Liometopum microcephalum

Re: Liometopum microcephalum

Beitragvon Merkur » Mittwoch 18. Juli 2018, 13:54

Hallo Moriquendi:
Doch weshalb wird der Bericht von Frank Mattheis, Beginn 30 Juni 2017, seit 12. Feb. 2018 nicht fortgesetzt? - Das Wachstum seines Volkes war ja offensichtlich eine „Herausforderung“ ;). - Boro berichtet hier, dass sein Volk im Winter abgestorben sei.

Eine Bemerkung im Text von Frank Mattheis fiel mir beim raschen Überfliegen auf:
„Der Nestbau oder der Charakter des Nestes von Lasius fuliginosus ist wahrscheinlich etwas anders. Bewohnte, funktionierende Nester haben relativ weiche, brüchige Nestwandungen im Nestinneren. Diese sind dunkelbraun, fast samtig. Winzige Holzpartikel werden von den Ameisen zusammengefügt und vermutlich mit zuckerhaltigem Speichel verklebt und vermauert.“
Den Nestbau von Lasius fuliginosus, haben Maschwitz und Hölldobler bereits 1970 untersucht und beschrieben. Seither ist bekannt, dass dazu Holz- und Erdpartikel mit eingetragenem Honigtau verklebt werden, der dem stabilisierenden Pilz Cladosporium myrmecophilum auch zur Nahrung dient:
U. Maschwitz, B. Hölldobler 1970: Der Kartonnestbau bei Lasius fuliginosus Latr. (Hym. Formididae). - Z. vergl. Physiol. 66:176-189.
Die Publikation ist partiell hier einzusehen: https://link.springer.com/article/10.1007/BF00297777
Gezeigt wird hier auch eine interessante Nest- und Arenenkonstruktion, die für sehr große Völker mit hohem Flächenbedarf für weiten Auslauf entwickelt wurde. Guter Tipp für Halter solcher Ameisen! :)

MfG,
Merkur
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