Discothread zum Haltungsbericht Camponotus ligniperdus

Re: Discothread zum Haltungsbericht Camponotus ligniperdus

Beitragvon Merkur » Donnerstag 11. August 2016, 17:08

Hallo Nimo,

Die Larven verlieren vor dem Winter sehr viel Wasser (was über die Malpighi-Gefäße und den After abgegeben wird; oft wird es von Arbeiterinnen aufgeleckt). Die Larven schrumpfen dann und nehmen ein "verschrumpeltes" Aussehen an. Auch zuvor größere Larven wirken deutlich kleiner, wenn sie genügend Zeit hatten, sich auf den Winter vorzubereiten. Zweck der Übung ist u. a., dass die Körpersäfte (Hämolymphe) konzentriert werden, mehr lösliche Proteine und Salze enthalten und dadurch erst bei etlichen Graden unter Null tatsächlich einfrieren könnten. Bei vielen Insekten wird dazu auch Glycerin gebildet; vgl. Glysantin-Effekt im Autokühler!

MfG,
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Re: Discothread zum Haltungsbericht Camponotus ligniperdus

Beitragvon Reber » Donnerstag 11. August 2016, 20:32

Bei meinen beiden anderen Völkern habe ich das Ytognest beim Überwintern immer in eine Schale gestellt und dann im Winter die Schale bewässert (ca. 1x pro Woche). Bei den beiden anderen hat das gut geklappt, aber die waren auch nicht solche Messis, sprich da gab es keinen Müll zum Schimmeln. Werde das aber mit den Camponotus genaus handhaben, Müllkammer hin oder her... Einwände???


Ja, 1 x pro Woche dünkt mich für Camponotus ligniperdus etwas viel! Das kommt natürlich auf die Art der Überwinterung an (Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Behälter etc).
Meine habe ich im Winter nie bewässert. Allerdings haben ich am Holznest ein Reagenzglas mit Wasser angeschlossen (hinter Watte) und in der Winterkiste gibt es eine hohe Luftfeuchtigkeit (offene Wasserflasch und befeuchtete Nester anderer Ameisen)...
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Re: Discothread zum Haltungsbericht Camponotus ligniperdus

Beitragvon Nimo » Freitag 12. August 2016, 01:05

Erst einmal danke Euch beiden für die schnelle Antwort!

Ja, ohne Beschreibung vielleicht schwer zu verstehen Reber...

Ich hab so einen kleinen Wohnwagenkühlschrank, der ist nur für die Ameisen... Flache Tupperschale rein, da stehen dann die drei Ytongnester nebeneinander drin. Einmal die Woche ein wenig Wasser bis der Boden grade so bedeckt ist.

Fülle immer nur so viel Wasser ein, dass die Nester im unteren Bereich feucht sind und gebe erst Wasser nach, wenn der Ytong weiß wird (also austrocknet), was recht fix passiert, da das Wasser durch die Luftfeuchtigkeit recht schnell an den Kühllamellen friert. So habe ich das die letzten drei Jahre schon gemacht.

Mir ging es aber in erster Linie um den Müllhaufen... Den hatte ich in der Form noch nicht. Problem wenn der Schimmel da im Winter Wuchert??? Solange nicht direkt an den Ameisen wohl nicht, oder??? :)
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Nivau sieht nur von unten aus wie Arroganz! :)

So hat es mal angefangen, start des Haltungsberichtes Camponotus ligniperdus im AF :
http://www.ameisenforum.de/Camponotus/48793-camponotus-ligniperdus-haltungsbericht-erfahrungen-zum-x-ten.html
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Re: Discothread zum Haltungsbericht Camponotus ligniperdus

Beitragvon Reber » Freitag 12. August 2016, 10:10

Schimmel im Nest ist meistens keine angenehme Sache, drum würd ich ihn möglichst vermeiden wollen. Die Resten trockenen in meinem unbefeuchteten Holznest aus und haben bisher auch in der feuchten Winterkiste nicht zu schimmeln angefangen.
Aber es stimmt schon, wenn der Schimmel nicht direkt im "Wohnbereich" der Ameisen wächst, ist es halb so schlimm und dafür können die Ameisen ja auch selber sorgen, bzw es beeinflussen:

Hier ein Link zur "Schimmel-Putzaktion" meiner C. lateralis. Unbedingt auch Merkurs Ausführunfgen dazu im Thread lesen! Die feuchte Stelle im besagten Holznest entsteht m. E. übrigens, weil die Ameisen dort ihr Geschäft verrichten.

Du schaust ja regelmässig bei deinen Ameisen rein im Winter und könntest reagieren, falls der Schimmel wächst, bzw. überhand nimmt.
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Re: Discothread zum Haltungsbericht Camponotus ligniperdus

Beitragvon Trailandstreet » Freitag 12. August 2016, 20:13

Bei meinen "kleinen" Völkern, also den Temnothorax und Leptothorax wächst oft Schimmel in der Gipsarena. Dieser ist als leichter Flaum zu erkennen. Springschwänze halten ihn etwas in Schach. Im Nest selbst scheinen die Ameisen gut selbst damit klar zu kommen.
Selbst im objektträgernest der T unifasciatus ist noch Schimmel im Nest, in dem Bereich, in dem sich die Ameisen aber aufhalten, ist keiner zu sehen.
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