Formica fusca - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Formicinae

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Mittwoch 30. April 2014, 12:30

Kleine Vorgeschichte:
Das es in Berlin einen Ameisenshop gibt erfuhr ich in etwa um 2006.
Durch Recherche im Internet fand ich dann das Ameisenforum.
Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass man Ameisen „Artgerecht“
in der Wohnung halten kann.
2010 fing ich an regelmäßig im Ameisenforum und Ameisenwiki zu lesen.
Im Juni 2011 kaufte ich eine kleine Lasius niger Kolonie mit 20 Arbeiterinnen.
Ich war fasziniert von der Baukunst dieser Ameisen.
Im September 2011 verstarb völlig unerwartet die Gyne.
Doch der „Ameisenvirus“ hat mich erwischt und nutzte den Winter um mich
tiefer in die Materie einzulesen. Die Beschäftigung mit Ameisen ist für mich weit mehr als nur interessant :)

Warum Formica fusca?:
Es sollte eine Einheimische Art sein die auch kleine Fehler verzeiht.
Sie sollte kein Gift besitzen, da ich öfters von unangenehmen Gerüchen gelesen habe.
Die Art sollte eine relativ kleine Koloniegröße erreichen. (Der wichtigste Grund)
Tja so kam ich zu Formica fusca.

Zitat von DermitderMeise:
Gift besitzt auch diese Art, wie zumindest die meisten wenn nicht alle Schuppenameisen;)
bei ihr besteht es überwiegend aus Ameisensäure.
Eine Übersicht welche Ameisen sich in welcher Weise mit Gift zur Wehr setzen können findest du hier.
Die Fälle in denen Halter von den Giftausdünstungen ihrer Kolonien belästigt wurden sind sehr selten
und dürften nur große bis sehr große Kolonien betreffen.


Nachtrag zur Koloniegröße:
Wenn ich nun eine Formica fusca mit einer Lasius niger Kolonie
vergleiche, hat die Lasius niger Kolonie natürlich mehr Individuen.
Das hat allerdings nicht zwingend mit dem Platzbedarf zu tun.
Eine Formica fusca Arbeiterin ist größer als z.B. eine Lasius niger Arbeiterin.
Außerdem haben die Formica fusca Arbeiterinnen kein Problem mit langen Laufwegen.
Also kann man nicht davon ausgehen für eine „Volksschwache“ Kolonie weniger Platz zu brauchen!


Der Kauf:
Natürlich wäre es um einiges cooler selbst eine Gyne nach dem Hochzeitsflug zu fangen,
jedoch wäre ich nicht in der Lage gewesen eine Formica fusca Gyne von z.B. einer
Lasius niger Gyne oder sonst einer zu Unterscheiden.

Mitte März entdeckte ich die erste Ameise auf der Straße.
So fuhr ich am 19. März 2012 zu dem Berliner Ameisenshop um eine Gyne und eine 20x30cm Arena zu kaufen.
Mir wurde eine Gyne mit 7 Arbeiterinnen und eine mit 3 Arbeiterinnen angeboten.
Ich nahm die mit 3 Arbeiterinnen. Eine kräftig wirkende Königin.
Obwohl ich genau wusste welche Art ich halten möchte,
war ich mir nicht Sicher ob ich es nochmals mit der Ameisenhaltung versuchen sollte.
So war es auch ein (jetzt oder nie) Spontankauf.
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hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Mittwoch 30. April 2014, 12:54

Das Nest:
Ich entschied mich für ein externes stehendes Nest, indem ich heute noch viele Vorteile
vereint sehe. (Winterruhe, Beobachtung, Erweiterung).
Die Beobachtung mag bei einem liegenden Nest noch besser sein, da man z.B. einen
Fadenzähler direkt auf die Scheibe stellen kann.
Auch ist die Nutzung der Nestkammern effektiver und das Nest kann nicht umfallen,
doch vom Platzverbrauch ist ein Stehendes Nest unschlagbar.
Ich baute das Nest im Winter 2011/12.
Ein Ytongstein mit den Maßen 23x19x5cm. Plexiglas. Schrauben. Metallgitter, Heißkleber, Sand/Lehm.
Der eigentliche Nestbereich hat eine Größe von 13x14cm, wobei die meisten
Kammern mit einem Sand/Lehmgemisch aufgefüllt sind.
Die Poren des Ytongsteines wurden ebenfalls mit Lehm geschlossen, um zu verhindern,
dass sich organische Kleinteile darin verfangen. Mit Metallgittern versuchte ich eine art Lüftungssystem einzubauen.
Einen Vor oder Nachteil konnte ich noch nicht feststellen.
Ich dachte mir das die Ameisen ohnehin Öffnungen nach ihren Wünschen verschließen.
Die Beobachtungsscheibe beklebte ich mit roter Folie und befestigte sie mit Schrauben,
da ich bei einem früheren Test bemerkte, das sich Plexiglas bei Feuchtigkeit verziehen kann
und sich wie in meinem Fall samt Heißkleber vom Stein löste.
Auf die Beobachtungsscheibe klebte ich dann noch einen „Stoffvorhang“ der zusätzliche Dunkelheit verspricht.
Wenn ich mit einer Lampe durch die rote Scheibe in das Nest leuchte
nehmen die Ameisen die Veränderung wohl war.
Das kann an der Pigmentierung der Folie liegen. Allerdings ist mir aufgefallen,
dass Formica fusca eine sehr gute visuelle Wahrnehmung besitzen.
Im oberen Bereich des Nestes baute ich eine art „Minniarena“ in deren Boden es drei Nestzugänge gibt.
Der „Deckel“ der „Minniarena“ besteht aus Metallgitter und einer
Sichtscheibe und wurde mit Heißkleber befestigt. (Nicht abnehmbar)
Auf beiden Seiten gibt es jeweils eine Anschlussmöglichkeit für einen 14mm Schlauch (Außendurchmesser).
Links wurde das Reagenzglas Nest angeschlossen und rechts die Arena.
Das untere Drittel des Steines ist unbehandelt.
Der Stein selbst steht in einer Pflanzenschale und kann auf diese weise Bewässert werden.
Diese ist aber mehr als Feuchtigkeitssperre für das Holzbrett, auf dem der Stein steht, gedacht.
Da die Befeuchtung des Nestes für einen Anfänger ein Thema für
sich darstellt beschreibe ich diese unter einem neuen Absatz. :)

Befeuchtung des Nestes:
Ein Jahr vor dem Einzug der Formica fusca Kolonie beschäftigte ich schon mich mit
Ytong und Wasser. Also seit 2011. Zur Befeuchtung gibt es im Ameisenforum keine
klaren Aussagen schlicht deshalb nicht, da diese von vielen Faktoren abhängig ist.
Faktoren wie die Größe des Steines, wie viel Frischluft kommt dazu, Temperatur,
Luftfeuchtigkeit usw. Ein weiteres Problem ist, dass bei Ytong Feuchtigkeit nicht gut sichtbar ist,
und wenn sie sichtbar ist, ist das Nest meistens zu Feucht.
Spätestens dann wenn sich Kondenswasser an der Scheibe bildet, liegt was im argen.
Dies kam bei mir allerdings nie vor. Mein Befeuchtungssystem war eine abgeschnittene
Petflasche in deren unteren Bereich ein Schlauch (14mm) geklebt war.
Am anderen Ende steckte ich einen passgenauen Ytongzylinder in den Schlauch
der sich mit Wasser vollzog und mit dem Nest verbunden war.
Dies funktionierte ganz gut und ich konnte genau verfolgen wie viel Wasser der Stein sog.
Doch ist diese Methode alles andere als Wartungsfrei.
Im Sommer 2012 lief mir zwei mal der Tank aus, und einmal war er verstopft.
Man kann es sicherlich anders machen, doch gefällt mir diese „Spielerei“ und versuche sie weiter zu verbessern.

Nest.jpg
Nestschema...


Nachtrag zur Befeuchtung des Nestes:
Die Befeuchtung ist ein ewiges sich herantasten, wie ich in jüngster Zeit wieder feststellen musste.
Meist wird das Nest zu feucht gehalten. Formica fusca mag es eher trocken. Aber eben nicht zu trocken :)
Jedes Nest verhält sich anders und es gibt keine Formel!


Ich nehme zur Bewässerung und auch in der Tränke normales Leitungswasser, so
wie es auch ein Experte hier im Forum seit Jahrzehnten macht.
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Zuletzt geändert von hormigas am Freitag 19. Juni 2015, 16:17, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Artenname falsch geschrieben ;)
hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Mittwoch 30. April 2014, 13:10

Die Arena:
Die Arena ist gekauft und hat eine Größe von 20x20x30cm und 10mm Bohrungen, mit Deckel.
Sie ist mit einem 40cm langen Schlauch mit dem Nest verbunden.
Der Boden ist mit einer ca. 5mm Lehmschicht ausgegossen.
Zur Dekoration benutzte ich Steine, Äste und sonstige kleine Dinge die ich bei meinen Spaziergängen finde.
Anfangs kochte ich die Fundstücke noch ab, sehe es aber Heute etwas entspannter.
Ich habe die Arena nie extra befeuchtet. Als Ausbruchsschutz dient Paraffinöl.

Arena.jpg
Arena2012


Die Tränke:
Ich baute mir eine Tränke selbst indem ich ein Reagenzglas aus Plastik knapp unterhalb
der Öffnung mit Löchern versah. Der Verschluss einer Fruchtsaftverpackung passte genau
mit seiner „Innenkonstruktion“ auf das Reagenzglas. Den dadurch entstehenden Ring füllte ich mit Watte.
Der Fruchtsaftverschluss ist auch der Standfuß.
Funktioniert wunderbar und ist zierlicher als eine Vogeltränke.
Obwohl das Wasser darin „Ewig“ reicht erneuerte ich es mindestens einmal in der Woche.

Fütterung:
Die Ameisen bekamen verschiedene arten von Honig. Sie bevorzugten einen einfachen
Waldhonig vom deutschen Imkerverband. Der Honig wurde 2x in der Woche gewechselt.
Ich bot ihnen auch immer wieder Weintrauben, Äpfel und anderes Obst an.
Die Ameisen zeigten aber nie Interesse, was aber bei einer Gründungskolonie verständlich ist.
Ab und zu kaufte ich kleine Mengen Mehlwürmer die ich dann mit heißem Wasser überbrühte
und in kleine Stücke schnitt. Diese wurden so gut wie nie angenommen.
Drosophila war die absolute Leibspeise und ich verbrachte gefühlte Stunden in der
Küche um diese zu fangen. Manchmal in der „Hochsaison“ legte ich auch ein Stück
Zitrone aus um genug Fruchtfliegen anzulocken. Ich nahm auch immer einen kleinen
Behälter mit nach draußen um die eine oder andere erlegte Stechmücke einzusammeln.
In dieser Hinsicht hat man am Land natürlich einige Vorteile.

Anlage.jpg
Anlage2012
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Zuletzt geändert von hormigas am Mittwoch 30. April 2014, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Mittwoch 30. April 2014, 13:52

Formica fusca. Das erste Jahr

Zeitlicher Ablauf und Wachstum:
Ich habe ein wenig Buchgeführt (so gut ich konnte) um die Entwicklung der
Kolonie etwas besser erfassen zu können. Alle zwei Wochen machte ich ein Foto
vom Nest um eine genauere Zählung vorzunehmen, doch gibt es Ungenauigkeiten.
Ich wollte aber auch nicht meine Aufzeichnungen im Nachhinein „verschönern“.
Einmal in der Woche habe ich mir erlaubt mit einer Lampe für 30 Sekunden ins
Nest zu leuchten. Das war die Zeitspanne in der die Ameisen auf das Licht reagierten.
Einmal am Tag hob ich den „Vorhang“ für einen kurzen Kontrollblick den die Ameisen,
nach meinem Gefühl, nicht bemerkten.
Da es mir zu kompliziert war Eier, Larven und Puppen getrennt aufzuschreiben habe
ich, außer am Anfang, immer nur die Puppen gezählt und sie als Brut bezeichnet.

19.03.2012 Kauf der Kolonie (Formica fusca, 1 Gyne, 3 Arbeiterinnen)

Da ich noch die Arena vorbereiten und diese trocknen (Boden) musste lag die Kolonie
unausgepackt 4 Tage in meinem Regal ohne Nahrung.

RGnest.jpg
Am Anfang war das RG...


24.03.2012 Reagenzglasnest wurde an das Ytongnest angeschlossen.
Zwei Arbeiterinnen fingen sofort mit der Erkundung des Ytongnestes an.
Am nächsten Tag sah ich auch eine Arbeiterin in der Arena.

25.03.2012 Die ersten 3 Eier

26.03.2012 Umzug ins Ytongnest
Das habe ich wirklich nicht erwartet! Ich saß gerade beim Frühstück und konnte
live miterleben wie die Ameisen in das Ytongnest umziehen. Sie zogen in den rechten
unteren Bereich wechselten am nächsten Tag in den linken oberen Bereich.
Dort blieben sie auch den ganzen Sommer.
Die folgende Woche war eine Arbeiterin damit beschäftigt Baumaterial ins Nest zu
schleppen, und das fast ohne Pause. Zwei der drei Nesteingänge wurden verschlossen,
der dritte verengt. Die obere rechte Kammer wurde bis zur hälfte mit Baumaterial angefüllt.
Sie bekommen 1-2 Fruchtfliegen am Tag. Eine Arbeiterin erledigt alle Außenarbeiten.

01.05.2012 Die ersten 2 Arbeiterinnen sind da. 5 Arbeiterinnen, 15 Brut.
11.06.2012 6 Arbeiterinnen, 20 Brut.
21.06.2012 8 Arbeiterinnen, 25 Brut.
23.06.2012 10 Arbeiterinnen, 25 Brut.

3-6 Fruchtfliegen pro Tag.

29.06.2012 12 Arbeiterinnen, 15 Brut

2 Arbeiterinnen beim Furagieren gesehen.
6-10 Fruchtfliegen pro Tag.

03.07.2012 Eine Arbeiterin im Honig ertrunken
Ich glaube es war die neue Außendienst Arbeiterin die ich da im Honig entdeckte
als ich nach Hause kam. Mano nun mach ich eh schon so kleine Tropfen!
Ich nahm sie heraus und wusch den Honig ab. Anschließend auf ein saugstarkes
Papiertuch. Die Arbeiterin bewegte sich nicht mehr. Da ich schon öfters von
wundersamen Auferstehungen tot geglaubter Ameisen gelesen habe, legte ich sie zur
Beobachtung in die Arena. Nach 10 Sekunden war die andere Außendienst Arbeiterin
da, und trug die regungslose Arbeiterin ins Nest, wo ich ihre Spur verlor.

11.07.2012 15 Arbeiterinnen 15 Brut

Manchmal kann man 2 Arbeiterinnen beim Furagieren beobachten.

20.07.2012 15 Arbeiterinnen, 20 Brut
23.07.2012 18 Arbeiterinnen, 20 Brut
25.07.2012 25 Arbeiterinnen, 20 Brut
29.07.2012 30 Arbeiterinnen, 10 Brut
05.08.2012 30 Arbeiterinnen, 5 Brut

2 Arbeiterinnen beim Furagieren ist nun Alltag.
Die Gyne wechselt öfters in den rechten unteren Bereich des Nestes.
3-6 Ameisen halten sich ständig im Eingangsbereich auf.
Der Honigverbrauch ist in etwa 3x so hoch als noch vor einem Monat. Weniger Proteine.

09.08.2012 ?Arbeiterinnen, 2 Brut
12.08.2012 40 Arbeiterinnen, 0 Brut

Die rechte obere Nestkammer die von einer Arbeiterin mit Baumaterial aufgefüllt
wurde, wird nun als Mülldeponie für die leeren Puppenhüllen benutzt.
Allerdings glaube ich mich zu erinnern auf einer schematischen Zeichnung eines
Formica fusca Nestes in der Natur, ebenfalls eine Müllkammer im Eingangsbereich
gesehen zu haben. :) Das Buch hatte einen Namen wie: Sozialverhalten der Ameisen.
Tut mir leid den Autor nicht mehr zu wissen.

14.09.2012 Keine Proteine mehr. Alle sitzen im rechten unteren Nestbereich.
Anfang August merkte ich schon dass sich die Ameisen auf den Winter vorbereiten.
Vielleicht habe ich sie zu gut gefüttert und die Kolonie hat zu schnell ihr soll erreicht.

Ausendienstarbeiterin.jpg
Diese Ameise erledigte fast alle Außenarbeiten 2012!


10.10.2012 Umzug in den Keller für die Winterruhe.
In den Sommermonaten habe ich mein Zimmerfenster fast durchgehend geöffnet.
Als es mir zu kalt wurde und ich auch keine Ameisen mehr auf der Straße sah,
dachte ich mir, es ist zeit für die Winterpause. In meinem Keller waren fast die
selben Temperaturen wie in meinem Zimmer. Ich praktiziere das jedes Jahr so
um mich selbst auf kältere Zeiten vorzubereiten.
Ich umwickelte das Nest mit einem Papierähnlichen Stoff und Platzierte einen
Kühlakku im Bereich der Beobachtungsscheibe. Ich schloss auch noch eine kleine
Arena an, mit Tränke und Honig, was wahrscheinlich völlig überflüssig war.
Die Temperaturen lagen Anfangs bei 15 Grad. Lange Zeit bei 4-7 Grad.
Es gab aber auch Tage mit bis zu -5 Grad.

Was ich anders machen würde und werde:
Eine 10mm Bohrung bei der Arena kommt mir zu klein Dimensioniert vor.
Bei einer kleinen Kolonie ist das kein Problem, doch wenn diese größer wird
empfinde ich einen 10mm Schlauch als zu eng.
Der Honig wird anstatt 2x die Woche 3x erneuert.
Weniger Füttern damit die Ameisen nicht so schnell ihr Jahresprogramm abfahren.
Da muss ich einfach noch mehr Gefühl dafür entwickeln.

Zitat von DermitderMeise:
Das hat zuerst mit der Temperatur zu tun und dann erst mit dem Füttern; jedenfalls solange man Nahrung im Überfluss anbietet (davon kann man bei dir ausgehen ;). Diese Art schließt auch in der Natur im Hochsommer ihren Brut-Jahreszyklus ab, d. h. dann werden das letzte Mal Eier gelegt und Arbeiterinnen aufgezogen; das frühe Jahresende ist hier - wie bei allen Formica-Arten - also normal.


So nun habe ich meinen Jahresbericht geschrieben und weiß noch nicht ob
die Kolonie den Winter gut überstanden hat. Doch davon gehe ich nun einfach mal aus.
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hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Donnerstag 1. Mai 2014, 12:12

Formica fusca. Das 2.Jahr

Ende der Winterruhe
Der Winter 2012/13 dauerte sehr lange. So hatten wir Anfang April in Berlin
noch Temperaturen um den Gefrierpunkt.

04.04.2013 Auswinterung Anfang 7° auf 11°
06.04.2013 Entfernung des Kühlakkus 10° bis 16°

Der Kühlakku den ich an der Scheibe des Nestes für die Winterruhe
anbrachte wurde nun entfernt. Kontrollblick.
Sie leben, und zwar alle! Die Ameisen sind relativ agil, womit ich
nicht gerechnet habe. Die Königin funkelt wie ein schwarzer Diamant
durch die rote Folie.

11.04.2013 Anschluss an die Arena 15° auf 18°
16.04.2013 40 Arbeiterinnen, 0 Brut

Leider konnte ich bis dato noch keine Ameise in der Arena
entdecken, stattdessen sind sie wie wild damit beschäftigt Tunnelsysteme
im Nest anzulegen. Aber ich bin voller Hoffnung bald eine Arbeiterinn beim
Honig schlürfen zu erwischen!

21.04.2013 40 Arbeiterinnen, 3-6 Eier

Tja die Königin hat wohl Eier gelegt was mich beruhigt, doch hat sich
bis heute noch keine Ameise außerhalb des Nestes blicken lassen.
Mir wurde gesagt, dass die Ameisen noch durchaus von den Reserven
des Winters zehren.
Ich habe eine Lampe installiert die einen Teil des Nestes erwärmt.
Sie leuchtet ca. 2 Stunden am Tag. Die Ameisen lieben es!
Ich wollte damit mehr Gerechtigkeit, da die Ameisen im Freien sich schön
sonnen können und meine Kolonie ein „Schattendasein“ in meinem
Zimmer führt :). Und ich wollte mal ausprobieren ob Formica fusca wirklich
wärmeliebend ist, wie es beschrieben wird - ja sie sind es!

23.04.2013 Arbeiterinnen furagieren

Endlich ist die Saison (nach einem Monat Verspätung) eröffnet!
Mit dem Aushub der Tunnelarbeiten im Nest, verkleinerten die Arbeiterinnen
die als Brutkammer genutzte Kammer um nochmals die Hälfte.
Ist die Heizlampe an, gehen die meisten Ameisen in die „Brutkammer“,
da diese Kammer am meisten von der wärme der Lampe abbekommt.
Ist die Lampe aus werden die Kammern in etwa so genutzt wie im Vorjahr.
Das Eierpaket hat sich im Volumen ca. verdreifacht.

Arena2013.JPG
Arena Anfang 2013


Die Arena 2013 hat sich nicht wesentlich verändert. Im laufe des Sommers
kommt eventuell eine zweite Arena dazu. Doch warte ich noch ab, da mir
die 20x30 cm Arena für drei furagierende Ameisen noch ausreichend
erscheint.
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Zuletzt geändert von hormigas am Donnerstag 1. Mai 2014, 14:39, insgesamt 2-mal geändert.
hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Donnerstag 1. Mai 2014, 14:33

26.04.2013 40 Arbeiterinnen, großes Eipaket

05.05.2013 Bauarbeiten
Ich habe trockenes Moos zerkleinert und den Ameisen als Baumaterial
in die Arena gelegt. Das gesamte Moos wurde rund um die Eingänge
des Nestes deponiert. Auch das Nest selbst ist nun mit einem Tunnelsystem
von den Ameisen ausgestattet worden. Sie haben aber keine neuen Kammern
angelegt. Der Sand mit dem die „Brutkammer“ verkleinert wurde ist wieder
entfernt worden. Die Baumassnahmen scheinen eher einen temporären
Charakter zu haben, der „Sinn“ ist für mich nicht erkennbar.
Zum Sonnen in die „Wärmekammer“!
Die linke obere Schlauchverbindung (ein Stück Schlauch 5cm mit Stöpsel)
wird von der Lampe am meisten erwärmt. Diese wird, wenn das Licht an ist,
von ca. 1/3 der Kolonie aufgesucht. Auch die Brut (Eier oder Larven?) werden
dort hingebracht. Ich sehe dieses Schlauchstück (die Ameisen wahrscheinlich
auch) als Nesterweiterung und nenne diesen Bereich nun Wärmekammer.
Die Ameisen erscheinen größer als im letzten Jahr.
Es gibt richtig „große“ Exemplare.

Nestoben05052012.jpg
Das Nest von oben: links Wärmequelle mit Schlauchstück (Wärmekammer).
In der Mitte sieht man die Verteilung des Mooses.


09.05.2013 Katzenfutter als Notnahrung
Seit einer Woche bekommen die Ameisen Katzenfutter da sich in meiner
Wohnung keine Fliegen finden lassen. Das Katzenfutter sollte aber nur
ein vorübergehender Test sein. Es wird gut angenommen.
Nach meiner Berechnung müsste es nun etliche Larven geben, doch werden
sie wohl vor mir versteckt. Es wird auch ständig gegraben oder gebaut.
  • 1

hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Donnerstag 1. Mai 2014, 14:49

14.05.2013 40 Arbeiterinnen 3x Bruthügel

Das Katzenfutter wurde nun wieder abgesetzt. Ich bin immer noch
überrascht wie gut es angenommen wurde. Statt Honig biete ich auch mal
Ahorn-Sirup an, der ebenfalls sehr beliebt ist.
Heute habe ich auch endlich wieder mal 3 Bruthügel entdeckt. Sie haben
in etwa 3-4mm Durchmesser und Höhe. Jedoch kann ich da keine Detais
erkennen geschweige denn die Anzahl der Individuen.

Seit ein paar Tagen saugt der Ytong kein Wasser mehr obwohl er mir sehr
trocken erscheint. Ich habe keine Erklärung dafür. Ich sehe auch die Ameisen
vermehrt an der Tränke. Auch glaube ich an Stellen die ständig feucht sind
Spuren von diesem schwarzen Schimmelpilz zu erkennen. Diesen Pilz sieht
man auch oft am feuchten Mauerwerk.

18.05.2013 Bauarbeiten
Der Ytong hat einen neuen Wassertank bekommen. Er funktioniert nach
dem Prinzip von Willma wobei eine art Docht das Wasser von einem
Gefäß zum Stein transportiert. Scheint gut zu funktionieren - mal abwarten.
Dass der Ytong kein Wasser mehr sog hatte wohl eine andere Ursache.
Der Ytong ist „Wassertechnisch“ fast zwei Jahre in Betrieb, und hat eben
schon „individuelle“ Züge angenommen. Die Ameisen scheinen ihn zu mögen.

Eine Ameise ist ständig damit beschäftigt Baumaterial von der Arena zum
Nest zu transportieren. Die Teile die sie da durch die Gegend schleppt
können wohl nicht groß genug sein. Dort wo sie vor einer Woche das Moos
„ablegte“ wird weiter umgestaltet. Mittlerweile ist es eine Trasse mit
16cm Länge, 2cm Breite, und ca. 5mm Höhe. Die zwei rechten Nesteingänge
sind nun komplett zugebaut und nicht mehr zu erkennen.

Nest-Stein.jpg
Eine schematische Darstellung des momentanen Nestzustandes:
1.Wärmekammer
2.Hof (minni Arena)
3.Arena - Verbindung
4.Brutkammer
5.Königinnen Kammer

Grün= Neue Aufschüttungen 2013
Rot= Neue Grabungsarbeiten 2013
Schwarz= Sand/Lehm Füllung oder alte Bauarbeiten


Die oberste rechte Kammer war im Vorjahr die „Müllkammer“ in der
so dinge wie Puppenhüllen gelagert wurden. Da wurde nun ein neuer
Sandboden gelegt. Es gibt endlich einen Müllhaufen in der Arena.

Der „Mauerschimmel“ den ich vor ein paar Tagen entdeckt habe ist
irgendwie da, aber in einem Maße wo ich mir momentan einfach denke:
„Es ist noch im grünen Bereich“. Ich habe die Stelle mit etwas Aktivkohle
aus dem Aquarium Bereich bestrichen. mal gucken.

Die „Brut“ ist mittlerweile eindeutig als „Larvenhaufen“ zu erkennen.
Es sind einige, und sobald Puppen da sind - fange ich an zu zählen.
Im Vorjahr wurden am 01.05.2012 die ersten Arbeiterinnen aus dem
Kokon befreit. Bis der neue „Jahrgang“ schlüpft wird wohl noch einige
Zeit vergehen.

Alles in allem ist die Kolonie sehr fit.
  • 1

hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Donnerstag 1. Mai 2014, 14:58

01.06.2013 40 Arbeiterinnen ca.20 Brut

Tja der Großteil der Larven hat sich Verpuppt, und ich rechne ungefähr
in einer Woche mit dem „großen“ Schlüpfen.
Beim zählen der Puppen kam ich zwischen 20 und 30 Stück.
Genauer bekam ich das nicht hin und sage mal 20 Stück :)
Ich glaube die Königin hat einen weiteren Schwung Eier gelegt.
Bis zum Saisonende werde ich dann eine Kolonie mit 100 Arbeiterinnen
haben, und der Staat wird langsam „Erwachsen“!

Die Bauarbeiten wollen einfach nicht aufhören.
Das letzte mal Berichtete ich von einer Aufschüttung von 5mm.
Nun sind wir bei mindestens einem Zentimeter! Manchmal wird der
Verbindungsschlauch zur Arena mit Baumaterial zugestopft um ihn am
nächsten Tag wieder frei zu räumen. Das Klingt nicht viel, aber diese
Arbeiten wird oft nur von 1-2 Arbeiterinnen erledigt!

Das neue Bewässerungssystem funktioniert sehr gut.
Der Schimmel ist weg, oder ich habe ihn gut in den Griff bekommen.

Leider hatte ich die letzten Wochen kaum Zeit und längere Beobachtungen
waren nicht möglich, doch solange Futter da ist geht meinen Ameisen das am Gaster vorbei :)
In meiner Wohnung herrscht immer noch totale Fliegenarmut - das Nervt total!
Das war im letztem Jahr anders. Die Zoohandlung in meiner Nähe bietet auch
keine Mehlwürmer mehr an. Also in Sachen „Ernährung“ muss ich nun bald eine andere Lösung finden.
Falls ich mir eine Futtertier Zucht anlege, möchte ich nicht so ein trauriges
dahin vegetieren mitansehen. Gibt es eine Zucht in Gurkenglas-Größe, die
nicht Stinkt, mit kleinen Insekten, die leicht zu halten sind, und lautlos?
Mal sehen :)
  • 1

hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Donnerstag 1. Mai 2014, 15:25

03.06.2013 Die Bauarbeiten gehen weiter
Besonders in den Abendstunden sind um die 5 Arbeiterinnen damit beschäftigt
die Rampe im Eingangsbereich zu erweitern.
Eine von ihnen ist nur damit beschäftigt Baumaterial von der Arena anzuschleppen.
Hin und wieder wird von einer anderen Ameise Baumaterial wieder in die Arena getragen.
Dort ist auch schon ein kleiner Hügel entstanden.
Die Rampe berührt nun fast schon das obere Beobachtungsglas.
Ob die Bauarbeiten durch die Wärmelampe angeregt werden?
Vielleicht sehen die Ameisen die Miniarena als eine Riesenkammer die es gilt zu verkleinern.
Wie auch immer betrachten es die Ameisen als eine Notwendigkeit umzubauen,
und mir macht es Spaß ihnen dabei zuzusehen.
Auch im Nestinneren wurde die „Winterkammer“ um das Doppelte vergrößert.
Ich habe mir erlaubt, nochmals eine Grafik zu erstellen - obwohl ich diese
Dinge schon erklärt habe. Jedoch habe ich wieder eine Vorsintflutliche
Kamera, und die Dinge sind meiner Meinung nach besser erklärt :)

Kammern+Gänge062013.jpg
1.Wärmekammer 2. Königinnen Kammer 3. Brutkammer
4. Durchgangskammer 5. Ehem. Müllkammer 6. Winterkammer
Gelb= Wege vom letztem Jahr. Blau= Neue Wege 2013

Die Brut ist in die Königinnen Kammer und umgekehrt gewechselt.

Brut062013.JPG
Links die Königinnen Kammer und rechts die Brutkammer mit Puppen.
Zählt selbst, ich habe mich auf 20 Stück geeinigt :)

Mülldeponie.JPG
Auch haben sie einen vorbildlichen Müllhaufen angelegt!

Arena062013.JPG
Klar zu erkennen die vorbildliche Mülldeponie rechts oben in der Arena!
Der blaue Pfeil zeigt den Weg zum Nest.

Die Temperaturen in diesem Sommer waren (sind?) etwas kühl. Nun steigen
sie wieder und es ist auch mehr Aktivität bei den Ameisen zu erkennen.

2A+Fliege.JPG

Es ist fast immer eine Ameise in der Arena. Bei sehr viel Aktivität bis zu 6 Ameisen gleichzeitig.
Dies ist jedoch die Ausnahme.
  • 1

hormigas
 

Re: Formica fusca - Haltungserfahrungen

Beitragvon hormigas » Donnerstag 1. Mai 2014, 16:15

05.062013 40 Arbeiterinnen 40 Brut

Heute habe ich nochmals Fotos vom Nest gemacht und ich muss meine
Angaben zur Anzahl der Brut zu meiner Freude korrigieren!

Brut05062013.JPG

Auf diesem Bild habe ich 36 (sichtbare) Puppen gezählt. Da sie übereinander
auf einem Haufen liegen, gehe ich von mindestens 40 Stück aus.
Im blauen Kreis sieht man Eier oder kleine Larven, der zweite Brutschub in
diesem Jahr. Von der Menge schätze ich ihn so wie den ersten (ca.40 Stück) ein.
Ich muss sagen, die geben ganz schön Gas :)
Die menge der Puppen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt!

Die Sache mit den Proteinen
Ich habe mich im Internet ein wenig in die Futtertierzucht eingelesen, und - na ja, es ist wirklich sehr einfach...
Ich habe mir mal ein Gurkenglas Drosophila hydei gekauft und warte wie es sich bewährt.
Das diese Sorte Fliegen die Leibspeise sind, hat sich wieder mal bestätigt!
Die Fliegen können nicht fliegen und sind sehr einfach im Zaum zu halten!

fliegenzucht.jpg
Drosophila hydei - Zucht

Nachtrag zu "...sind einfach in Zaum zu halten!":
Da kommt es ganz klar auf die Menge der Fliegen an!



Befeuchtung des Nestes
Bewässerung05062013.jpg

Wie schon erwähnt, befeuchte ich das Nest über einen externen Wassertank.
Der Tank ist mit einer art Docht, der in einem Schlauch steckt, mit dem Nest verbunden.
Der Stein saugt bei den momentanen Temperaturen (18°-20°C) eine Wassermenge von der roten Füllmarkierung
bis zum momentanen Wasserstand, in 4 Tagen.
Der Tank ist eine abgeschnittene 1,5L Cola Flasche.
Der Stein ist nur vorne (schwarze Fläche) mit einer Scheibe versehen.
Der Rest ist offen, und es verdunstet viel Wasser. Also der Stein kommt mir relativ trocken vor.
Ganz unten kann man einen feuchten Bereich erkennen.
und genau da ist...

Schimmel062013.jpg

...Der Schimmel
Er ist wieder da. Er ist schwarz. Er befindet sich auf der Grenze vom feuchten zum trockenen Stein.
Wenn ich mit der Fingerkuppe darüber streiche ist sie danach schwarz.

Und ich selbst sagte: „Ein weiteres Problem ist, dass bei Ytong Feuchtigkeit nicht gut sichtbar ist,
und wenn sie sichtbar ist, ist das Nest meistens zu Feucht.“
Na ja, werde ich wieder weniger gießen :)

14.06.2013 40 Arbeiterinnen 40 Brut

Eigentlich rechne ich jeden Tag mit dem schlüpfen der Ameisen.
Es sind immerhin die ersten in diesem Jahr!
Die Kolonie ist sehr aktiv.
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hormigas
 

Formica fusca 2.Jahr

Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 12:57

Das mit den Fliegen läuft sehr gut!
Doch erkennen die Ameisen innerhalb eines Bruchteiles das „Futter“,
schnappen es - und weg sind sie.
Ich bin mit meiner Kamera leider nicht in der Lage ein scharfes Bild einer
Ameise zu machen. Ich zeige euch trotzdem eines :)
schnelleAmeise.JPG

Diese Anzahl von Drosophila hydei wird von einer Arbeiterin innerhalb
weniger Minuten in das Nest getragen. Dabei legt sie von Nest zu Futterplatz
einen Weg von 60 cm zurück. Ihr könnt euch vorstellen wie ich mir manchmal
den Ton eines Rennautos dazu denke. Es kommt oft vor, dass eine Ameise
alleine solche Arbeiten verrichtet ohne ihre Schwestern zu rekrutieren.

15.06.2013 50 Arbeiterinnen 40 Brut

Es sind wohl neue Arbeiterinnen geschlüpft. Es sind nun um die 50 Ameisen :)
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Formica fusca 2.Jahr

Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 13:38

19.06.2013 60-70 Arbeiterinnen +50 Puppen ca. 20 Larven

Ich weiß auch nicht ob ich es in den letzten Tagen einfach übersehen habe,
oder in kürzester Zeit ein solcher Entwicklungsschub möglich ist.
Auf alle Fälle ergab der gestrige Kontrollblick diese Zahl!
Ich sah einige frisch geschlüpfte Arbeiterinnen und diese enormen Bruthügel.
Ich glaube sogar in meiner Zählung etwas darunter zu liegen!
Die "genaue" Zählung im Herbst wird es zeigen!
Doch sicher ist, wir befinden uns am Höhepunkt der diesjährigen Saison :)

01.07.2013 100 Arbeiterinnen 50 Brut viele Eier und Larven

Ich war nun eine Woche auf Reisen und musste meine Kolonie das erste
mal eine Woche ohne Pflege zurücklassen. Bevor ich fuhr versorgte ich
meine Ameisen mit reichlich Wasser, Honig und einen ordentlichen
patzen Katzenfutter an dem sie einige Zeit zu knabbern haben sollten.

Als ich gestern zurück kam war zur meiner Freude alles in Ordnung :)
Bei der Drosophila Zucht bin ich mir da nicht sicher, da sich alle Larven
verpuppt haben, es schwarz und dreckig aussieht und ein scharfer Geruch
wahrzunehmen ist :(

Der Kontrollblick und eine schnelle Zählung der Ameisenkolonie ergab
einen enormen Zuwachs, und es sind nun mindestens 100 Arbeiterinnen.

Die Ameisen sind nicht mehr ganz so schreckhaft, wenn ich den Deckel
der Arena öffne, als es noch weniger Individuen waren.
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Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 13:52

06.07.2013

Drosophila hydei Zucht
Drosophila hydei ist eine der größten Arten der „Taufliegen“ und hat auch die längste Entwicklungszeit,
sagt das Internet. Vor 5 Tagen dachte ich noch die Fliegenzucht ist gescheitert,
aber dann sind plötzlich unmengen von Drosophilas geschlüpft.
Darauf hin habe ich ein weiteres Gurkenglas mit Zuchtsubstrat und frisch geschlüpften Fliegen präpariert.
Dabei vergaß ich den Nahrungsbrei stehen zu lassen. Außerdem verwendete ich zuviel Hefe.
Der Brei ging dann im Glas auf wie ein Pizzateig.
Im vergleich zum alten Glas ist es nun die dreifache Menge an Zuchtsubstrat.
(Trockenhefe, Apfelmus, Haferflocken, Wasser, Apfelessig) Bin schon gespannt ob ich damit Erfolg habe.

Ich habe mal hier im Forum erwähnt,
dass die Fliegen sehr leicht zu kontrollieren sind, da sie nicht fliegen können.
Nun muss ich sagen, dass bei einer gewissen Anzahl von Fliegen auch dass eine Herausforderung ist.
Ich stelle das Gurkenglas in eine Schüssel die am Rand mit Paraffin eingestrichen ist.
Die Drosophilas können nicht darüber krabbeln. Deckel auf - Deckel zu :)
Und schon krabbeln ca. 20 Fliegen in der Schüssel rum.
Ich überbrühe die Fliegen nicht, sondern tippe sie leicht mit dem Finger an ohne sie dabei zu zerquetschen.
Ein schnelles k.o.

Aktuelles aus der Kolonie:
Die Kolonie hat nun ihre Gründungszeit hinter sich gebracht.
Fast schlagartig verdreifachte sich die Anzahl der Arbeiterinnen.
Das Verhalten in der Arena hat sich verändert. Sie zeigen Stärke und Teamarbeit.
Zum Beispiel habe ich heute ca. 20 Drosophilas angeboten.
In kurzer Zeit werden um die 10 Arbeiterinnen rekrutiert.
Es scheint als wären die Ameisen im Alarmzustand. Es wuselt :)
Ca.5 Arbeiterinnen transportieren die Fliegen ab.
3 Arbeiterinnen halten sich in der Nähe der Futterquelle auf.
Und 2 - 3 Ameisen suchen wie verrückt die Arena ab.
Wenige Fliegen erwachen aus ihrem „Koma“ und krabbeln dann in der Arena herum.
Diese werden, nachdem die toten Drosophilas abtransportiert sind, angegriffen.
Die Ameise packt die Fliege mit ihren Mandibeln und biegt ihren Gaster unter sich nach vorne.
Ich vermute das es sich um den Einsatz von Ameisensäure handelt (!?).
Es dauert nur ein Wimpern zwinkern, und die Fliege ist tot.
An dieser Stelle möchte ich ganz klar sagen, dass ich keine Drosophila
absichtlich am Leben lasse um mir den Gnadenbiss der Ameise anzusehen!

Auch ist der Honigbedarf enorm gestiegen. Es sind den ganzen Tag über, bis zu 6 Ameisen am Honigschlürfen.

Nest
Die Puppen werden in der linken oberen Kammer gelagert, und die Larven in der rechten unteren Kammer.
Also die Puppen im trockenem, und die Larven im feuchtem Bereich des Nestes.
Es scheint als hätte jede Ameise was zu tun.
Es wird gefüttert, geputzt, getragen, gegraben.... :) Wie im Bilderbuch!
Und die Königin ist der funkelnde schwarze Diamant der Kolonie.
Sie hat in diesem Jahr schon ganze Arbeit geleistet!

Die Wärmelampe habe ich schon seit längerem nicht mehr im Einsatz.

Das Nest wird nun mit weniger Wasser versorgt. Der Schimmel ist noch da, hat aber keinen Spaß.
Ich habe mir auch überlegt ob es vielleicht eine Alge sein könnte.
Das weniger Wasser teilt das Nest in klarere Zonen, da nurmehr der rechte untere Bereich ein bisschen Feucht ist.
Früher wurden die Larven fast nur in der oberen Etage gelagert.
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Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 14:18

10.07.2013 +100 Arbeiterinnen +70 Brut und noch kein Ende!

Die Kolonie ist sehr aktiv. Ich biete ihnen ca. 20 Drosophilas pro Tag an,
die sie innerhalb von wenigen Minuten ins Nest schleppen.
Ich hoffe damit den ungefähren Proteinbedarf erraten zu haben.
Der Honigverbrauch ist enorm gestiegen. Fast jeden Tag bekommen sie ein
gut eingetauchtes Streichholz Honig von mir. Das ist dann bis zur Mitte des
nächsten Tages weggeschlürft.
In den nächsten Tagen werde ich mal versuchen ein etwas größeres Futtertier
anzubieten. Ein Insekt welches die Ameisen nicht einfach mal schnell in den
Bau zerren. Ich erhoffe mir dadurch, ablesen zu können, ob die Kolonie mehr
Proteine braucht. Sollten die Ameisen „in Massen“ dieses Futtertier zerlegen
besteht wohl Bedarf. Ich habe ein bisschen das Gefühl
meine Ameisen kennen keine Grenzen was die Futteraufnahme betrifft.
Ich würde ihnen auch gerne mal „naturnahe Engpässe“ bieten können,
ohne sie an den Rand der Existenz zu drängen. Jeden Tag ein gedeckter Tisch,
ist doch auch für eine Ameise langweilig. :)
Das Ziel der Kolonie ist eindeutig die Expansion. Das haben sie mir unmissverständlich klar gemacht.
Das ist noch nicht in der Arena spürbar, aber im Nest schon.
Wahrscheinlich sind es bis zum Jahresende knapp 200 Tiere.
Im nächsten Jahr muss eine zusätzliche Arena her. Am besten dreifach so
groß wie die derzeitige. Das Nest möchte ich noch behalten.

Der Schimmel
Mir wurde nun von einem Freund der seit Jahren Fische züchtet bestätigt,
dass es sich bei dem schwarzen Zeugs nicht um einen Schimmel, sondern
sehr wahrscheinlich um eine Alge handelt. Und sie ist unbedenklich.
Da das so schön klingt nehme ich das mal als gegeben hin. :)
Nachtrag: Es war Schimmel (Mauerschimmel) der sich aber
nicht weiter ausbreitete und auch den Ameisen nicht schadete.


Drosophila hydei Zucht
Mein neuer und eigentlich erster Zuchtansatz hat leicht zu Schimmeln begonnen :(
Normalerweise verhindern die Larven das Schimmeln, nur sind diese (wenn vorhanden) noch Eier.
Als Lauffläche habe ich Blumendraht (ohne Plastik) zerknäult und in das Glas gesteckt.
Dieser oxidiert nun an den Stellen mit denen er das Substrat berührt, und verfärbt das Substrat.
Ich hatte da eine große Klappe. Es ist alles so einfach tralala...
Ich muss wohl nochmals von Vorne beginnen.

14.07.2013 +130 Arbeiterinnen +70 Brut dazu reichlich Eier und Larven.

Habe das Glas weggeworfen und die Fliegen auf ein neues Zuchtsubstrat gesetzt.
Ob das was bringt weiß ich nicht. :/

Die Ameisen haben Hochbetrieb! :)
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Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 14:27

15.07.2013

Einmal geht noch :)
Die Königin hat nochmals eine Riesenmenge Eier gelegt. Dies wird so denke
ich endgültig der letzte Brutschub in diesem Sommer sein.
Allerdings ist die Kolonie aufgrund des späten Frühlingsanfang, einen Monat später als normalerweise,
in das Jahr gestartet. Doch fast sicher werden es um die 200 Arbeiterinnen zum Jahresende.
Meine Erwartungen mit 100 Arbeiterinnen wurde weit übertroffen!
(dies ist keine Wiederholung, sondern der Ausdruck der Freude!)
Die Brutkammer ist mit Puppen so voll gestopft, dass Brut in andere Kammern ausgelagert werden muss.
Dafür haben die Ameisen neue Kammern gegraben und alte vergrößert.
Teilweise sind Arbeiterinnen regelrecht in den Puppenhaufen „eingearbeitet“ um
alle Puppen versorgen zu können, wie es scheint.
Fast täglich sehe ich helle, ganz frisch geschlüpfte Images.
Es ist toll dieses Entwicklungsstadium bei meiner Kolonie mitzuerleben und bin gespannt wie es weitergeht.

Ernährung
Gestern habe ich die letzten Drosophilas verfüttert. Die Ameisen lieben sie,
doch bin ich mir nicht sicher ob ich mir eine andere Möglichkeit suche,
da es für mich jeden Tag eine Überwindung ist diese in so große Mengen zu töten.
Das alles ist auch ein bisschen vom Erfolg des neuen Zuchtansatzes abhängig.
Der Schimmelbefall im Zuchtansatz hat mich etwas ernüchtert.
Diese Woche bekommen sie Katzenfutter, auf das sie auch ziemlich abfahren.
Leider wird Obst immer noch mit einem kurzen Fühlerzucken abgelehnt.
In dieser Hinsicht werde ich in Zukunft mehr auf „überreife“ Früchte achten,
die wahrscheinlich besser ankommen und jetzt vorhanden sind. Noch im Geschäft :)

Im Alltag
Es sind in etwa um die 10 Ameisen in der Arena beschäftigt.
In etwa 3 beim Honig, 3 bei den Proteinen (kommt darauf an was es gibt),
2 beim Baumaterial schleppen, und 2 Ameisen laufen so herum :)
Im Nest ist auch der Großteil der Ameisen in Bewegung.
Auffallend ist, dass relativ große mengen an Baumaterial (fast) täglich
verschoben, abtransportiert oder wieder aufgeschüttet wird, so dass es mir
eher wie ein Vergnügen als eine Notwendigkeit erscheint.
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Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 14:35

18.07.2013 +170 Arbeiterinnen +100 Brut und x Larven

Ich verstehe die Welt nichtmehr. Jeden dritten Tag muss ich meine Zahlen korrigieren.
Es kann leicht möglich sein, dass es zum Jahresende 300 Arbeiterinnen sind.
Die Kolonie setzt auf Vollbeschäftigung.
Diese Entwicklungsschübe kommen immer total überraschend.
„Gestern“ noch 40 Ameisen und Heute +170 Ameisen. WOW!
Und Plötzlich hat sich das Verhalten der Kolonie schlagartig verändert.
Wenn früher eine Arbeiterin mehrmals checkte ob die Luft in der Arena rein
ist, so laufen sie heute in Gruppen „grölend“ durch die Gassen.
Ich musste an dieser Stelle einfach mal übertreiben :)
Es sind nun auch ständig Ameisen in der Arena.
Sie beanspruchen die Arena merklich als ihr Territorium!
Sie haben auch ein Lieblingsversteck unter einen Stein in der Arena gefunden.
Wenn sie dort graben könnten würden sie mit Sicherheit dort ein Zweignest errichten,
was ich (wenn ich eine Ameise wäre) durchaus als eine gute Idee empfinde.
Doch für die Winterruhe ist das nicht so praktikabel, und das Projekt muss leider verschoben werden :)
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Formica fusca 2.Jahr

Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 16:31

29.07.2013 ca. 270 Arbeiterinnen +150 Brut

Rekord in der Arena!
Die Ameisen waren nun zwei Tage alleine. Als ich nach Hause kam war der gesamte Honig weggeschlürft.
Natürlich habe ich sofort ein gut eingetunktes Streichholz Honig angeboten.
15 Ameisen auf einmal stürzten sich regelrecht auf den Tropfen.
Nach 3 Stunden war dieser dann auch weg. Das hat mich veranlasst ab nun 2 Honigstellen anzubieten.
Da es natürlich auch Proteine in Form von Drosophilas gab,
waren Heute bis zu 40 Arbeiterinnen in der Arena. Das ist absoluter Rekord :)

Honigstelle29.07.2013.JPG


Wie groß ist nun meine Kolonie?
In meiner Abwesenheit sind etliche Ameisen geschlüpft
sodass der/die Puppenhaufen um die Hälfte geschrumpft sind.
Beim zählen der Puppen kam ich allerdings wieder auf eine Zahl um die 150 Stück.
Es sind auch noch etliche Larven vorhanden. Arbeiterinnen sind es nun ca. 270.

Nest29.07.2013.JPG

Da die Ameisen so dicht „kuscheln“ ist mir ein Zählen fast unmöglich.
Fest steht aber, dass bei jedem Wachstumsschub auch die Anzahl der Ameisen in der Arena steigt.
Das klingt Logisch, muss man aber erlebt haben. :)
Die Königin ist nun in die Unteren Etagen des Nestes gewandert.
Es ist genau wie im letzten Jahr. Das bedeutet wohl es ist Schluss mit Eierlegen und die Gyne macht Urlaub.
Werden zwischen 400 und 500 Ameisen in die Winterruhe gehen?
Wir werden sehen.

Drosophila hydei Zucht
Auch meine Drosophila Zucht hat Erfolg gehabt.
Zwar nicht mit der Ausbeute wie beim gekauften Zuchtansatz - aber immerhin :)
Also dauerte es in etwa 2 Wochen bis aus einem Frischen Zuchtansatz
(Drosophila hydei) neue Fliegen schlüpfen.
Einen Durchgang werde ich in dieser Saison noch wagen.
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Formica fusca 2.Jahr

Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 16:59

Jahr der Rekorde :)
In ihrem zweiten Sommer, im Zimmer, hat mir die Formica fusca Kolonie
viel Freude bereitet. Nun stehen sie im Keller, und ich vermisse sie sehr.
Wir kommen gut miteinander klar. Und ich habe das Gefühl ihnen alles zu geben was sie benötigen.
Auch im zweitem Jahr der Haltung muss man sich an die Dinge herantasten.
Wenn so eine Kolonie „Halbstark“ wird, bekommt sie Charakter.

24.09.2013 Die letzte Arbeiterin ist geschlüpft.

24.09.2013 500 Arbeiterinnen

Besser gesagt 500 geschätzt. Das Zählen ist unmöglich geworden.
Aber mit der Zeit traue ich meinen Beobachtungen.
Am Anfang des Jahres war mein Ziel 100 Arbeiterinnen.
Das Ziel der Kolonie war 500 Mitarbeiterinnen stark zu werden :-P
Die Kolonie hat meine Erwartungen fünf mal Übertroffen.

Nest 12.10.2013.JPG
Nest vom 12.10.2013

Der schwarze Balken oben ist der Vorhang, der normalerweise das Nest verdunkelt.
Die Ameisen sitzen ganz dicht aneinander. Die Gaster sind bis zum geht nicht mehr gefüllt.
Bereit für kühlere Zeiten.
Im Winter werde ich wohl ein größeres Nest bauen.

20.10.2013 Umzug in den Keller zur Winterruhe

Fazit:
Auch wenn es nur 450 Arbeiterinnen wären ist es immer noch ein gewaltiger Zuwachs.
Ich habe die Wärmelampe (normale 25W Birne) nur am Anfang der Saison benutzt.
Ca. 2 Stunden am Tag, mit einem Abstand von 5-10 cm zum Yong.
Die Temperatur habe ich dabei nie gemessen.
Ich bin mir sicher, dass die Lampe am Anfang die Aufzucht der Brut unterstützt hat.
Wenn ich alles richtig Beobachtet habe, gab es 3 Brutschübe,
wobei der letzte Eierhaufen (mitte Juli) gigantisch war.
Ob danach nochmals Eier gelegt wurden ist für mich schwer einzuschätzen.
Meine Kolonie macht mir einen sehr Stabilen Eindruck, die auch was
wegstecken kann. Es ist mir auch klar das sich das Blatt plötzlich
wenden kann, und einem bei der Fehlersuche die Haare grau werden.
Die Kolonie ist immer noch am Anfang.

Es kam auch vor, dass ich völlig unerwartet 2 Wochen nicht Zuhause sein konnte
und die Ameisen einen richtigen Nahrungsengpass mitmachen mussten.
Wasser war noch vorhanden. Honig im Vorfeld großzügig angeboten,
ca. 20 Drosophilas und einen kleinen Löffel Katzenfutter.
Ich bin durchaus kein Fan von Katzenfutter, es kann aber manchmal sehr hilfreich sein.
Ich würde auch niemals Freiwillig meine Kolonie 2 Wochen alleine lassen,
da es doch ein Risiko ist wenn z.B. irgend etwas mit dem Wasser nicht funktioniert.
Eine Arbeiterin ist mir in dieser Zeit gestorben (im Honig ertrunken?)
Die Ameisen waren bei meiner Wiederkehr zwar verstärkt beim furagieren,
aber es gab keinerlei Beschwerden.
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Formica fusca 2.Jahr

Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 17:09

Zur Winterruhe (Formica fusca)
Da in den Haltungsberichten kaum etwas über die Zeit der Winterruhe
geschrieben wird, möchte ich kurz beschreiben wie diese bei mir abläuft:
Irgendwann im Oktober wird die Aktivität der Ameisen auf ein Minimum reduziert.
Alle sitzen dicht gekuschelt im Nest.
Im Vorfeld haben die Arbeiterinnen ihre Gaster mit Honig vollgepumpt.
Es gibt keine Brut mehr.
Sie sind bereit für das Winterlager.
In meinem Fall der Keller. Die Temperaturen entsprechen in etwa der Außentemperatur.
Allerdings dient der Keller als „Puffer“ und es werden in beide Richtungen
der Temperatur-Scala keine Extremwerte erreicht.
Circa Einmal in der Woche besuche ich die Ameisen und befeuchte gegebenen Falles das Nest.
Bei Bedarf kann ich auch das Kellerfenster öffnen oder schließen.

In diesem Winter lagen die Temperaturen über lange Phasen über 8 Grad.
Soweit ich mich erinnern kann gab es nur einmal für zwei Wochen minus Grade.
Wie wir wissen liegen wir im Winterlager bei 8 Grad an der oberen Grenze der idealen Temperaturen.
Der Winter war nicht optimal, und ganz ehrlich rechnete ich mit Verlusten.
Natürlich haben meine verhätschelten Formica fusca´s Reserven.
Wie groß aber diese Reserven sind kann ich schwer Beurteilen.
Für viele Insekten war es ein harter Winter!

Zur Diskussion
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Zuletzt geändert von hormigas am Samstag 3. Mai 2014, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Formica fusca 2.Jahr

Beitragvon hormigas » Samstag 3. Mai 2014, 17:17

Zur Diskussion


26.02.2014 Die erste Botin
Der Winter will in diesem Jahr einfach mild sein. Heute waren die Höchstwerte bei ca. 12 Grad.
Ich ging in den Keller um nach den Ameisen zu sehen,
und entdeckte eine Arbeiterin im Schlauch herumkrabbeln.
Sie machte allerdings einen sehr trägen Eindruck,
und war damit beschäftigt die Antennen zu schwingen :)
Was für eine Freude, und was für ein Schock!
Die Anlage ist nicht fertig, und ich muss in 2 Tagen verreisen.
An ein Auswintern ist nicht zu denken.
Eine lebende Ameise!!!!!

27.02.2014
Angespornt von der gestrigen Entdeckung besorgte ich die noch fehlenden
Dinge für die Anlage. So wird ihnen in der Saison 2014 nicht nur ein
neues Nest angeboten sondern auch eine zweite Arena und eine Flaschenarena :)

04.03.2014
Meine Reise hat sich verzögert und heute war noch ein Kontrollblick in den Keller.
Ich entfernte das Styropor mit dem ich das Nest verkleidete.
Bei 10 Grad bewegten sie sich nicht all zu viel, aber sie leben.
Eine zweite Ameise hat sich zu der Ameise im Schlauch, der noch an dem Nest hängt, dazugesellt.
So, vor meiner Abfahrt gab es vorsichtshalber noch ein bisschen Honig.
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Zuletzt geändert von hormigas am Samstag 3. Mai 2014, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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