Formica fusca >Diskussionsthread<

Unterfamilie: Formicinae

Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon ratti » Freitag 15. Mai 2015, 19:33

Honig schimmelt zum Glück nicht ;)
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ratti
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Merkur » Samstag 16. Mai 2015, 09:02

So lange er "trocken" bleibt! - In einer feuchten Arena nimmt auch blanker Honig Feuchtigkeit auf, da er hygroskopisch ist, verdünnt sich also und fängt so innerhalb von 2-3 Tagen an zu gären und zu verschimmeln.

MfG,
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon hormigas » Freitag 22. Mai 2015, 21:27

Zuerst mal drücke ich beide Daumen für die Abitur Prüfung!
Meine Formica fusca nehmen gerne Fichtennadeln zum bauen. Aber auch mit normalem Sand (nicht zu feinkörnig) können sie was anfangen.
Mit Pflanzenfasern, so wie sie im Waldboden sind kann man den "Bauameisen" auch viel Freude bereiten. usw...
LG
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Maddio » Freitag 5. Juni 2015, 10:57

Hi Captainwex!

Ich habe bei meinen Formica fusca auch die Erfahrung gemacht, dass Mehlkäferlarven eher gemieden werden. Fliegen sind in der Tat sehr beliebt bei ihnen. Ich fange sie im Garten mit einem Kescher, dass funktioniert ganz gut.

Du kannst versuchen statt der Mehlkäferlarven entweder die Puppen oder gleich die fertigen Käfer anzubieten. Überbrüht und zerteilt werden sie bei mir recht gut angenommen.
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Reber » Sonntag 14. Juni 2015, 10:46

Ay Hi Captain

Bei den ersten Pygmäen-Arbeiterinnen ist die "mangelnde" Versorgung mit Nahrung jedenfals der Grund für ihre geringe Grösse: http://ameisenwiki.de/index.php/Pygm%C3%A4en

Deine Frage führt für mich wegen einer ähnlichen eigenen Beobachtung aber zu einer weitern "These" bzw. Frage:

Ich habe mit einer ca. 35 Ameisen und zwei Königinnen starken Formica (Serviformica) sp., die ich einer Grosskolonie aus der Natur entnommen habe, ähnliche Erfahrungen gemacht. Die wenigen vorhandenen Larven haben sich in Gefangenschaft nach einigen Tagen verpuppt, die Königinnen begannen unverzüglich mit der Eiablage. Proteine waren in der Haltung aber stehts im Überfluss vorhanden, die Versorgung der wenigen Larven kein Problem für die Arbeiterinnen. Trotzdem waren die Puppen deutlich kleiner als jede der Arbeiterinnen...
Serviformica mit Larven.JPG
Serviformica mit kleinen Puppen.JPG


Mögliche Erklärungen/Deutungen:
- Die Kolonie "bemerkt" ihr starkes Schrumpfen und will lieber schnell möglichst viele neue Ameisen produzieren, statt grosse. Aber wie wird das den Puppen mitgeteilt?
- Es gab in der Natur einen Eiweissmangel, die (ersten Frühjahrs-)Larven nahmen die Eiweisszufuhr/ die Parameter in Gefangenschaft zum Anlass sich sofort zu verpuppen. (Warum aber sollte Notverpuppung ausgerechnet dann stattfinden, wenn es (wieder) viel Nahrung gibt?)

Was denkt ihr?
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"Obgleich die Welt ja, so zu sagen,
Wohl manchmal etwas mangelhaft,
Wird sie doch in den nächsten Tagen
Vermutlich noch nicht abgeschafft."
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Maddio » Sonntag 14. Juni 2015, 16:13

Ich klinke mich mal in die Diskussion ein.

Erstmal Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs Captainwex :happybirthday:

Bei meiner Formica fusca Kolonie sind in der vergangenen Woche ebenfalls die ersten :aa: dieser Saison geschlüpft. Wie bei Dir sind sie auch verhältnismäßig klein.

Anders als bei Reber wurden meine :aa: vom Ei an in Gefangenschaft aufgezogen; genau wie bei ihm stand ein vielfältiges Nahrungsangebot zur Verfügung. Ich denke nicht, dass es in meinem Fall an dem Mangel von Proteinen liegen kann.

Im speziellen Fall meiner Kolonie gehe ich von zwei Szenarien aus (wobei das nur Bauchgefühl ist und nichts weiter):
1) Die bisherigen wenigen geschlüpften :aa: entstanden aus Nacktpuppen. In den nächsten Wochen wird noch eine größere Anzahl :aa: aus normalen Puppenkokons schlüpfen, vlt sind diese Individuen dann größer. Die Größe der Kokons ist allerdings auch eher bescheiden.

2) Meine Kolonie umfasst zum Gegenwärtigen Zeitpunkt ~40 :aa: und 5 :kk: , wobei die :aa: klein-mittelgroß sind und keine sehr großen :aa: darunter sind wie man sie von etablierten Völkern in der Natur kennt. Vermutlich bedingt durch die Königinnen Anzahl, die momentan immerhin 1/8 der Kolonie darstellt ist enorm viel Brut vorhanden und es hat den Anschein, dass die geringe Anzahl der (kleinen) "Brutpflegerinnen" momentan der limitierende Faktor einer Expansion ist. Daher kann ich mir vorstellen, dass jetzt erstmal "Brutpflegerinnen" im großen Maßstab aufgezogen werden.

P1020090.jpg
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Captainwex » Sonntag 14. Juni 2015, 16:49

Stimmt! Kann gut sein, dass die kleineren Ameisen die "Brutpflegerinnen" sind. Keiner von den neuen hat sich bisher draußen gezeigt. Sie halten sich vorwiegend in der Larvenkammer auf!
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Trailandstreet » Sonntag 14. Juni 2015, 23:05

Im Gegensatz zu Lasius kann ich gerade bei Formica, bzw auch bei Serviformica doch starke Schwankungen in der Größe beobachten. Manchmal laufen so kleine Arbeiterinnen herum, die könnte man glatt für eine Lasius niger halten und dann sind immer wieder recht stattliche Exemplare dabei. Das mag unter anderem natürlich an dem aktuellen Nahrungsangebot liegen, aber auch saisonal bedingt sein.
Formica überwintert ja ohne Brut, so wird wohl im Frühjahr erst mal auf Quantität gesetzt , während man später vielleicht auch wenn es gerade wieder kälter wird eher ein paar Repleten benötigt.
Da müsste ich ja glatt mal schaun, wie das jetzt bei meiner ist. Bei der Größe der Kolonie wirds aber schon eher unübersichtlich...
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon hormigas » Montag 15. Juni 2015, 14:01

Es gibt wohl mehrere Gründe warum es unterschiedliche Größen den Arbeiterinnen gibt.
Die Kokos meiner Formica fusca Kolonie sind größer als die Arbeiterinnen. Das war letztes Jahr nicht so.
Die neuen Arbeiterinnen werden also bei mir nochmals größer.
Mit größeren Arbeiterinnen wird aber auch mehr Energie verbraucht. Das merkt man stark am Honigverbrauch.
In meiner Kolonie gibt es auch "große" Brutpflegerinnen, desshalb kann man meiner Meinung nach nicht davon ausgehen, kleine Arbeiterinnen sind automatisch im Brutgeschäft. Ich denke die Koloniengröße ist ein wichtiger Faktor bei der Arbeiterinnengröße. Proteinmangel könnte vielleicht auf längere Sicht die Arbeiterinnengröße beeinflussen?
LG
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Trailandstreet » Montag 15. Juni 2015, 14:56

Was allem Anschein nach auch auftritt, ist dass mit zunehmender Koloniegröße die Arbeiter auch größer werden. Je mehr Arbeiter, umso ausgeglichener ist aufgrund des Sozialmagens die Ernährungssituation und das dürfte sich auch niederschlagen.
Generell sieht man aber bei größeren Kolonien auhc größere Tiere, fast egal welcher Gattung. Nicht nur bei Formica. Bei Camponotus oder Pheidole tauchen auch mehr Majore auf etc.
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Captainwex » Dienstag 16. Juni 2015, 11:03

Das hört sich ja alles sehr interessant an :)
Mittlerweile sind auch Arbeiterinnen geschlüpft, die die normale Größe haben. Aber die Schwankungen sind echt krass!
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon hormigas » Mittwoch 17. Juni 2015, 14:20

Äh- meine "großen" Puppen sind doch Geschlechtstiere;)
Also war mien Beitrag oben doch eine nicht ganz richtige Information.
LG
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Re: Formica fusca >Diskussionsthread<

Beitragvon Maddio » Mittwoch 17. Juni 2015, 14:53

Ich würde euch da soweit bei zustimmen.

Weiterhin denke ich, dass die Größe der :aa: auch gewissermaßen das "Aushängeschild" einer etablierten konkurrenzfähigen Kolonie sind. Man denke an die Schaukämpfe von Mymecocystus mimicus, bei denen sich :aa: konkurrierender Nester durch "herumstelzen" beeindrucken. Neben der Anzahl der rekrutierten :aa: ist auch die Größe ein Faktor und Hilfsmittel wie am Boden liegende Steine werden als Podest genutzt um größer als der Kontrahent zu erscheinen.

Bei Formica fusca und Lasius niger finden sich in der Literatur ebenso Hinweise auf ritualisierte Auseinandersetzungen, bei denen gleichfalls die Körpergröße der :aa: eine nicht unwichtige Rolle spielen dürfte.

Weisen große :aa: während der Gründungsphase ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhätnis auf, so stellen sie bei etablierten Kolonien wohl ein Garant für die Behauptung eines Territoriums dar.
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