Hausameisen: Bestimmung und Beratung gern, ABER…

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Hausameisen: Bestimmung und Beratung gern, ABER…

Beitragvon Merkur » Samstag 29. April 2017, 14:45

Die Bestimmung der üblichen „Hausameisen“ anhand ordnungsgemäß aufgeklebter 5-10 Exemplare ist eine Sache von 2-3 Minuten.

Werden wichtige Angaben zu Befallsort, baulichen Gegebenheiten und Umgebung (z. B. Garten, Park, Waldnähe) gemacht, kann man Tipps zum Umgang mit den Ameisen geben („Standardtext“ für die jeweilige Art plus ggf. individuelle Ergänzungen). Das sind per e-mail nochmals 5-10 Minuten.

Kommen Ameisen bei mir ohne Kommentar an, suche ich in Briefen, e-mails und Foren nach evtl. zuvor eingegangenen Mitteilungen bzw. Anfragen der Einsender. Das kostet ein Vielfaches der Zeit für die Bestimmung selbst.

Inzwischen beschränke ich mich auf einen Link zur entsprechenden Seite im Forum der DASW: http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... =23&t=1930

Wir von der DASW helfen gern, sogar gratis! - Aber warum machen Betroffene uns immer wieder das Helfen derart schwierig? :roll:

MfG,
Merkur
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Re: Hausameisen: Bestimmung und Beratung gern, ABER…

Beitragvon RainerBislich » Samstag 29. April 2017, 19:28

Warum machst du das denn überhaupt, wenn es dich so aus der Ruhe bringt?
  • -2

RainerBislich
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Re: Hausameisen: Bestimmung und Beratung gern, ABER…

Beitragvon Merkur » Samstag 29. April 2017, 19:53

Hallo RainerBislich,
Lies mal in diesem Unterforum, bitte etwas ausführlicher: http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... m.php?f=23
Ich bin dort unter "Buschinger" zu finden.

Die DASW versucht, die Bevölkerung von der Schutzwürdigkeit der Hügel bauenden Waldameisen zu überzeugen. Doch ist es dazu notwendig, aufzuzeigen, dass längst nicht alle Ameisenarten (ca. 110 in D) das sind, für was sie der Durchschnittsbürger hält: Lästiges Ungeziefer!
Wir haben vor Jahren deshalb das Unterforum "Probleme mit Ameisen..." eingerichtet, auch um denen zu helfen, die von wirklich ernsthaft schädlichen Ameisen heimgesucht werden.
Der "Erfolg" wurde zu groß! Mehrere Tausend Anfragen insgesamt, manchmal 4-5 an einem Tag an mich allein. Oft mit der Notwendigkeit, mehrfach rückzufragen um Einzelheiten zu klären.
Wir hätten es besser wissen können: Nicht umsonst gibt es einen gigantischen Markt für "Ameisenmittel". Sehr oft sind sie teuer, aber wirkungslos.
Oder sie werden falsch angewendet. Professionelle Schädlingsbekämpfer sind oft nicht in der Lage, die Hausameisen richtig zu bestimmen (es gibt Ausnahmen).
Aber Deine Frage ist berechtigt: "Warum machst du das denn überhaupt wenn es dich so aus der ruhe bringt??"
Ich habe mir die Frage auch bereits öfter gestellt. Vielleicht bin ich einfach zu altruistisch??
Als Fachmann, Myrmekologe, der über 50 Jahre an der Uni über Ameisen geforscht hat, kenne ich mich mit Ameisen recht gut aus. Forschungsmittel erhält man als Universitätsprofessor zum Teil aus Steuermitteln. Soll ich mein Wissen zurückhalten? Ich bin seit 2005 im Ruhestand. Ich MUSS nicht mehr für die Allgemeinheit Nützliches tun. Aber dass ich das trotzdem mache, ist wohl meine Sache. Und helfen kann man halt am besten, wenn die Hilfsbedürftigen wenigstens etwas kooperativ sind. - Meine Meinung.

MfG,
Merkur
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