ihrer vielleicht wichtigen Ergebnisse zu bewegen, aber dann kommt….nichts mehr! Natürlich weiß ich, dass so Manche/r Probleme hat, eine geeignete Position mit Forschungsgelegenheit zu finden. Andere stellen sich dabei einfach dumm an, oder sind menschlich irgendwie unfähig eine geeignete Chance zu ergreifen. – Ich habe dazu einige Erfahrungen gemacht, und das gilt gewiss für jeden Hochschullehrer!

Was ich sagen möchte: Man muss nicht Akademiker sein, um gute Forschung zu machen. Aber auch eine volle akademische Ausbildung ist keine Garantie dafür, dass der/ die Betreffende gute Forschung macht und auch kommuniziert.

MfG,
Merkur
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Re: Herzlichen Glückwunsch, Phil!

Beitragvon Boro » Donnerstag 14. April 2016, 08:33

Hallo Phil!
Der "alten Zeiten" willen: Herzliche Gratulation zum Bachelor!
L. G. v. Boro
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