Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrmex etc..]

Hier können Fragen rund um das Thema Ameisenhaltung gestellt werden.

Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrmex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 24. Juli 2014, 09:52

Ich hab mir gedacht, ich eröffne mal dieses Thema, für alle, die auch Messor oder ähnliche Granivoren halten um sich mal untereinander austauschen zu können.
Ich halte selbst seit diesem Jahr eine noch kleine Gründerkolonie, knapp 10-frau stark. Inzwischen fangen sie sogar schon an, Lebendfutter anzunehmen. Tote Tiere scheinen sie allerdings zu verschmähen, ebenso wie Honig oder "pure" Kohlehydrate.
Wie sieht das bei Euch so aus?

Edit: Es wird sich hier wahrscheinlich eher alles um die doch etwas spezialisierte Ernährung drehen, aber es kann auch gern mal ein anderes Thema angeschnitten werden.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Kilrias » Samstag 26. Juli 2014, 13:15

Hallo,
ich halte seit letztem Jahr April eine Messor barbarus Kolonie erfolgreich. Was ich sehr interessant finde (und weshalb ich mir eine einzelne Königin geholt habe) ist, zu beobachten wie sich das Verhalten ändert von einer Gründerkolonie zu einer gestandenen Großkolonie. Meine Kolonie beinhaltet so ca. 200 Arbeiter, ist also aus den Kinderschuhen raus und verhält sich komplett anders als am Anfang. Damals war jede einzelne Arbeiterin wichtig und sehr vorsichtig im Verhalten. Mitlerweile ist eine Arbeiterin eine von 200 und das wissen sie auch. Es wird alles angegriffen was in Nestnähe kommt auch wenn der Feind übermächtig ist, in meinem Fall die Stahlpinzette.
Lebendfutter habe ich noch nicht wirklich versucht aber tote Insekten werden immer gerne genommen. Körner füttere ich Vogelfuttermix und Löwenzahn. Vor kurzem habe ich reifes Getreide angeboten wo dran sie schon lange nagen um es abzubekommen und es eintragen zu können.
Soviel erst mal von mir.

LG Kilrias
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Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Samstag 26. Juli 2014, 13:28

Also an Getreide versuchen sie sich noch nicht. Den Raps haben sie aber gleich gefunden. Vielleicht wird's noch.
Welchen Vogelfutter Mix hast du denn ?
Gibt ja Sittich, kanarien und tropenvögel.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Dienstag 29. Juli 2014, 22:18

Bei der Beobachtung einer :a: an einem Honigtropfen konnte ich feststellen, dass sie dem süßen Tröpfchen nicht sehr zugetan war, eher vorsichtig betastete und dann eher abgeneigt verschwand.
Wird Honig von diesen Arten generell verschmäht?
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 10. September 2014, 07:46

mal was anderes, ein paar Bilder der verscheidenen Messor-Arten
http://spinyful.livejournal.com/6213.html
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Boro » Mittwoch 10. September 2014, 08:42

Hallo Trailandstreet!
Ich kenne mich nur bei wenigen Messor-Arten besser aus (M. capitatus, M. barbarus, M. structor) und die haben in der Haltung alle keine flüssigen Süßstoffe angenommen (Honig, Sirup etc.). An Kristallzucker (!) hatten die Arten teilw. Interesse.
Möglicherweise hängt das Desinteresse an Süßstoffen damit zusammen, dass sie in der Natur meines Wissens keine Trophobiose, keine Nutzung von Pflanzensäften und Nektar betreiben. Außerdem kennen sie keinen sozialen Futteraustausch. Sie sind darauf "programmiert" Zucker (Glukose, Fruktose) aus der Stärke v. Samen/Pflanzenteilen zu gewinnen.
L.G.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 10. September 2014, 09:08

Das könnte damit zusammen hängen. Soweit mir bekannt ist, verfügen sie auch nicht über einen Sozialmagen, wie andere Ameisen. Also fällt es ihnen auch schwer Futter auszutauschen. als in fester Form, die sie eben in ihren Kornkammern einlagern.
Wenn ich mich nicht täusche, sind sie auch eher Steppen- oder Wüstenbewohner, die kaum oder gar keine Pflanzen mit Nektarien oder Pflanzensauger zur Ausbeutung zur Verfügung haben.
Ist wohl auch anders als bei den obligaten Granivoren, wie Tetramorium.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Dienstag 7. Oktober 2014, 22:02

Ich bin vor ein paar Wochen mal auf einen Thead im eusozial gestoßen, da ging es darum, Granivoren, in deiesem Fall Messor, ohne oder fast ohne Eiweißzufuhr/Insekten zu füttern.
Ich halte das ja bei meinen Messor nicht für sinnvoll, auch wenn sie momentan noch wenig annehmen.
Eine andere Frage stellt sich aber: "Gibt es Unterschiede bei den Arten in der Zusammensetzung der Nahrung/dem Verhältnis Eiweiß zu Körner?"
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Boro » Mittwoch 8. Oktober 2014, 07:41

Soweit ich bisher feststellen konnte, betreiben Messor spp. keine aktive Jagd auf Insekten, sie nehmen aber Aas an. Daraus kann man schließen, dass tier. Eiweiß bei der Ernährung eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Bei meinem Riesennest v. Messor barbarus vor einigen Jahren gab es im fortgeschrittenen Stadium kein tier. Eiweiß mehr. Ein Hintergedanke dieser Maßnahme war, die explosionsartige Bestandsvermehrung einzudämmen. Das hat aber offenbar nichts genützt, es gab weiterhin jede Menge Brut und zahllose Majoren.
Trotzdem würde ich heute hin und wieder ein paar Insekten anbieten, schließlich soll die Ernährung möglichst vielfältig ausfallen und den Gegebenheiten in der Natur nahe kommen.
L.G.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Krabbeltierfan » Mittwoch 8. Oktober 2014, 13:47

So tollpatschig, dieses Wort kommt ja immer wieder vor wenn es darum geht diese Gattung zu beschreiben, kann nur eine Gattung sein, die wirklich nicht aktiv Jagd. Ich habe es versucht und bei meiner großen Kolonie früher ab und zu lebende Insekten verfüttert. Letztendlich wurden die nur erbeutet, weil es viel zu viele Ameisen auf kleinem Raum waren, jedoch nicht wegen individuellem Jagderfolg der Arbeiterinnen. Die selbe Kolonie musste bei mir mindestens ein halbes Jahr ohne tierische Nahrung auskommen, was der Vermehrung keinen Abbruch tat. Stimme daher Boro voll und ganz zu.

"Gibt es Unterschiede bei den Arten in der Zusammensetzung der Nahrung/dem Verhältnis Eiweiß zu Körner?"

Wenn ich die Frage richtig verstehe, dann gibt es da einen kleinen Fehler ;) Samen, Nüssen und was nicht alles enthalten oftmals einen kräftigen Anteil an Eiweiß. Die Frage ist also nicht in welchen Verhältnis Körner/Eiweiß aufgenommen wird, sondern ob es einen für die Ameisen wichtigen Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißen gibt und ob nicht eines von beidem reicht. Aber eine Antwort darauf habe ich auch nicht :P
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Mittwoch 8. Oktober 2014, 17:30

Demnach wären wohl auch fetthaltige Samen von Vorteil, da diese auch Öle enthalten, wie zB Sonnenblumen. Rapskörner wurden bei meinen Messor barbarus übrigens sofort eingetragen, noch in der ersten Nacht.
Bei Sonnenblumen müsste man wohl aber die Schale entfernen. Was ich weiß, lassen sie sie sonst in Ruhe.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Samstag 21. Februar 2015, 19:41

Ich bin grad dabei, ein kleines Experiment zu starten, wenn man das in diesem Stadium überhaupt so nennen kann. Quinoa wurde ja schon mal als DAS Alleinfutter angepriesen, allerdings nicht für Granivoren, sondern "normale" Ameisen.
Ich füttere heuer, also bis jetzt nur noch Quinoa Samen. Diese wurden bisher noch nicht so überzeugend angenommen, aber meine Messor barbarus haben ja noch genügend Löwenzahn und Gräsersamen in ihren Getreidekammern.
Hat irgendwer sonst noch Erfahrungen damit?
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Beitragvon Kati » Sonntag 22. Februar 2015, 10:49

Ich habe meinen Messor cf. barbarus auch immer gerne Quinoa gegeben, sie waren immer sehr begeistert, sind aus dem Nest geströmt und haben sofort alles andere stehen und liegen gelassen. Bei einer Körnermischung haben sie immer zuerst die Quinoakörner eingetragen. Die Kolonie hatte zu dem Zeitpunkt vielleicht 300-500 Arbeiterinnen.
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Ich halte: Formica sanguinea (ca. 150 A.)
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon NIPIAN » Sonntag 22. Februar 2015, 11:00

Hoi,

dass das eher mäßig angenommen wird, könnte an Abwehrmechanismen der Pflanze liegen. Bitterstoffe, die an der Schale aufgelagert sind und auch in geringerer Konzentration innerhalb der Frucht vorkommen, als Fraßschutz vor Insekten. Sie stören zum Beispiel die Integrität von Zellmembranen. Einfach die Samen (vorzugsweise ungeschält) in etwas Leitungswasser geben, gut schütteln und gucken, ob das Wasser plötzlich schaumig wird (großblasig) [zugegeben, nicht alle Sapoine schäumen auf. Aber die meisten. Deshalb sollte es auch nicht zu viel Leitungswasser sein. Gerade so bedeckt sollte ausreichen]. Die Grundidee als Alleinfutter dürfte auf dem "Jahr der Quinoa - 2013" basieren, als dieser Pflanze erstmals groß nachgesagt wurde, den Welthunger stillen zu können (Ban Ki Moon 2013).
Ich wage es zu bezweifeln, dass jemand die Samen als Alleinfutter für Ameisen jemals neutral untersucht hat. Da ist ein Vertreiber auf den Marktschreierzug aufgesprungen.

Und nein, alleine durch Spülen lassen sich die Sapoine nicht beseitigen. Die Samen müssen gegebenenfalls aufgekocht werden. Etwas viel Aufwand, will ich meinen. Da sollte in einer Tüte gemischtes Vogelfutter doch auch das ein oder andere Korn dabei sein, welches eingetragen und erfolgreich verwertet wird.
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Wissen ist Macht und Macht ist Kraft und Kraft ist Energie und Energie ist Materie und Materie ist Masse und deshalb krümmen große Ansammlungen von Wissen Raum und Zeit (Die Gelehrten der Scheibenwelt - Pratchett/Stewart/Cohen)
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Sonntag 22. Februar 2015, 18:40

Daran hatte ich noch gar nicht gedacht, aber man soll ja Quinoa vor der Zubereitung unter heißem Wasser spülen, um die Bitterstoffe etwas zu mildern.
Vielleicht versuch ich es auch mal mit einer vorbehandelten Partie.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 6. November 2015, 08:42

Anlass zu diesem Gedanken war dieser Beitrag von Merkur hier, in dem Messor Arten auf Pflanzenteilen herumkauen und sie mitunter auch ins Nest tragen.
Da meines Wissens nach auch Messor die Zellulose nicht verwerten können, frag ich mich, ob sie es nicht deswegen tun, um evtl die Feuchtigkeit in den Blättern nutzen, sei es für sie selbt oder um das Nestklima zu beeinflussen.
Ist da was dran?
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 19. Februar 2016, 21:55

Im Antstore-Forum bibt es gerade einen Thread über anderes Futter für Messor
Es ist ja bekannt, dass Messor (oder auch Pogonomyrmex) ebenfalls Proteinnahrung aufnehmen, jedoch meist etwas wählerischer als andere Ameisen sind.
Welche Arten gehen denn gut, welche weniger oder werden gar nicht angenommen?
Ich musste feststellen, dass sie am liebsten frischtote Insekten annehmen. Fliegen, auch Mehlkäfer, aber auch noch lebende kleine Mehlwürmer.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Reber » Donnerstag 7. April 2016, 19:44

Wenn alles gut geht, werde ich mich ab und an auch hier in der Ecke beteiligen. Seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer einer Messor barbarus Gyne.
Die Königin hat inzwischen ein Eipaket gelegt und kümmert sich führsorglich darum.

Entschuldigt das schlechte Bild, ich wollte das Tier nicht lange stören. Auf den Lichteinfall reagiert es nervös. Die Gyne nahm die Brut zwischen die Mandibeln und begann im RG hin und her zu laufen...
Messor barbarus.JPG
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Wohl manchmal etwas mangelhaft,
Wird sie doch in den nächsten Tagen
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Trailandstreet » Donnerstag 7. April 2016, 21:01

Na dann wünsch ich mal gutes Gelingen. Ich finde, diese Gynen sind anfangs wirklich sehr nervös. Das legt sich erst, wenn das Volk mal größer ist. Da finde ich, werden sie dann auch etwas cooler.
Gerade am Anfang dachte ich schon, es wird nie was, weil die Entwicklung so lange dauert. Gegen Lasius niger ist sie ja eine absolute Schlaftablette, aber jetzt kann man schon sagen, dass was vorwärts geht. ich konnte nur noch keine guten Bilder machen, da sie meist in den feuchteren Kammern mit dem Nachwuchs sind und gerade wegen der Heizung die Scheiben etwas mehr beschlagen.
Entwickeln sich eigentlich alle Granivoren so langsam? Pogonomyrmex sind ja offenbar auch schweirig in der Gründung.
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Re: Die Granivorenecke [Messor, Pogonomyrex etc..]

Beitragvon Colophonius » Donnerstag 7. April 2016, 22:13

Moin moin,

Viel Erfolg mit der M. barbarus. Ich frage mich in dem Zusammenhang mit unseren Körnersammlern immer wieder, welchen Einfluss die Wärme auf die erfolgreiche Gründung haben kann. Ich selbst benutze immer wieder Heizmatten und bisher hat jede Art, die ich damit „verwöhnt“ habe, ihre Brut dort hingetragen. Bei meinen Messor (minor hesperius), war das aber bisher am extremsten. Diese haben ihre Brut bei 45°C in der Arena dort in die leeren Tränken gebracht (in denen es evt. noch wärmer war?). Insgesamt war das Wachstum in der Zeit enorm. In der aktuellen Anlage nutze ich nur noch eine Heizmatte, die Temperatur dürfte dort so um die 30°C sein, direkt an der Scheibe vermutlich auch etwas wärmer.
Da der Bereich dort mit Sand ausgestattet ist und die Ameisen dort ein paar Kammern gebaut haben, vermute ich, dass dort auch die Brut gelagert wird. Im eigentlichen Nest, was sich auch immer mehr füllt, sehe ich zumindest nur selten und wenig Brut.

Langer Rede, kurzer Sinn:
Sollte die Gründung nur schwerlich vorangehen, könnte eine Wärmequelle eventuell eine sinnvolle Lösung sein. Wichtig sind natürlich wie immer auch Ausweichsmöglichkeiten, ein geschlossenes RG + Heizmatte halte ich für keine gute Idee. Auch wenn mich sowas bei einem erfahrenen Halter doch sehr überraschen würde. ;)
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Zuletzt geändert von Colophonius am Donnerstag 7. April 2016, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.
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