Lasius citrinus

Lasius citrinus

Beitragvon Boro » Sonntag 31. Dezember 2017, 10:22

Lasius cintrinus soll hier an Hand einer Gyne (in Alkohol) vorgestellt werden. Eine sehr seltene Art, die noch kaum jemand aus unserer Leserrunde gefunden haben wird. In Deutschland von 15 Fundpunkten bekannt (SEIFERT, S. 285f.), in Kärnten lt. WAGNER H. C. (Die Ameisen Kärntens) von 3 Fundpunkten bekannt (2014). Inzwischen gibt es sogar den Fund eines Nestes (leg. Roman Borovsky aus 2014, unpubl.) und wenige Belege aus Villach von einem Kollegen aus dem Naturwiss. Verein; auch der vorliegene Beleg wurde mir von ihm zur Verfügung gestellt. Demnach haben wir jetzt 5 Fundpunkte!
Wenn man das Glück hat, die Art überhaupt zu finden, dann üblicherweise als schwärmende Geschlechtstiere an einer nächtlichen Lichtfalle, so wie im in diesem Fall.
Der Körperbau ist jenem der meisten Chthonolasius-Gynen sehr ähnlich, unterscheidet sich aber vor allem im auffallenden Petiolus und Behaarungsmerkmalen. Die Form des Petiolus entspricht hier genau der Zeichnung bei SEIFERT, S. 169 und weist eine gewisse Ähnlichkeit mit der Form des Petiolus bei Lasius bicornis auf (Zeichnung SEIFERT, S. 168), ist aber insgesamt etwas niedriger, im oberen Randbereich breiter ausgeformt und weniger stark eingebuchtet. Ganz abgesehen davon besteht zwischen den Gynen beider Arten ein deutlicher Größenunterschied: Die Gyne v. citrinus erreicht etwa die Größe einer mittelgroßen Gyne der sehr häufigen Lasius umbratus, während die Gynen v. L. bicornis deutlich kleiner und zarter gebaut sind. [Fotos v. Roman Borovsky]
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Dateianhänge
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Dorsale Sicht
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In Seitenansicht ist der Petiolus hoch und nach 0ben schmal auslaufend (jener v. bicornis ist noch etwas höher und schmaler). Die längere Behaarung des Mesosoma ist teilw. zu erkennen
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Hier ist eine frontale Sicht auf den Petiolus gelungen: Die Form entspricht genau der Zeichnung bei Seifert
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Frontale Ansicht des Kopfes: Die Scapi sind relativ kurz und nur von anliegender Pubeszenz bedeckt; dieses Behaarungsmerkmal trifft auch auf die Streckseiten der Hintertibien zu
Boro
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