Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Montag 22. Mai 2017, 20:29

Es geht weiter!

Das Daumenhalten ist (erwartungsgemäß) so wirksam wie die einst so beworbene "Killerkreide" :roll:
( https://www.ameisenforum.de/ameisen-in- ... ml#p344396 und
http://www.ameisenwiki.de/index.php?tit ... ldid=23929 )

Wir haben inzwischen zwei weitere Stellen im Badezimmer entdeckt, an denen Lasius brunneus umher laufen. Separate Jungvölkchen,
oder Zweignester? Natürlich setze ich die Bekämpfung fort. Und ich werde darüber berichten, in der Hoffnung, dass andere Ameisenfreunde das
lesen, daraus lernen, und künftig auch in den Nachbarforen kompetent beraten können, wenn Betroffene sich dort melden.

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Trailandstreet » Montag 22. Mai 2017, 20:32

Wenn Kreide so wirksam wäre, würde ich glatt auf Paraffinöl oder Talkum verzichten.


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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Dienstag 30. Mai 2017, 16:06

Lasius brunneus übernimmt das Kinderzimmer!

Für alle, die diese Ameise noch immer für harmlos halten:
http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... 70&start=0

Leider kann man nach wie vor keinen besseren Rat geben, als die Nistgelegenheiten zu beseitigen, hier also neue Fenster
einbauen zu lassen. UND eventuell weitere befallene Bereiche zu sanieren. Der beste Köder wird wenig nützen, wenn
die Nistgelegenheit gleich wieder von einem neuen Volk/ einer neuen Königin bezogen werden kann!

MfG,
Merkur
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Re: Ameisen als Plage – Fakten und Bekämpfungshinweise

Beitragvon Merkur » Freitag 9. Juni 2017, 16:58

Ein Zwischenergebnis meiner Auseinandersetzung mit Lasius brunneus:

Bei mir verdichtet sich der Eindruck, dass es tatsächlich zwei „Formen“ von Befall durch diese Ameise gibt.

a) Zum einen können sie im Haus, in morschem Holz, Isoliermaterial etc. nisten. Dann finden sich oft Hügelchen von Abraum, Holz-, Mörtel-, oder z. B. Styroporkrümeln, Futterresten und leeren Puppenkokons an Scheuerleisten oder unter Dachbalken etc.. Dann erscheinen auch zur Schwarmzeit geflügelte Geschlechtstiere im Haus.

b) Zum anderen gibt es Nester außerhalb des Hauses, in Holzstapeln, morschen Bäumen, alten Schuppen etc., von denen aus Kundschafter über beträchtliche Entfernungen auch ein Haus durchsuchen und, wenn sie Nahrung finden, recht große Anzahlen von Nestgenossinnen dorthin rekrutieren können. Nach Ausbeutung der Futterquelle, oder wenn man diese entfernt, verschwinden die Tiere wieder.

Bei mir hat ein Volk auf der Südseite der Terrasse eine dicke Kiefer über mehrere Tage intensiv belaufen. Jetzt, nach 3-4 Tagen mit heftigem Wind, haben sie den Belauf eingestellt (Weshalb? Auf Dauer?). Am Fuß der Kiefer liegen einige große Steine, unter denen ich das Nest vermutete: Doch darunter läuft Lasius niger herum, und wo im Boden sowie wohin die Straße der L. brunneus führte, war nicht erkennbar! – Im Haus tauchten L. brunneus vor allem auf der Nordseite, im Bad, aber auch auf der Südseite in der Küche auf. Nach Einsprühen eines Insektizids in die Hohlräume unter Badewanne und Duschtasse sowie Versiegeln der Fugen mit Silikon ist dort jetzt Ruhe. (Für wie lange? :roll: )

Die Unterscheidung könnte jedenfalls die recht unterschiedlichen Erfahrungen anderer Betroffener erklären, wie sie im Beratungsforum der DASW sowie in anderen Ameisenforen gepostet werden:

Oft ist die Situation wie unter a) beschrieben. Dann hilft tatsächlich auf Dauer nur die Beseitigung der schadhaften Baumaterialien. Vergrämungsmittel, Köderdosen etc. schieben die notwendige Sanierung allenfalls etwas auf.

Im Falle von b) wird man die Tiere durch Insektizide, Köderdosen, „Vertreibungsmittel“ (zum Teil auch „Hausmittel“) vorübergehend von den besuchten Räumen fernhalten können. Das führt dann zu den „Erfolgsmeldungen“, die man immer wieder lesen kann. Doch die Ameisen kommen wieder, wenn die eingesetzten Mittel ihre Wirkung verlieren (und wenn wieder Futter benötigt wird; nicht also während der Winterruhe). Immerhin sind in diesem Fall keine wesentlichen Schäden an der Bausubstanz zu befürchten.

Allgemein funktioniert so eine Ameisensozietät doch sehr kompliziert. Pauschale Empfehlungen auf ein paar Zeilen können nicht hilfreich sein!
Eine oft zu lesende Empfehlung hat sich bei mir allerdings definitiv als Unsinn erwiesen: Wer glaubt, dass man ein Haus ringsum ameisensicher abdichten, alle Fugen, Ritzen und Löcher verschließen könne, hat nie wirklich bei einem Befall nach den möglichen Eintrittspforten gesucht! :roll:

Ich werde weiter berichten, hoffend, dass es keine „unendliche Geschichte“ wird! :roll:

MfG,
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