Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Reber » Donnerstag 11. Dezember 2014, 11:33

Ja, es ist gut möglich, dass die Art eine Diapause macht. Die Temperaturen sind, wenn man sich z.B. ein Klimadiagramm aus Bali anschaut, zwar relativ konstant. Aber es gibt Regenzeiten mit vielen Niederschlagsstunden, gerade im Dezember und im Januar.
Natürlich ist es auch möglich, dass die Königin einfach immer wieder von neuem aufhört Eier zu legen, wenn eine gewisse Anzahl Brut da ist. Denn die Völker bleiben ohnehin sehr klein.
Andererseits kann auch der Transportstress oder ein Haltungsfehler dazu führen.
Also mal schauen was wird.
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 9. Januar 2015, 21:35

Ich glaub das wird schwierig. Frisch geschlüpfte Ameisen sind zwar meist heller. Ich nehme mal an, bei ihnen auch. Da sie aber anfangs das Nest nicht verlassen, hilft uns diese Erkenntnis nichts.
Dass sie lieber ins selbstgebaute Eigenheim ziehen kann ich verstehen. Die einzige Möglichkeit wird wohl sein, die Entwicklung zu beobachten und die furagierenden Ameisen zählen. So lange sie aber gesund und munter wirken, wird's wohl nicht so schlimm sein.
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Meve » Samstag 10. Januar 2015, 12:10

Hallo Reber,


ich halte meine Kolonie in einem Erdnest, daher kann ich keine Auskünfte über die Farbe der jungen Arbeiterinnen machen, noch über die Entwicklungsdauer.
Die Zeitspanne zwischen beginnendem größeren Appetit der Kolonie bis zum ersten ersichtlichen Koloniewachstum würde ich mit 2 1/2 Monaten benennen.
Drücke die Daumen, dass alles klappt.

Die Abwesenheit von Puppenhüllen hat aus meiner Sicht wenig zu bedeuten. Ich hatte ein massives Koloniewachstum (>40 Tiere in 3 Monaten) und habe nur eine Hand voll Puppenhüllen auf dem Müll entdeckt. Möglicherweise werden die Hüllen verwertet?

Gruß

Michael
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Merkur » Samstag 10. Januar 2015, 16:13

Hallo Reber,

Mit Ectomomyrmex habe ich keine Erfahrung.
Aber in SE-Asien haben wir mehrere Diacamma spp. gehalten und bei der Forschung über die Lebensweise der sozialparasitischen Polyrhachis lama zahlreiche Nester ausgegraben:
Nie ist mir ein helleres, frisch geschlüpfes Tier aufgefallen; sie kamen alle voll ausgefärbt aus den Kokons!
Ob man das auf Ectomomyrmex übertragen kann, weiß ich nicht, aber ich halte es für möglich.

MfG,
Merkur
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Reber » Samstag 10. Januar 2015, 16:54

Vielen Dank für eure Antworten! Es wäre demnach möglich, dass die Tiere quasi vor meinen Augen schlüpfen und ichs nicht bemerke. :roll:
Ich werde genauer hinschauen müssen und euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Trailandstreet » Samstag 10. Januar 2015, 18:43

Eine Möglichkeit wäre da nur, die bereits vorhandenen zu markieren, aber ob du dir das antun willst.
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Reber » Sonntag 11. Januar 2015, 15:24

Nein, den Stress will ich den Tieren nicht antun. Dazu müsste ich zudem das ganze Becken auseinandernehmen.
Es wird sich mit der Zeit zeigen. Jetzt hoffe ich einfach, dass die Gyne wieder Eier legt...
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Trailandstreet » Samstag 7. Februar 2015, 17:21

Schon Toll, dass es nun doch so aufwärts geht mit deiner Kolonie. Freut mich für Dich.
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Reber » Samstag 7. Februar 2015, 18:02

Danke Trailandstreet, ich freue mich natürlich auch riesig.
Immerhin sind jetzt fast 3 Monate vergangen, ohne dass die Gyne für neuen Nachwuchs gesorgt hat. Viele Verhaltensweisen konnte ich bei Ameisen so noch nicht beobachten und ich muss mich erst an die Tiere gewöhnen. Dazu gehört der hohe Proteinbedarf, wenn keine Brut da ist, das plötzliche "Verschwinden" der Puppen und eben die lange Lege-Pause. Es war mir schon klar, dass die Art in der Entwicklung langsam ist und nur kleine Kolonien ausbildet. Trotzdem wird man langsam nervös, wenn nach so langer Zeit - bei ungebremster Aktivität - keine Brut mehr vorhanden ist.
Natürlich bleiben viele Fragen offen: Machen sie tatsächlich so lange Pausen? Liegt es an den Haltungsbedingungen?
Welchen Einfluss die erhöhte Temperatur im Aussenbereich hat, will ich jetzt allmählich herausfinden. Dazu werde ich versuchen "Jahreszeiten" zu simulieren und dabei das Verhalten beobachten.
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Re: Ectomomyrmex astutus - Diskussion - Reber

Beitragvon Reber » Freitag 27. Februar 2015, 13:45

Betreffend der Frage von NIPIAN in der Bewertung:
Hat man noch etwas über die Herkunft herausfinden können?


Leider nicht! Woher die Tiere stammen ist immer noch ein Rätsel.
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