Der "Lach-mal-wieder"-Thread

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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Geltungen » Donnerstag 8. April 2021, 01:14

Es liegt wohl in der Natur der Sache;

S-75-699.jpg
"Affen handeln mit Tulpen" ... Ameisen?
Allegorie der Tulipomanie


Wer steht denn da im Zentrum? :D

unknown.png
Verlauf einer Karriere in der Ameisenhaltung,
über 1, vielleicht 2 (?) Jahre.



Ein lockerer Beitrag - nehmt es mir bitte nicht übel. :)

VG
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Merkur » Freitag 9. April 2021, 11:11

Das muss man doch selbst mal ausprobieren!

Unterhosen.jpg
Aus den Nachrichten
Wer macht mit? :D
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon di4pr » Freitag 9. April 2021, 14:09



Ich finde es immer wieder toll, wenn es jemand schafft, komplizierte Zusammenhänge einfach zu erklären, so dass es wirklich jedermann versteht!
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 15. April 2021, 11:01

Der dicke Wal des Monats!

Wale.jpg
aus: GEO, Mai 2021
„CO2 speichern große Wale …. und tragen so zum Klimaschutz bei“

Falls das unter Normaldruck stehendes, gasförmiges Kohlendioxid wäre, würde ein solcher Wal wie ein riesiger Ballon auf den Wellen treiben.
Wäre das CO2 unter Druck verflüssigt, könnte es sich um einen Stahltank handeln, der zur Tarnung in Walform gestaltet wäre. :crazy:

Richtig ist zwar, dass in einem Walkörper große Mengen Kohlenstoff (C) gespeichert sind, in vielen organischen Verbindungen, u. a. im Blubber, der dicken Fettschicht unter der Haut.
Doch diesen Kohlenstoff hat das Tier in Form von Nahrung aufgenommen. Viel von der Nahrung verdaut es zum Energiegewinn, wobei CO2 entsteht, das es wie jedes andere Säugetier über die Lunge ausscheidet und in die Atmosphäre bläst, um nicht zu ersticken.
So gesehen sind wir Menschen, ebenso wie Rindviecher, Schweine und andere heterotrophe Organismen, vorübergehende Kohlenstoff-Speicher. Spätestens nach dem Tod wird der größte Teil der Kohlenstoff-Verbindungen von anderen Organismen (Bakterien bis Fleisch fressende große Tiere) verdaut, veratmet, und der Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid freigesetzt.
(Lediglich als Calciumcarbonat, „Kalk“, wird Kohlenstoff in Knochen, Muschelschalen, und in großem Umfang von Korallen, längerfristig „festgelegt“. Und Pflanzenmaterial enthält viel Kohlenstoff, der von atmosphärischem Kohlendioxid stammt, und längerfristig in Holz, Torf, Kohle fixiert werden kann, - bis das Material verfeuert wird).

Hallo wertes GEO-Team: Klimaschutz geht leider doch nicht so!

MfG,
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Ameisenstarter » Montag 19. April 2021, 18:06

Hallo Merkur!

Nachdem ich mich schon sehr gewundert habe, wie man auf die Idee kommt, dass Wale Kohlenstoffdioxid speichern können, habe ich ein bisschen weitergesucht.

Diese Aussage kam 2019 auf und zwar in einer Publikation ("Nature’s Solution to Climate Change", in: FINANCE & DEVELOPMENT, DECEMBER 2019, VOL. 56, NO. 4) des International Monetary Fund (Internationaler Währungsfond).
Wörtlich heißt es: "each great whale sequesters
33 tons of CO2 on average"

2019 gab es dann einige Zeitungsartikel etc., die sich genau darauf beziehen. GEO hat beispielsweise 2020 schonmal dazu geschrieben und dort auch diese Veröffentlichung des IMF angeführt (https://www.geo.de/natur/tierwelt/22621 ... etzer-sind).

Leider gibt es im Artikel des IMF nur ganz am Ende ein kleines Quellenverzeichnis und einzelne Aussagen sind nicht belegt. Ich habe mir die fünf genannten Quellen einmal angeschaut und konnte in keiner eine solche Aussage finden. Auch die 33 Tonnen konnte ich nirgends wiederfinden.


Allerdings können Wale aber durchaus helfen, den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu reduzieren. Laut einer Studie (Lavery et al., Iron defecation by sperm whales stimulates carbon export in the Southern
Ocean.
, in: Proceedings of the Royal Society of London, 2010) können beispielsweise Pottwale durch die Ausscheidung von Eisen das Wachstum von Phytoplankton fördern, welches wiederum ja tatsächlich durch Photosynthese Kohlenstoffdioxid binden kann. Ein Teil des so zusätzlich fixierten Kohlenstoffdioxids wird wiederum durch den Kohlenstoffkreislauf des Ozeans am Meeresgrund abgelagert und so tatsächlich auch längerfristig der Atmosphäre entnommen.
Die genannte Studie hat berechnet, dass die Pottwalpopulation des Antarktischen Ozeans so die CO2-Sequestrierung um 240.000 Tonnen jährlich erhöht (Atmung der Tiere bereits abgezogen).



Wie so oft, ein Wundermittel (oder -tier) gegen den Klimawandel wird es wohl nicht geben. Viel wichtiger sind intakte Ökosysteme.


Es ist aber immer wieder erstaunlich, welch weite Kreise Fehlinformationen und Halbwahrheiten ziehen können...


Viele Grüße
Ameisenstarter :)
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Merkur » Mittwoch 28. April 2021, 10:44

Über Futtersack, Hoodie und „Mensarium“

Im Twitter-Account von Alex Wild fand ich heute einen lustigen Beitrag:

1-feed.pouch.jpg
Aus Twitter
Die bereits von Wheeler & Bailey 1920 *) dargestellte „Futtertasche“ auf der Bauchseite von Ameisenlarven wird hier der Verwendung einer Kapuze gegenübergestellt.
Die wiederum erinnert an die Futtersäcke, die man Pferden umbindet.

2-AWiki Lv-feed.jpg
Aus AmeisenWiki. Futterbröckchen auf dem Bauch von Ameisenlarven
Im AWiki ist ausführlich dargestellt, was man bei Ameisen in diesem Zusammenhang beobachten kann.

Mensarium.jpg
Aus Ameisenwiki. Raster-EM-Aufnahme des Mensariums
Bei Leptothorax acervorum haben wir uns mal damit genauer befasst und eine bis dato unbekannte Struktur gefunden, die wir „Mensarium“ getauft haben (nach lat. Mensa = Tisch). Ventral auf dem 3. Thoraxsegment (Metanotum) und den beiden künftigen Stielchensegmenten (Abdominalsegmente 1 und 2) befindet sich eine raue Struktur, mit der bei eingerolltem Vorderende ein Futterbröckchen so "eingeklemmt" werden kann, dass es nicht abfällt, wenn die Mandibeln daran knabbern. Die Larven haben also ein eingebautes Futtertischchen auf der Brust, vor den Mandibeln. :)

Hier im AP habe ich schon mal darauf hingewiesen.

*) The Feeding Habits of Pseudomyrmine and Other Ants.
W. M. Wheeler and I. W. Bailey, Transactions of the American Philosophical Society, New Series, Vol. 22, No. 4(1920), pp. 235-279

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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Merkur » Freitag 30. April 2021, 09:55

Was hat der denn gegen seine Ameisen?

Hallo,
hier noch mal die frage:
soll ich meine Ameisen im RG direkt anscheißen (ans Nest) oder in die Arena legen(ich habe gehört, dass sie im Schlauch nisten)
Danke auch für die ausfürliche antwort ForceMaster und Geltungen!!!

Heute im ACafé. - Ist es wirklich zu viel Aufwand, kostet es zu viel Zeit, einen Beitrag gerade noch mal selbst zu lesen und ggf. zu korrigieren/ editieren?
So wollte der User das doch bestimmt nicht sagen! :roll:

MfG,
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon MBM » Samstag 1. Mai 2021, 17:05

IMG_20210501_143018 Ameisenportal.JPG
Als ich heute diesen Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta) fotografieren wollte,
schlägt mein Handy automatisch vor - Barcode scannen!
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Geltungen » Mittwoch 5. Mai 2021, 20:02

Kein Kommentar. :)

spiel.PNG
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Re: Der "Lach-mal-wieder"-Thread

Beitragvon Merkur » Donnerstag 13. Mai 2021, 09:21

Was man nicht alles erforschen kann:

Experimentell erwiesen: Aus gefrorenen menschlichen Fäces hergestellte Messer taugen nichts.

Sch...-Messer.jpg
Das Messer ist Sch...
Highlights der Publikation:
- Ein ethnographischer Bericht behauptet, dass ein Inuit-Mann ein Messer aus seinen eigenen Exkrementen hergestellt habe.
- Wir testeten experimentell aus menschlichen Exkrementen hergestellte Messer.
- Aus menschlichen Exkrementen hergestellte Messer funktionieren nicht.

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